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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Forscher arbeiten Missbrauchsfälle im Bistum auf

Bischof Felix Genn, Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels Foto: WWU/MÃŒnsterview/Tronquet

Mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bei uns beschäftigt sich aktuell ein Historiker, der das Ganze mit seinem Team von der Uni Münster untersucht. Bistum und Universität haben jetzt Einzelheiten zu dem mehrjährigen Projekt mitgeteilt. Das Bistum selbst hat den Anstoss zu der Untersuchung gegeben.

Der Wissenschaftler der Uni Münster Thomas Großbölting soll mit seinem Team möglichst genau Taten von 1945 bis 2018 dokumentieren. Außerdem soll er klären, was aufgedeckt und was verborgen blieb. Dazu hat der Historiker freien Zugang zu allen Akten und darf die Ergebnisse veröffentlichen, heißt es vom Bistum. Das wurde ihm vertraglich zugesichert. Für die Studie sollen neben der Aktenauswertung auch Betroffene, Beschuldigte und Verantwortliche befragt werden. Ein Ergebnis soll frühestens 2022 vorliegen.

Die katholische Kirche hatte vor einem Jahr eine Studie herausgebracht: Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 mindestens 3.677 Minderjährige von katholischen Geistlichen missbraucht worden sein.