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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Gericke lehnt erweiterten Unterhaltsvorschuss ab

Zum Jahreswechsel soll ein neues Gesetz zum sogenannten Unterhaltsvorschuss in Kraft treten. Landrat Olaf Gericke schlägt jetzt dagegen Alarm. Den Unterhaltsvorschuss zahlen Jugendämter an Alleinerziehende, wenn der andere Elternteil den Unterhalt nicht zahlen kann oder will.

Der Unterhaltsvorschuss wird zurzeit maximal für sechs Jahre gezahlt, oder bis das Kind zwölf Jahre alt ist. Nach dem neuen Gesetz soll er unbegrenzt bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Das klinge auf den ersten gut, sagt Gericke. Aber am Ende hätten die Empfänger – meist sind es alleinerziehende Mütter – kaum was davon. Viele beziehen Hartz 4: Und das wird dann mit dem Unterhalt verrechnet.

Stattdessen führe das Gesetz zu erheblichen Mehrkosten beim Kreis und zu mehr Arbeit bei Jugendämtern und Jobcentern, warnt Gericke. Gericke appelliert deshalb jetzt an die Abgeordneten in Bundes- und Landtag, das Gesetz noch zu stoppen.