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Mike Mathis
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Gedenken in Ahlen

Zur Erinnerung an das Kriegsende vor 71 Jahren haben sich am Vormittag rund 300 Schülerinnen und Schüler auf dem Ostfriedhof in Ahlen versammelt. An der Gedenkstätte für die ums Leben gekommenen Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion legte Bürgermeister Alexander Berger einen Kranz nieder. Unter dem Motto „Erinnern heißt Handeln“ sprach sich der Bürgermeister zusammen mit den Schülern der weiterführenden Schulen gegen Gewalt und Ausgrenzung aus. Zwischen 1942 und 1945 haben nach Schätzungen in Ahlen etwa 2000 Zwangsarbeiter unter unwürdigen Bedingungen gelebt und geschuftet. 127 von ihnen starben. An der Gedenkstätte werde heute aller Menschen gedacht, die den Schrecken des Zweiten Weltkrieges in Europa und der ganzen Welt zum Opfer fielen. "Wir bekennen uns zu den Werten der Völkerverständigung und verpflichten uns zum friedlichen Miteinander der Nationen", so Berger wörtlich. Als Gäste begrüßte er die Töchter von Dr. Paul Rosenbaum, Gertrud Buse und Anneliese Hübner. Rosenbaum ging als "Retter von Ahlen" in die Geschichte ein. Er hatte am 31. März 1945 die Stadt kampflos den US-Truppen übergeben. Nach der Gedenkstunde auf dem Friedhof führte der "Weg der Erinnerung" die Schüler dann über den Dr.- Paul-Rosenbaum-Platz zum Marktplatz.  Zum Abschluss der Kundgebung zum Kriegsende stiegen Ballons vom Marktplatz auf.