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Markus Westerbeck
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Staatsanwaltschaft entlastet Polizei

Nach dem Beziehungsdrama Anfang Januar in Münster hat die Staatsanwaltschaft jetzt die Vorwürfe gegen die Polizei geprüft. Ein 33jähriger hatte eine Frau und sich auf offener Straße erschossen. Ein Ex-Freund der Frau hatte Vorwürfe gegen die Polizei erhoben, sie habe das Opfer nicht genügend geschützt. Die Staatsanwaltschaft sieht nach eingehender Prüfung keine Anhaltspunkte dafür, dass sich einer der zuständigen Polizeibeamten etwas habe zuschulden kommen lassen. Ein Ermittlungsverfahren wird es dementsprechend nicht geben. Zwar habe die Frau Drohanrufe von dem 33jährigen bekommen, die Polizei habe aber nach jeder Bitte um Hilfe das Mögliche getan, um sie zu schützen. Die Staatsanwaltschaft gab zu bedenken: allein im vergangenen Jahr habe es mehr als 3000 Verfahren zu Bedrohungen gegeben, und mehr als 400, bei denen Menschen nachgestellt wurde. Bei solchen Dimensionen sei Personenschutz durch Polizeibeamte im Regelfall nicht möglich, und das Bedrohungen tatsächlich zu Tötungsdelikten eskalieren sei eine „absolute Ausnahme“.