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Mike Mathis
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Viele Anträge rund um den Prozeß zum Holzklotzmord

Im Prozeß um den sogenannten Holzklotzmord gab es vor dem Oldenburger Landgericht heute einen weiteren Verhandlungstag. Dabei wurden weitere Zeugen vernommen. So sagte ein Polizeiarzt zum Zustand des drogenabhängigen Angeklagten während der Vernehmungen aus. Der 30jährige Angeklagte hatte gestanden, durch den Wurf eines Holzklotzes von einer Autobahnbrücke eine 33jährige Mutter aus Telgte getötet zu haben. Die Verteidigung führt das aber auf Entzugserscheinungen während des Verhörs zurück. Der Arzt sagte dagegen heute aus, der Mann habe nicht unter Entzug gestanden. Zu Beginn des Prozesstages hatte der Verteidiger eine Flut neuer Anträge gestellt. Unter anderem kritisierte er Rechtsbeistände für aussagende Polizisten - da der Steuerzahler dafür aufkommen müsse, stellte er Strafanzeige wegen „Haushaltsuntreue". Die Strafkammer lehnte zudem einen weiteren Antrag auf Zuteilung eines zweiten Pflichtverteidigers ab.