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Oliver Behrendt
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Serbische Familie in Handschellen abgeschoben

In Beckum sorgt die nächtliche Abschiebung einer fünf-köpfigen Familie nach Serbien für Unverständnis. Freunde und Nachbarn haben uns informiert. Das Ehepaar lebte mit seinen drei schulpflichtigen Kindern seit vier Jahren in Deutschland. Sie waren aus religiösen Gründen aus Serbien geflohen, fühlten sich dort bedroht. Auf unsere Nachfrage stellt der Kreis Warendorf klar: Die Ausländerbehörden seien reines Vollstreckungsorgan für die Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die Asylverfahren der Familie seien durch das BAMF abgelehnt worden. Damit bestand eine Ausreisepflicht für die Familie. Vorab hatte die Ausländerbehörde der Familie die Möglichkeit der freiwilligen Ausreise gegeben. Diese hätte mit gut 4.800 Euro durch den Kreis Warendorf gefördert werden können (es gibt ein eigenes Förderprogramm für die freiwillige Rückkehr von Personen aus sicheren Herkunftsstaaten). Von dieser Möglichkeit wollte die Familie jedoch keinen Gebrauch machen. Daher wurde sie von der Ausländerbehörde darauf hingewiesen, dass sie mit einer Abschiebung rechnen müsse.

Bei der Abschiebung in Beckum am Mittwoch früh um 4 Uhr wurden auch Handschellen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen, aber auch der Mitarbeiter der Ausländerbehörde, antwortet die Kreisverwaltung auf unsere Nachfrage. Grund seien verschiedene, in letzter Zeit häufiger vorgekommene Gewaltanwendungen Betroffener gegen die Mitarbeiter der Ausländerbehörde. Solche Übergriffe habe es auch bei Abschiebungen gegeben, die zunächst ganz ruhig abgelaufen seien, dann aber völlig unvorhersehbar eskalierten. Daher sei der Einsatz von Handschellen inzwischen Standard.  Serbien wird als sicheres Herkunftsland eingestuft.

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