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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Asgaard-Prozess geht weiter

Der Prozess um zwei ehemalige Chefs der Sicherheitsfirma Asgaard zieht sich: Ein zusätzlicher Verhandlungstag wurde angehängt. Ob das reicht ist noch unklar, hieß es auf unsere Nachfrage vom Amtsgericht in Münster. Die beiden Angeklagten aus Dolberg und Münster sollen gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstossen haben – mit einem Somalia-Geschäft, das sich um Söldnerdienste drehte. 2009 hatten die beiden Asgaard-Geschäftspartner einen Vertrag mit einem Clan-Chef geschlossen. Der hatte damals Anspruch auf das Präsidentenamt in Somalia erhoben, wurde von den Vereinten Nationen aber nicht anerkannt. In dem Vertrag wurden bestimmte Dienstleistungen vereinbart, für eine Summe von 4 Millionen Euro. Einsätze in Somalia habe es aber nie gegeben, sagte der angeklagte Dolberger aus. Gegen deutsche Interessen habe man nicht verstossen, hieß es. Dass man sich von Anfang an mit den deutschen Behörden abstimmen wollte, will die Verteidigung jetzt auch belegen: Sie hat entsprechende Beweisanträge angekündigt. Am 5. Oktober wird der Prozess fortgesetzt, Zeugen aus Politik und Behörden sollen dann gehört werden. Davon erhofft man sich mehr Klarheit darüber, ob strafbare Handlungen vorliegen.