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Leonie Lagrange
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Bundeswehrsoldat vor Gericht: Erinnerungen von Zeugen lückenhaft

Der erste Prozesstag gegen einen ehemaligen Ausbilder der Bundeswehr ist am Nachmittag vor dem Amtsgericht Ahlen zuende gegangen. Direkt zum Prozessauftakt ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger mitteilen, dass er sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern werde. Und die wiegen schwer: Unter anderem wird ihm Körperverletzung, Nötigung, Misshandlung von Untergebenen und Missbrauch der Befehlsbefugnis vorgeworfen. Die meisten dieser Vorwürfe beziehen sich auf eine inoffizielle Feier in einem Sportlerheim in Ahlen. Bei den Zeugenanhörungen gab es heute einige Überraschungen. So wollen sich viele Zeugen auf einmal an so gut wie nichts mehr erinnern. Bei den ersten Vernehmungen hatten sie dagegen noch detaillierte Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Einer Soldatin soll der Angeklagte mit den Worten "Was ich angeleckt habe, ist meins" bei der Feier über das Gesicht geleckt haben. Sie sagte jetzt aus, das habe sie gar nicht so schlimm gefunden. Der Prozess wird am 3. Juli fortgesetzt, dann werden weitere Zeugen gehört.