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Dennis Grollmann
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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Impfzentrum Ennigerloh hat weniger Kapazität zum Start als andere Impfzentren der Region

Gestern (15.12.) wurde das Corona-Impfzentrum für den Kreis Warendorf vorgestellt. Es steht als Zeltkonstruktion in Ennigerloh auf dem Geländer der Abfallwirtschafts-Gesellschaft. Alles ist bereit, jetzt fehlt nur noch der Impfstoff. Zuerst sollen dann mobile Impfteams in Pflege- und Altenheimen impfen.

Auch in der Region sind die Impfzentrum fertig und gestern oder heute (16.12.) vorgestellt worden. Und es fällt auf: überall sind die Impfzentren größer und können mehr Menschen pro Tag impfen als hier imn Ennigerloh. Hier sind zwei sogenannte Impfstraßen einsatzbereit: nach Aussage der Verantwortlichen von Kreisverwaltung und Kassenärztliche Vereinigung: 480 Menschen können also täglich geimpft werden.

In Münster wurde das Impfzentrum vorgestellt: in einer Messehalle (MCC) sind bis zu 2.400 Impfungen am Tag möglich. Das sind über vier mal mehr, aber Münster hat nicht vier mal mehr Einwohner als der Kreis Warendorf (sondern nur 27.000 mehr). Im Kreis Steinfurt soll am FMO geimpft werden. Auch dort wird eine Tageskapazität von 2.000 Menschen genannt. Der Kreis Steinfurt hat zwar 160.000 mehr Einwohner, aber eben nicht vier mal mehr als der Kreis Warendorf (288.000). Im Kreis Gütersloh plant man mit acht Impfstraßen.

Bei uns sind es erst einmal zwei. Laut deren Kreis-Homepage wären also auch 2.000 Impfungen möglich.Im Kreis Coesfeld leben 60.000 weniger Menschen als hier bei uns, aber die planen für 700 geimpfte Menschen täglich im Impfzentrum in einer Eventhalle in Dülmen. Und in Hamm wurde das Impfzentrum in einer Dreifach-Turnhalle errichtet. Geplante Impf-Kapazität dort: 600 Menschen am Tag. Hamm hat 100.000 weniger Einwohner als wir. Jede impfwillige Person erhält im Abstand von 21 Tagen zwei Impfungen.

Und das hat uns der Kreis Warendorf zu unserer Anfrage geantwortet:

"Alle Zahlenangaben beruhen auf Schätzungen mit teilweise unterschiedlichen Grundlagen. Die Angaben sind also nicht 1:1 vergleichbar. So setzen wir z.B. gerade in der Anfangszeit verstärkt darauf, dass mobile Impfteams in Einrichtungen impfen werden. Diese Zahl haben wir - wie gestern beim Pressetermin berichtet - bei den Impfzentren nicht eingerechnet. Unser Impfzentrum wird in den ersten Wochen wahrscheinlich keine so große Rolle spielen. Zu Beginn werden wir deshalb vermutlich in Ennigerloh die geschätzte Anfangs-Kapazität von 480 nicht komplett ausschöpfen, weil ein Großteil der Impfungen in Heimen etc. durchgeführt wird.

Auch die anderen Kreise und Städte gehen davon aus, dass sie zu Beginn die genannten theoretischen Maximalkapazitäten bei Weitem nicht ausschöpfen werden. Bei den Zahlen werden zudem teilweise Äpfel mit Birnen verglichen. So beziehen einige Kreise oder Städte entweder die mobilen Teams für Einrichtungen ein oder gehen davon aus, dass auch Heimbewohner ins Impfzentrum gebracht werden, was bei uns (im Kreis Warendorf) nicht geplant ist.

Wie berichtet gehen wir derzeit von einer Kapazität von bis zu 1000 Impfungen im Kreis am Tag aus. Wenn wir das Impfzentrum um eine oder weitere Impfstraßen erweitern, was je nach Umfang innerhalb von ein bis zwei Wochen möglich ist, könnten wir natürlich theoretisch deutlich mehr Menschen impfen - alles unter der Voraussetzung, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.  Größte und wichtigste Unbekannte für alle 54 Kreise und kreisfreien Städte in NRW ist also der Impfstoff. Er soll proportional zur Einwohnerzahl zugeteilt werden.  30 Stellplätze stehen in unmittelbarer Nähe für die erste Stufe des Impfzentrums bereit. Diese Zahl reicht aus, da nur nach Terminvergabe geimpft wird. Bei Bedarf können weitere Stellplatzflächen kurzfristig (auf dem AWG-Gelände am Impfzentrum) in Betrieb genommen werden."

 

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