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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Schwere Unwetter im Münsterland

Schwere Unwetter haben am Nachmittag und Abend das Münsterland heimgesucht. Straßen wurden innerhalb kürzester Zeit überflutet, Keller liefen voll, Bäume stürzten um. In der Stadt Münster kam ein Mann ums Leben. Eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt. 

Im Kreis Warendorf war es nicht ganz so schlimm. Aber auch hier hatte die Feuerwehr viel zu tun. Etwa 330 Einsätze hat unsere Feuerwehr bis zum frühen Morgen gezählt. Am Vormittag waren es dann schon 600 Einsätze. Und noch immer gehen neue Notrufe ein. Zahlenmäßig war Telgte der Schwerpunkt mit der Hälfte aller Notrufe. Aber auch Sendenhorst und Drensteinfurt sind betroffen, hieß es auf Nachfrage von Rado WAF von der Kreisleitstelle Feuer- und Rettungswesen.

Außerdem wurden Löschzüge und Rettungskräfte nach Münster, Hamm und in den Kreis Steinfurt entsandt. Die Einsätze dort dauern zum Teil auch noch an. Ein Bach in Drensteinfurt Mersch in außerdem über die Ufer getreten und hat zwei Straßen überflutet. Die Feuerwehr ist dort noch im Einsatz, um ein Düngemittellager vor den Wassermassen zu schützen.

Noch immer sind Polizei und Feuerwehren in der Region im Dauereinsatz. Mehr als 1000 Einsatzstellen werden allein in der Stadt Münster unter anderem mit Hilfe aus dem Kreis Warendorf abgearbeitet. Aus unserem Kreis wurden darüberhinaus Sanitätskräfte angefordert, weil man in Münster damit rechnen musste, ein Krankenhaus zu evakuieren. Im Stadtteil Kinderhaus ertrank ein 76-jähriger Mann in seinem überfluteten Keller, am Aasee stürzte ein Baum auf das Auto einer Frau und verletzte sie lebensgefährlich. 

Auch der Kreis Steinfurt wurde schwer getroffen, besonders die Stadt Greven. Dort wurde ein Krisenstab eingerichtet. Der Verkehr in den betroffenen Regionen wird auch heute noch massiv behindert sein: Viele Straßen sind immer noch überflutet. Auch der Zugverkehr ist teilweise lahmgelegt. Zwischen  Rheine und Münster falle einige Züge aus.