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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Twente rückt näher - IHK "enttäuscht"

Das Provinzparlament Overijssel hat sich am Abend mehrheitlich für den Ausbau des ehemaligen Militärflughafens in Twente ausgesprochen. Wenn jetzt auch der Staat grünes Licht gibt, soll ein Investor zum Ausbau und Betrieb des Flughafens gefunden werden. Durch den Regionalflughafen sollen 2.700 neue Jobs entstehen - er wird allerdings als Konkurrenz zum Flughafen Münster-Osnabrück gesehen. Beim FMO nahm man die Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis. FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer sieht allerdings keinen Grund für Nervosität. Der FMO habe als langjährig etablierter Flughafen mit einem hervorragend ausgebauten Flugplan und einem festen Markt einen großen Vorteil gegenüber einem neuen Airport, sagte er. Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in Münster, nannte den Beschluss „absehbar", zeigte sich aber trotzdem enttäuscht. Der Beschluss zeige, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Flugverkehr schlecht funktioniere. Zwei Flughäfen im Abstand von 60 Kilometern seien volkswirtschaftlich unsinnig. Abwarten dürfe die Region deshalb aber nicht - man sei selbstbewusst genug, jetzt erst recht die Ausbaupläne für den FMO voranzutreiben.