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Leonie Lagrange
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Synagoge bleibt im Gedächtnis

Die ehemalige Synagoge in Warendorfs Fußgängerzone soll fest in die Erinnerungskultur der Stadt eingebunden werden. Dazu wurden in einem Gespräch mit Vertretern des jüdischen Lebens und Experten verschiedene Eckpunkte erarbeitet. Zu dem Treffen hatte Bürgermeister Jochen Walter nach dem Scheitern des musealen Nutzungskonzept für das Gebäude eingeladen. 
Mit dabei waren unter anderem Vertreter der Jüdischen Gemeinde in Münster, der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit und des Arbeitskreises jüdisches Leben in Warendorf. Um an die Synagoge zu erinnern, soll eine wissenschaftliche Schrift verfasst werden. Außerdem soll eine Tafel an dem Gebäude in der Fußgängerzone auf die Bedeutung hinweisen. Die Synagoge bleibt darüberhinaus durch Stadtführungen und historische Rundgänge im Gespräch. Bürgermeister Walter sicherte zu, die Erinnerung wachzuhalten. 1945 fand im Betsaal der ehemaligen Synagoge der erste jüdische Gottesdienst im Münsterland nach dem Holocaust statt.