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Markus Bußmann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Landräte kritisieren erneut NRW-Zuweisungspraxis

Die Verwaltungs-Chefs des Münsterlandes üben weiterhin Kritik an der aktuellen Praxis des Landes bei der Zuweisung von Flüchtlingen. Sie sehen immer noch Diskussionsbedarf – auch nach der Ankündigung von NRW-Innenminister Jäger, Veränderungen bei der Zuweisung vornehmen zu wollen. Die Landräte und Vertreter der Münsterlandkreise hatten sich im Kreishaus in Coesfeld getroffen, um nocheinmal über die aktuelle Lage zu sprechen. Landrat Olaf Gericke wurde beim Treffen von Ordnungsdezernentin Petra Schreier vertreten. Das Fazit des Treffens: Die unterschiedliche Verfahrensweise in NRW habe dazu geführt, dass  viele münsterländische Kommunen im vergangenen Jahr überproportional viele Flüchtlinge aufnehmen mussten – ohne einen entsprechenden finanziellen Ausgleich. Man sei hier längst an der Grenze des Machbaren angelangt. Viele Großstädte in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln hätten dagegen ihre Aufnahmeverpflichtungen nicht erfüllt.  Alle Kommunen sollten gerecht und ausgewogen in die Pflicht genommen werden, hieß es zum Abschluß des Treffens.