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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Jugendamt muß häufiger eingreifen

Immer häufige müssen die Jugendämter in NRW und im Kreis Warendorf Schutzmaßnahen für Kinder und Jugendliche ergreifen. Das zeigen Zahlen des statistischen Landesamts. Die mit Abstand meisten dieser Schutzmaßnahmen gelten minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Eltern eingereist sind. 2016 waren das hier im Kreis allein 161 von insgesamt 218 Fällen. Im Jahr davor waren es nur neun von 60 Fällen. Wenn man die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge rausrechnet, sind Eingriffe der Jugendämter sogar leicht rückläufig. Der häufigste Grund in diesen Fällen ist nach wie vor die Überforderung der Eltern oder Elternteile. Wenn ein Kind oder Jugendlicher in Obhut genommen wird, dann meist auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei, seltener auf eigenen Wunsch des Kindes, oder durch Hinweise von Lehrern, Ärzten, Verwandten oder Nachbarn.