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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Bistum legt Finanzen offen

Wie ist es um Finanzen des Bistums Münster bestellt? Die Antwort darauf hat das Bistum jetzt selbst gegeben. Hintergrund sind die Diskussionen über das Vermögen der katholischen Kirche, die sich am Bau der Bischofsresidenz in Limburg und an Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst aufgehängt haben. Da ist von mangelnder Transparenz in Geldsachen die Rede, von schwarzen Kassen und fehlender Kontrolle. Darauf hat das Bistum Münster jetzt reagiert: Der Haushaltsplan des Bistums werde seit Jahren unter anderem im Internet veröffentlicht und sei für jedermann einsehbar, sagt Generalvikar Norbert Kleyboldt. Demnach hat der Haushalt in diesem Jahr voraussichtlich ein Volumen von 403 Millionen Euro, im nächsten wahrscheinlich 418 Millionen Euro. Damit liege der Haushalt des Bistums um ein Vielfaches über dem Haushalt des Bischöflichen Stuhls. Der habe kein großes Geldvermögen. Derzeit liegt es nach Angaben von Kleyboldt bei 2,37 Millionen Euro – ohne Immobilien. Bei den Immobilien handelt es laut Kleyboldt aber um dienstliche Gebäude, zum Beispiel das Gebäude des Diözesancaritasverbandes oder das der Katholischen Fachhochschule Münster. Das sei kein Vermögen, über das der Bischof oder ein anderes frei verfügen könne. Sonstige Haushalte oder gar "schwarze Kassen" gebe es im Bistum nicht.