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Lars Niermann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Fracking schon in den 90er Jahren

Im Kreis Warendorf ist schon in den 90er Jahren nach Erdgas gebohrt worden. Dabei kam auch die umstrittene Fracking-Methode zum Einsatz, teilte die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbaubehörde mit. Insgesamt gab es 1995 zwei Probebohrungen eines Konsortiums, an dem unter anderem die Ruhrgas AG beteiligt war. Gebohrt wurde in Drensteinfurt und in Hoetmar. In Drensteinfurt kam man dabei ohne Fracking aus, in Hoetmar nicht. Nach Angaben der Behörde gab es hier zwei sogenannte Fracs, wobei insgesamt 120 tausend Liter Flüssigkeit ins Gestein gepresst wurde, um es aufzusprengen. Alle Bestandteile galten damals als nicht oder schwach wassergefährdend. Heute ist das anders: zwei Produkte werden jetzt als wassergefährdend eingestuft. Die Bohrlöcher in Drensteinfurt und Hoetmar wurden später wieder zugeschüttet, weil die Gasausbeute aus Sicht des Konsortiums zu gering war. Erkenntnisse über Umweltbelastungen liegen nach Angaben der Bezirksregierung nicht vor.