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Leonie Lagrange
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Wurstkartell: Auch Stockmeyer muss Strafe zahlen

Gegen zahlreiche deutsche Wursthersteller, darunter auch die Fleischwarenfabrik Stockmeyer aus Füchtorf, hat das Bundeskartellamt hohe Geldbußen verhängt. Insgesamt sollen 21 Unternehmen 338 Millionen Euro zahlen.

Nach Angaben der Wettbewerbs-Behörde hat das Wurstkartell jahrelang verbotene Preisabsprachen getroffen. Für Produkte wie Brühwurst oder Schinken seien so höhere Preisforderungen an den Einzelhandel durchgesetzt worden. Neben Stockmeyer waren noch weitere Unternehmen aus der Region an dem Kartell beteiligt: unter anderem Wiesenhof aus Rietberg, Unternehmen der Clemens-Tönnies-Gruppe mit Sitz in Rheda, sowie die Reinert Holding und die Firmen Heinrich Nölke und Franz Wiltmann aus Versmold.

Über die Höhe der Einzelbußgelder erteilt das Bundeskartellamt keine Informationen. Die Spanne reicht von einigen Hunderttausend Euro bis hin zu höheren Millionenbeträgen. Die hohe Gesamtsumme ergebe sich aus der Vielzahl der beteiligten Unternehmen und der Dauer des Kartells, heißt es von der Behörde. Der Großteil des Gesamtbußgeldes entfällt auf konzerrnzugehörige Kartellmitglieder. Kleinere und mittelständische Unternehmen aus dem Kartell zahlen im Schnitt zwei Prozent ihres Jahresumsatzes als Strafe.