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Oliver Behrendt
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Daldrup kritisiert Tarifstreit bei der Post

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post bereitet dem heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup große Sorgen: Obwohl das Unternehmen sich in einer sehr guten wirtschaftlichen Position befinde, werden Mitarbeiter mit befristeten Verträgen ausgestattet oder gleich zu deutlich schlechteren Gehalts- und Arbeitskonditionen in eine regionale Gesellschaft ausgegliedert. Für ein ehemaliges Staatsunternehmen gehört sich so eine Praxis nicht, kritisiert Daldrup. Er fordert die Verantwortlichen der Deutschen Post auf, zu einem fairen Umgang mit den Beschäftigten und der zuständigen Gewerkschaft ver.di zurückzukehren." Anfang Januar hatte die Deutsche Post regionale Zustellgesellschaften gegründet, in denen bis dahin bei der Konzernmutter befristet Beschäftigte mit neuen Verträgen ausgestattet werden. Diese richten sich nicht nach dem mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ausgehandelten Haustarifvertrag, sondern nach den in der Regel niedrigeren regionalen Tarifverträgen der Speditions- und Logistikbranche. Allein beim Stundenlohn müssen Abstriche bis zu 20 Prozent hingenommen werden.