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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Prozess gegen Bundeswehrsoldaten beginnt

Ein in Ahlen stationierter Bundeswehrsoldat steht ab heute vor dem Amtsgericht. Ihm wird eine ganze Reihe von Delikten vorgeworfen, unter anderem Missbrauch der Befehlsbefugnis, Nötigung, Misshandlung von Untergebenen und Körperverletzung. Die meisten Vorwürfe gegen den Ausbilder beziehen sich auf eine inoffizielle Feier in einem Sportlerheim. Sie ist – wie es aussieht – völlig aus dem Ruder gelaufen. Der Angeklagte soll einer Soldatin übers Gesicht geleckt haben. "Was ich angeleckt habe, ist meins“ soll er zu ihr gesagt haben. Einem weiteren Untergebenen soll er dort befohlen haben, immer wieder neue alkoholische Getränke zu bringen. Die musste er dann aber selbst austrinken - solange bis er völlig betrunken war und sich nicht mehr regte. Seine Kameraden durften ihn dann aber nicht zurück in die Kaserne bringen. Ihnen wurde befohlen, vor Ort zu bleiben. Dann soll der Angeklagte noch einem Soldaten den Führerschein weggenommen, ihn als tolpaschig und vergesslich beschimpft haben. Dafür solle er sich entschuldigen, sonst würde er seinen Fühgrerschein nicht zurückbekommen. Die Bundeswehr hat auch schon auf die Vorwürfe reagiert. Der Ausbilder wurde schon vor einiger Zeit von seinen Aufgaben abgezogen. Er ist zwar noch Angehöriger der Streitkräfte, darf aber keine Uniform tragen. Der Prozess beginnt um 9:30 Uhr. Am 3. Juli wird er dann fortgesetzt.