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Lars Niermann
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Mehr Sicherheit beim Daten: Der Panik-Button für Tinder kommt

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  • Fast jeder zweite Deutsche glaubt, im Netz die große Liebe zu finden.
  • Tinder ist eine der beliebtesten Dating Apps hierzulande und wird besonders in Großstädten stark genutzt.
  • Dating-Apps haben Probleme u.a. mit gefälschten Profilen, Betrug und mit sexuellen Übergriffen.

Gefährliches Online-Dating

Ein Tinder-Date ist meist eine einzige Überraschungskiste. Von der Entdeckung der ganz großen Liebe bis zur herben Enttäuschung – solange es dabei friedlich bleibt, ist alles im „grünen Bereich“. Doch dass es häufiger auch ganz anders verlaufen kann, zeigt eine Umfrage in den USA. Dort waren im letzten Jahr über 2.000 Frauen befragt worden, über 1.200 hatten sich beteiligt. Das Ergebnis: 31 Prozent der befragten Frauen erklärten, sie wären von jemandem sexuell missbraucht oder vergewaltigt worden, den sie über eine Dating-Plattform kennengelernt hätten. Die Match Group, die neben Tinder auch die Dating-Plattform OkCupid anbietet, will jetzt gleich mit fünf neuen Features die Sicherheit ihrer Nutzerinnen erhöhen.

Mit Selfies gegen Fake-Profile                

Eine neuartige Foto-Verifikation soll helfen, Fake-Profile und Bots zu erkennen. Dafür werden die Nutzer aufgefordert, ein Selfie in Echtzeit aufzunehmen. Dieses wird von einer menschengestützten KI überprüft und mit den vorhandenen Profilbildern verglichen. Ist der Foto-Check positiv, wird die Authentifizierung mit einem blauen Häkchen neben dem Nutzernamen angezeigt.

Der Panik-Button

Entwickelt sich ein Date nicht wie gewünscht und es entsteht eine gefährliche Situation, können die Nutzer in Zukunft über einen Panik-Button einfach Hilfe rufen. Dafür sollte das Date vorher in einem neuen Dating-Kalender eingetragen werden mit Angaben zur Person, die getroffen wird wie auch den Ort und den genauen Zeitpunkt des Treffens. Wird der Button dann während des Dates gedrückt, startet eine dreistufige Abfrage. Erst bekommt der Nutzer die Aufforderung, einen Code einzugeben. Wird dieser nicht eingegeben, folgt eine Nachricht. Wird diese nicht beantwortet, kommt ein Anruf. Bleibt der ebenfalls unbeantwortet, wird die Polizei informiert und die hinterlegten Dating-Informationen weitergegeben.

Das Safety-Center

Tinder plant einen Informationsbereich innerhalb der App, der sich auf das Thema Sicherheit konzentriert. Neue Features für die Sicherheit der Nutzer werden hier dann ebenso vorgestellt wie Tipps zur Optimierung der persönlichen Einstellungen. Mit einem Quiz können Nutzer ihr Wissen checken. Zudem sollen hier unterschiedliche Hotlines hinterlegt werden wie z.B. auch die Telefonnummer gegen sexuellen Missbrauch.

Automatisierte Texterkennung

Beleidigende Nachrichten und blöde Anmache sollen bei Tinder schon bald der Vergangenheit angehören. Das Feature „Does This Bother You?“ - Stört Dich das? - gibt der Tinder-Community die Möglichkeit, den Verfasser unerwünschter Nachrichten direkt bei Tinder zu melden. Per maschinellem Lernen soll die Software später entsprechende Nachrichten schon beim Schreiben erkennen und den Nutzer fragen, ob er sie wirklich abschicken möchte.

Was wann?

Die Foto-Verifikation und der Panik-Button werden ab dieser Woche in den USA und anderen nicht weiter definierten Märkten getestet werden. Wann sie auch in Deutschland verfügbar sind, ist bislang unbekannt. Das Safety-Center hingegen soll „in Kürze“ auch direkt in Deutschland – neben USA, Großbritannien und Frankreich – eingeführt werden, um es anschließend weiter auszurollen. 

In einem Blogbeitrag erklärte Elie Seidmann, CEO von Tinder zu der „Feature-Offensive“: „Ich bin stolz darauf, diese Updates zu veröffentlichen, die einen wichtigen Schritt in unserem Bemühen darstellen, unsere Sicherheitsarbeit umfassend voranzubringen."


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