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Lars Niermann
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Ungültige Ehen im Bistum Münster

Der Gerichtshof des Bistums Münster hat im letzten Jahr 235 Ehenichtigkeitsverfahren entschieden.  In 201 Fällen ist das Gericht zum Schluss gekommen, dass die Ehen kirchenrechtlich ungültig sind. 16 Verfahren wurden negativ beschieden, 18 Verfahren eingestellt. Die Betroffenen können demnach kirchlich neu heiraten.  Hauptklagegründe sind der mangelnde Ehewille oder auch die Eheunfähigkeit, heiß es vom Bistum. Eine Trauung muss nicht unbedingt gültig sein, wenn z. B. zum Zeitpunkt der kirchlichen Eheschließung Nachkommen ausgeschlossen wurden, oder auch der freie Ehewille beeinträchtigt war. Bei den Verfahren wurden etwa 370 Zeugenvernehmungen durchgeführt. Die Verfahren werden meistens schriftlich geführt. Jedes Urteil des Bistums Münster muss in einer 2. Instanz durch das Ehegericht des Erzbistums Köln überprüft werden. Erst dann kann es gültig werden.