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Markus Westerbeck
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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Jeder dritte Schüler im Kreis Warendorf hat Zuwanderungsgeschichte

Im vergangenem Schuljahr gingen auf die allgemeinbildenden Schulen im Kreis knapp 31.000 [30.972] Schüler, die eine Zuwanderungsgeschichte hatten. Laut dem Statistischen Landesamt sind das anteilig knapp 34 Prozent [33,9], also ziemlich genau jeder Dritte Schüler.

Der Kreis Warendorf liegt damit unterm NRW-Durchschnitt von knapp 40 Prozent. In beiden Fällen ist es das vierte Schuljahr in Folge, in dem der Anteil von Schülern mit Zuwanderungs-Hintergrund  leicht zunimmt - ihre Zahl geht dagegen aber leicht zurückgeht. Unterschiede gibt es im Kreis innerhalb der Schul-formen.

An den Sekundar- und  Gesamt-schulen liegt der Anteil um die 40 Prozent, auf den Gymnasien und Realschulen sind es nur um die 20 Prozent. Als Schülern mit Zuwanderungs-Geschichte zählen Kinder und Jugendliche, die im Ausland geboren wurden – oder mindestens ein Elternteil haben, auf das dies zutrifft.

Hintergrund:

900 000 und damit mehr als ein Drittel
(36,9 Prozent) der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und
beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in
Nordrhein-Westfalen hatten im Schuljahr 2018/19 eine Zuwanderungsgeschichte.
Das waren 1,6 Prozentpunkte mehr als im Schuljahr 2017/18 (35,3 Prozent).
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt
mitteilt, verzeichneten die Städte Duisburg (53,2 Prozent) und
Gelsenkirchen (53,1 Prozent) landesweit die höchsten Anteile. In den
Kreisen Borken (19,7 Prozent) und Coesfeld (16,0 Prozent) waren die Quoten
am niedrigsten.

Je nach Schulform unterschieden sich die Anteile der Schülerinnen und
Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen Gesamtschülerzahl: An
Hauptschulen war die Quote mit 56,8 Prozent am höchsten, gefolgt von Real-
(47,3 Prozent) und Grundschulen (43,6 Prozent).

Als Personen mit Zuwanderungsgeschichte gelten in der Schulstatistik
Schüler, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind
und/oder Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und
nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der
Familie nicht Deutsch ist. (IT.NRW)