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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Totschlagsprozess neu aufgerollt

Vor dem Landgericht Bielefeld wird der Prozess gegen eine 40-jährige Frau aus Rheda-Wiedenbrück neu aufgerollt. Sie war verurteilt worden, nachdem sie ihr neugeborenes Kind ausgesetzt hatte. Der Bundesgerichtshof war damit nicht einverstanden. Das erste Urteil lautete auf vier Jahre Haft wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit Aussetzung und gefährlicher Körperverletzung. Im Revisionsverfahren hat der Bundesgerichtshof geurteilt, dass die tateinheitliche Verurteilung wegen Aussetzung entfällt. Die Strafkammer in Bielefeld muss nun eine neue Strafe festsetzen. Die Frau hatte Mitte Juni 2015 in einem abgelegenen Rohbau ohne Hilfe ihr Kind geboren. Die Schwangerschaft war ungewollt. Danach legte sie das Kind in einer Einkauftasche in der Nähe eines Parkplatzes ab, wo es von Fußgängern entdeckt wurde.