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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Staatsanwaltschaft ermittelt in Sachen Mops

Die Affäre um einen von der Stadt Ahlen gepfändeten und übers Internet verkauften Mops wird zum Kriminalfall: Nach der Prüfung einer Strafanzeige wegen Betruges sieht die zuständige Staatsanwaltschaft Münster einen Anfangsverdacht bestätigt. Sie hat daher Ermittlungen eingeleitet. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Die Käuferin des Mopses, eine Polizeibeamtin aus Wülfrath bei Wuppertal, hatte einen Vollziehungsbeamten der Stadt Ahlen angezeigt. Sie fühlt sich nach Angaben ihres Anwalts betrogen, nachdem sie Mops «Edda» über Ebay für 690 Euro erstanden hatte. In der Internet-Offerte habe der Vollziehungsbeamte das Tier als «kerngesund» bezeichnet und einen Preis von «750 Euro VB» angegeben. Tatsächlich, so Anwalt Wolfgang Kalla, habe der Beamte gewusst, dass der Mops krank und höchstens 400 Euro wert gewesen sei. Seine Mandantin habe bereits Tierarztkosten von mehreren Tausend Euro gehabt, sagte Kalla. Er hat die Stadt daher auch zivilrechtlich verklagt.