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Jenny Heimann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Zwischenergebnisse zu Missbrauchsfällen im Bistum Münster vorgelegt

Das Forscherteam rund um die Missbrauchsfälle im Bistum Münster sieht ein deutliches Führungsversagen der Bistumsleitung. Gestern haben die Wissenschaftler der Uni Münster Zwischenergebnisse ihrer Studie vorgelegt. Seit gut einem Jahr arbeiten sie die sexualisierte Gewalt durch Priester und Diakone seit dem Zweiten Weltkrieg auf.

Insgesamt gibt es 200 Beschuldigte. Auch ein inzwischen verstorbener ehemaliger Pfarrer in St. Josef in Warendorf ist darunter.

Der Zeitraum betrifft Taten zwischen 1945 und 2018. Bei den bisher geführten 70 Interviews mit Betroffenen reichten die Vorwürfe von anzüglichen Kommentaren bis zu schwerem sexuellem Missbrauch über Jahrzehnte. Diese befragten Opfer waren im Schnitt elf Jahre alt und zu 90 Prozent männlich, haben die ersten Forschungen ergeben.

Viele Taten wurden den Wissenschaftlern zufolge von Intensiv- und Langzeittätern begangen, die die Minderjährigen dann über Jahre missbrauchten. Erfuhr die Bistumsleitung davon, wurde der Mantel des Schweigens darüber gedeckt – die beschuldigten Priester wurden aus der Gemeinde genommen, kamen übergangsweise in eine Therapie und wurden nach einer gewissen Zeit wieder in der Seelsorge eingesetzt.

Die Initiative für die Studie ging vom Bistum Münster aus. Das Forscherteam hat dafür ungehinderten Zugang zu allen Akten, zu laufenden Untersuchungen und zu den Beständen des Bistumsarchivs erhalten. Auch das bischöfliche Geheimarchiv stand den Wissenschaftlern offen. Außerdem führten sie  viele Interviews mit Betroffenen. Gerade in diesen Gesprächen würden Tatbestände zutage treten, die nicht in den Akten stünden,  heißt es von der Uni Münster.

Ein Abschlussbericht soll im Frühjahr 2022 veröffentlicht werden. Darin sollen dann auch die Namen von verantwortlichen Bischöfen genannt werden.

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