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Lars Niermann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

DGB sieht Anhebung der Minijobgrenze kritisch

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Münsterland hält die Anhebung der Minijob-Grenze für einen Irrweg. Die Grenze liegt jetzt bei 450 und nicht mehr bei 400 Euro. Das wurde am Vormittag im Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsparteien beschlossen. Minijobber werden schlecht bezahlt, sagt Heinz Rittermeier, Vorsitzender des DGB im Münsterland. Über 80 Prozent sind demnach dem Niedriglohnsektor zuzuordnen. Anstatt die Einkommensgrenze anzuheben, sollten die Beschäftigten im Minijob in den regulären Arbeitsmarkt eingegliedert werden, findet Rittermeier. Dann hätten sie ab dem ersten Euro den vollen Schutz der sozialen Sicherung und eine bessere Alterssicherung. Im Kreis Warendorf gibt es rund 27.600 Minijobber. Davon haben 19.000 nur diesen einen Job. 8600 Menschen üben den Minijob als Nebentätigkeit aus.