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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Bauarbeiten verunreinigen Leitungswasser in der Arbeitsagentur

Das Trinkwasser in dem Haus der Arbeitsagentur in Ahlen ist zurzeit nicht zum Trinken geeignet. Wegen einer Belastung mit coliformen Keimen wird derzeit davon abgeraten. Anders als in einem internen Aushang behauptet liegt die Ursache nicht bei den Ahlener Stadtwerken. Das Wasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz ist sauber. Die Verunreinigung ist bei Bauarbeiten innerhalb des Hauses aufgetreten, bestätigte uns die Arbeitsagentur Ahlen-Münster. Die Ursache wurde auch schon entdeckt und das kontaminierte Bauteil vorgestern ausgewechselt. Jetzt müsse man aber noch die neuesten Laborergebnisse abwarten, bevor Mitarbeiter und Besucher der Arbeitsagentur in Ahlen das Wasser wieder trinken können. Die Toiletten zu benutzen und Hände zu waschen sei unbedenklich.  

 

Hier die Presse-Informatio von 13:47 Uhr, die nach unserer Recherche an alle Medien versand wurde:

Wartungsarbeiten verursachen Trinkwasserverunreinigungen in Arbeitsagentur in Ahlen   Bei notwendigen Arbeiten am Wassersystem der Agentur für Arbeit in Ahlen an der Bismarckstraße verursachte ein nicht einwandfreies Bauteil eine Verunreinigung des Trinkwassers in einem Leitungsabschnitt im Keller des Gebäudes. Das fehlerhafte Bauteil ist inzwischen entfernt worden. Alle Mieter sowie die Kunden der Arbeitsagentur und ihre Mitarbeiter wurden als Vorsichtsmaßnahme aufgefordert, das Wasser nicht zu trinken, bis Laboranalysen eine einwandfreie Wasserqualität zeigen. „Das Trinkwasser außerhalb unseres Gebäudes war zu keinem Zeitpunkt von den Verunreinigungen betroffen“, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.   Ausgelöst wurde die Verunreinigung des Trinkwassers während verschiedener Arbeiten zur Trennung von Löschwasser und Trinkwasser. Derzeit veranlasst die Immobilienabteilung der Bundesagentur für Arbeit bundesweit solche Arbeiten und entspricht damit den aktuellen gesetzlichen Vorschriften. Für die Ausführung in Ahlen wurde eine externe Fachfirma beauftragt. Bei den durch den Fachbetrieb durchgeführten Maßnahmen wurde ein verunreinigtes Bauteil eingesetzt. Dies verursachte eine Kontamination eines Abschnitts der Wasserleitungen im Keller des Agenturgebäudes. Bei der routinemäßigen anschließenden Trinkwasseranalyse wurde festgestellt, dass der erlaubte Grenzwert für sogenannte coliforme Bakterien im Trinkwasser an einer von drei Prüfstellen überschritten wurde. Das verunreinigte Werkteil und das angrenzende Rohrsystem wurden umgehend vom Leitungssystem getrennt und entfernt.   „Unmittelbar nachdem wir Kenntnis von diesem Sachverhalt erhielten, haben wir uns mit unserem Betriebsarzt in Verbindung gesetzt und die notwendigen Maßnahmen abgestimmt“, berichtet Fahnemann. So wurde an jeder Wasserentnahmestelle im gesamten Gebäude ein Hinweis angebracht, dass das Wasser nicht trinkbar ist. „Mit einer internen E-Mail haben wir dann sofort alle Mieter sowie unsere Mitarbeiter auf die Verunreinigung hingewiesen“, ergänzt der Agenturleiter. „Da wir nicht ausschließen konnten, dass zwischen den Arbeiten an den Leitungen und der Auswertung der Laborbefunde des Wassers bereits erste Menschen Krankheitssymptome aufweisen könnten, haben wir den ärztlichen Rat unseres Experten aufgegriffen und entsprechende Verhaltenshinweise gegeben“. Aktuell werden die neuen Laborergebnisse der Wasserproben erwartet. Erst bei einwandfreien Proben werden die ergriffenen Maßnahmen aufgehoben.   „Die Trinkwasserversorgung in umliegenden Gebäuden oder in der Stadt Ahlen war zu keinem Zeitpunkt und ist auch jetzt nicht gefährdet“. Darauf weist Joachim Fahnemann ausdrücklich hin. „Die aktuellen Erfahrungen, die wir in diesem Zusammenhang gesammelt haben, werden wir gemeinsam mit unseren Experten auswerten. Diese Situation hat uns allerdings gezeigt, welche Auswirkungen es hat, wenn sich aus dem Zusammenhang gerissene Informationen verbreiten. Entstandene Verunsicherungen oder unbeabsichtigte Irritationen bedauern wir ausdrücklich“, so Fahnemann.