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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Sexueller Missbrauch: Bischof fordert härtere Strafen

Bischof Felix Genn fordert ein Ende der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch in der Kirche und härtere Strafen für Täter. Das sieht er als zentrales Signal an die Opfer. Den Täter wäre klar, dass sie mit ihren Verbrechen nicht davon kommen werden, sagte Genn in einem Interview mit der Rheinischen Post. Sexueller Missbrauch könne und dürfe in der Kirche keinen Raum haben. Der Bischof verweist auf die sogenannten institutionellen Schutzkonzepte, die derzeit in den Pfarreien des Bistums erarbeitet werden. Er wehrt sich in dem Interview auch gegen Vorwürfe, dass die Kirche ein Staat im Staat sei. Jeder Verdachtsfall werde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, sagte genn. Nach seiner Ansicht muss schon vor der Priesterweihe bei der Prävention angesetzt werden. Als Priester müsse man damit leben, derzeit bei vielen Menschen unter dem Generalverdacht zu stehen, sexuell verklemmt und unreif zu sein. Aus dem jahrezehntelangen Vertrauensvorschuss, den sie gehabt hätten, sei ein Misstrauensvorschuss geworden.