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Marvin Konrad
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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Blackout oder Gasmangellage: Krisenstäbe bereiten sich vor

Bürgermeister-Sprecher Berger, Landrat Gericke, Kreisbrandmeister Gottmann, Krissenstabsleiterin Schreier, Energiefachmann Gröpper aus der Kreisverwwaltung

v.l. Bürgermeistersprecher Berger, Landrat Gericke, Kreisbrandmeister Gottmann, Krisenstabsleiterin Schreier, Energiefachmann Gröpper (Kreisverwaltung)

Der Kreis Warendorf und die Kommunen bereiten sich auf einen möglichen Blackout im Herbst/Winter vor. Das andere Szenario für die Krissenstäbe ist eine mögliche Gasmangel-Lage.

Am Donnerstag-Mittag wurden Einzelheiten von Landrat und Kreisbrandmeister sowie der Krisenstabsleitung genannt. Petra Schreier vom Kreis Warendorf leitet den Krisenstab. Sie sagte uns:  Seit Anfang der Sommerferien gibt es eine Task-Force „Energiekrise“:

Der Kreis Warendorf bereitet sich auf den Notfall vor

 

Nach Erlass des Innenministeriums prüfen auch die Kommunen ihre Checklisten und Bestände für den Notfall, um handlungsfähig zu sein in einer möglichen Katastrophenlage.

Das wäre zum Beispiel ein flächendeckender Stromausfall über 72 Stunden. Verwaltung und Bauhof, Feuerwehr / Rettungssdienst sowie Polizei müssen arbeitsfähig bleiben, sagte Landrat Olaf Gericke.

Der Kreis Warendorf hat sich mit Benzin und Öl versorgt, entsprechende Verträge mit Tankstellen abgeschlossen, die eine Notstromversorgung haben. Auch die Kommunikation für den Katastrophenfall sei sichergestellt: man habe schon vor drei Jahren 30 Satellitentelefone beschafft.

Auch Bürger sollten Maßnahmen zur Notfallvorsorge treffen

 

Der Staat oder der Kreis können nicht für jeden Bürger alles vorrhalten, stellte Landrat Gericke fest. Da sei jeder für sich selbst in der Verantwortung sich zu fragen: Was könnte meine Familie benötigen? Das gilt vor allem für Trinkwasser, Medikamente, haltbare Lebensmittel, Kerzen und Taschenlampen. Gericke betonte die Eigenverantwortung zur Eigenvorsorge.

Jeder Bürger solle sich für die persönliche Notfallvorsorge vorbereiten. Auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finde man Checklisten und Empfehlungen, hieß es beim Pressetermin.

Der Kreis Warendorrf erstellt derzeit auch eine Liste mit möglichen Orten, die bei einem Blackout als "Wärrmestuben" oder "Bürgerstuben" für Menschen in Not zur Verfügung stehen können. Geplant ist ein Faltblatt mit allen wichtigen Infos.

Auch eine Art Landkarte als Übersichtsplan auf der Homepage des Kreises. Wichtige Informationen sollen sich die Bürger aber ausdrucken, denn bei einem Stromausfall funktioniere kein Internet, so die Experten.

Petra Schreier als Ordnungsdezernentin ist ein Punkt am Herzen: Angehörige von daheim zu pflegenden Beatmungspatienten sollen auch Vorsorge treffen, was zum Beispiel einen zweiten Akku oder Notstrom betrifft. Der Kreis Warendorf habe derzeit noch keinen Überblick, um wie viele Menschen es sich handelt.

Das Kreishaus kann im Bedarfsfall auch mit Öl geheizt werden. Die Kreisverwaltung hat einen vorhandenen Tank befüllt und kann alternativ zur Gas-Einspeisung auf Ölbrenner umstellen, um im Notfall zum Beispiel die Leitstellen und wichtige weitere Räume heizen zu können, damit diese Bereiche arbeitsfähig bleiben.

 

 

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