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Markus & Ina
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Altes NATO-Tanklager als JVA-Standort?

Der geplante Neubau eines Gefängnisses im Osten von Münster beschäftigt in der kommenden Woche auch den Rat in Everswinkel. Er soll eine Resolution beschließen, mit dem überraschenden Vorschlag, die JVA doch lieber auf Gemeindegebiet von Everswinkel zu bauen. Den Neubau in Wolbeck will man verhindern – nicht weil man gegen die JVA in der Nachbarschaft ist, sondern weil man einen eigenen Standort für besser hält.

Das Land NRW hat nach eigenen Angaben 15 Hektar auf Münsteraner Gebiet im östlichen Stadtgebiet von Münster gekauft. Wo genau, weiß aber außer den Vertragspartnern niemand, denn es sind noch nicht alle rechtlichen Fragen geklärt. Deshalb haben beide Seiten Stillschweigen über die Details des Kaufs vereinbart. Everswinkel befürchtet, dass es sich um landwirtschaftliche Flächen handelt. Das hält man in der Gemeinde für schlecht. Mit dem Verlust landwirtschaftlichen Bodens wächst der Druck auf die Fläche, heißt es in dem Resolutionstext. Und das behindert auch die Entwicklungsmöglichkeiten der umliegenden Kommunen – etwa beim Erschließen neuer Bau- oder Gewerbegebiete. Besser für den JVA-Neubau wären Gewerbebrachen oder sogenannte Konversionsflächen. Everswinkel hat da auch was anzubieten: Die Gemeinde schlägt das ehemalige NATO-Tanklager in der Bauerschaft Mehringen vor.