Responsive image

on air: 

Leonie Lagrange
---
---
Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Kampf gegen Krankenhauskeime

Etwa 15.000 Todesfälle im Jahr soll es bundesweit durch Infektionen geben, die sich die Patienten in Krankenhäusern zuziehen. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Daten der Berliner Charité. Viele dieser Infektionen seien aber kaum zu vermieden, insgesamt sei der Trend sogar rückläufig. Das sagt der Fachpfleger für Krankenhaushygiene am Warendorfer Josephshospital, Michael Peeters. Und das, obwohl die Patienten gefährdeter seinen als früher. Sie werden nämlich immer älter und kämen mehrfach erkrankt in die Klinik. Eine Zahl für Todesfälle durch sogenannte nosokomiale Infektionen konnte Peeters für sein Haus nicht nennen:
{media:1}
Mit MRSA-Infektionen sind diejenigen durch multiresistente Keime gemeint. Sie machen aber nur einen kleinen Teil der Infektionen im Krankenhaus aus.  Insgesamt seien zwei Drittel der Infektionen aber kaum vermeidbar, sagt Peeters:
{media:2}
Oft seien es körpereigene Keime der Patienten, die zu Infektionen führen - wenn zum Beispiel beim Intubieren ein Keim aus dem Nasen- oder Rachenbereich in die Lunge gelange. Wegen dieses Risikos werde man aber nicht auf  lebenserhaltende Beatmung verzichten.