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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Prozess um Somalia-Söldner

Zwei ehemalige Geschäftsführer der Sicherheitsfirma Asgaard – damals mit Sitz in Telgte – stehen seit gestern vor dem Amtsgericht Münster. Sie wollten Söldner aus dem Münsterland nach Somalia schicken, so der Vorwurf. Die beiden Angeklagten selbst kommen aus Dolberg und aus Münster. Der Vertrag dazu sei 2009 in einem Frankfurter Hotel mit dem damals selbsternannten Präsidenten von Somalia geschlossen worden. Das Problem: der Präsident sei von den Vereinten Nationen nicht anerkannt worden. Bis zu 4 Millionen Euro sollte die Sicherheitsfirma in Somalia für ihre Dienste bekommen, hieß es aus dem Vertrag. Allerdings es kam nicht dazu – in Somalia waren sie nie und zu keinem Zeitpunkt sei Geld geflossen, so der 47jährige Angeklagte aus Münster, der zunächst befragt wurde. Nächste Woche Donnerstag geht der Prozess weiter.