Responsive image

on air: 

Lars Niermann
---
---
Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Kunstfälscherprozess beginnt heute

Einer der größten Kunstfälscherskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte wird ab heute vor dem Kölner Landgericht verhandelt. Der Betrug flog auf als vor rund einem Jahr in Ahlen zwei gefälschte Bilder beschlagnahmt wurden. Das Betrüger-Quartett hatte versucht, den Direktor des Ahlener Kunstmuseums, Burkhard Leismann, in einen ihrer Deals einzuspannen. Vermeintliche Bilder von Derain und Léger sollten für sechs Millionen Euro verkauft werden. Der Deal platzte in letzter Minute. Zwei Tage danach wurde ein verdächtiges Ehepaar in Freiburg verhaftet. Rund 15 Jahre lang soll es den beiden und zwei weiteren Beschuldigten gelungen sein, Fälschungen berühmter Maler der frühen Moderne in Umlauf zu bringen - und dafür fast 16 Millionen Euro kassiert zu haben. Der Ahlener Museumsdirektor Leismann wird in dem Mammutprozess auch als Zeuge aussagen.