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Simon Pannock
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Archiv der Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Zweiter Verhandlungstag im Mordprozess um Holzklotz Wurf

Am zweiten Verhandlungstag im so genannten Holzklotz Prozess hat heute der Ehemann der getöteten Frau aus Telgte ausgesagt. Der 37 jährige tritt im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht als Nebenkläger auf: Er habe während der Fahrt auf der Autobahn einen Knall gehört und sei auf den Seitenstreifen gefahren. Erst dann habe er bemerkt, dass seine Frau auf dem Beifahrersitz von einem Holzklotz getroffen und getötet worden war. Der Ehemann trug nach Ansicht seines Anwaltes mit guten und detaillierten Beschreibungen des Unglücksablaufes hilfreich zum weiteren Verfahren bei. Gerade der genaue Tathergang wird den Prozeß noch beschäftigen. Bei der Aussage wurde deutlich, dass das durch den geworfenen Holzklotz getroffene Auto alleine auf der Autobahn fuhr. Erst 500 Meter hinter dem Fahrzeug fuhr der nächste Wagen. Das spräche nach Aussage des Anwaltes dafür, dass dieses Auto gezielt getroffen werden sollte. Durch die Zeugenaussage hätten sich weitere Indizien ergeben. Der Prozeß wird am Dienstag mit einer weiteren Zeugenvernehmung fortgesetzt. Angeklagt ist der 30 jährige Nicolai H.: er soll den Holzklotz am Ostersonntag von der Autobahnbrücke geworfen haben. Er hatte nach seiner Verhaftung zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses dann aber später widerrufen.