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Lars Niermann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Öffentliches Leben im Kreis Warendorf stark eingeschränkt

Die Drähte zwischen den Rathäusern und dem Kreishaus glühten am Montag (16. März). In einer Telefonkonferenz stimmten sich Landrat Olaf Gericke und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden über eine gemeinsame Linie im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab.

 „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Zahl der Infektionen so gering wie möglich zu halten. Da der Schutz der Gesundheit Vorrang hat, steht das öffentliche Leben vor massiven Einschränkungen. Denn weniger Kontakte bedeuten weniger Infektionen. Es geht also jetzt vor allem um Rücksichtnahme auf die Schwächeren und um gegenseitige Hilfe“, betonten der Landrat und der Beckumer Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, der als Sprecher der Bürgermeister persönlich ins Kreishaus gekommen war.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand, den Erlass der Landesregierung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Dazu muss nach dem Ordnungsrecht jede Stadt und Gemeinde eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Darin wird u.a. geregelt, dass ab sofort: Bars, Clubs, Theater, Diskotheken, Kinos, Museen, Fitness-Studios, Schwimmbäder und Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und Prostitutionsbetriebe schließen. Volkshochschulen, Musikschulen und alle außerschulischen Bildungseinrichtungen werden geschlossen. Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind einzustellen

Restaurants und Hotels dürfen unter strengen Auflagen geöffnet bleiben – sie müssen u.a. die Besucher registrieren, für Mindestabstände von zwei Metern zwischen den Tischen sorgen und auf Hygienemaßnahmen hinweisen. Vom Bund kam am Nachmittag die Anordnung, dass Restaurants nur noch maximal zwischen 6:00 Uhr und 18:00 Uhr geöffnet haben dürfen.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten dürfen 14 Tage keine Gemeinschaftseinrichtungen, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Tageskliniken, stationäre Pflegeeinrichtungen, Berufs- und Hochschulen mehr betreten. Zudem dürfen Krankenhäuser, Rehabilitations- und stationäre Pflegeeinrichtungen Besuchsverbote aussprechen oder nur noch höchstens einen privaten Besucher pro Bewohner und Patient pro Tag zulassen.

Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger gibt es auch bei den öffentlichen Verwaltungen im Kreis. Die Rathäuser sind für den Publikumsverkehr nicht oder nur stark eingeschränkt geöffnet. Das gilt auch für das Kreishaus, das ebenso wie alle Nebenstellen einschließlich der Ausländerbehörde und der Jobcenter-Anlaufstellen ab Dienstag (17. März) für den Besucherverkehr geschlossen wird.

In dringenden Fällen sind persönliche Termine nach telefonischer Absprache möglich. Die Kfz-Zulassungsstellen des Kreises in Warendorf und Beckum bleiben ab Mittwoch (18. März) und die Führerscheinstelle ab Donnerstag (19. März) für spontane Besucher geschlossen. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, möglichst das Online-Terminverfahren über die Homepage des Kreises zu nutzen.

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