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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Verurteilter Ausbilder will in Berufung gehen

Nach Feierexzessen in einer Bundeswehrkaserne in Ahlen will der ehemalige Ausbilder seine Verurteilung nicht akzeptieren – er geht in Berufung, heißt es jetzt vom Landgericht in Münster. Der 30-jährige war zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Verteidiger des Mannes hatte Anfang Juli einen Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine Geldstrafe ausgesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Ausbilder bei einer Feier zum Abschluss der Ausbildung Untergebene entwürdigend behandelt und genötigt hatte. Auch soll er im Herbst letzten Jahres einen Rekruten in den Unterleib geboxt haben. Einer 18 Jahre alten Soldatin hat er nach Überzeugung des Gerichts über das Gesicht geleckt und zu seinem Eigentum erklärt. Ein Termin für das Berufungsverfahren in Münster steht aber noch nicht fest.