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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Verurteilter Terrorist bleibt vorerst in Beckum wohnen

Die geplante Ausweisung eines wegen Terrorismus verurteilten Beckumers beschäftigt gleich zwei Gerichte. Der gebürtige Jordanier war im Oktober 2005 zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er mit Gesinnungs-genossen Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Berlin und Düsseldorf vorbereitet hatte. Die Kreisverwaltung wollte ihn 2007 bereits ausweisen. Dagegen wehrte der Mann sich - er habe ein Kind deutscher Staatsangehörigkeit und sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Das Verwaltungsgericht Münster entschied, die Ausweisung sei rechtens. Trotzdem bleibt der Mann vorerst weiter in Beckum. Das geht auf eine Eil-Entscheidung des für das Asylverfahren zuständigen Verwaltungsgerichtes Arnsberg zurück. Eine endgültige Entscheidung müsse im Rahmen des Klageverfahrens noch getroffen werden, sagte uns der vorsitzende Richter. Ein Sprecher des Kreises war für eine Stellungnahme heute nicht zu erreichen.