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Lars Niermann
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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Kreis Warendorf ist seit Mitternacht Corona-Risikogebiet

Der Kreis Warendorf ist ab Mitternacht Corona-Risikogebiet, das meldete am Abend der Kreis Warendorf. Derzeit liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert über 50. Das bedeutet, dass im gesamten Kreisgebiet die weiteren Einschränkungen insbesondere für Feiern und Kontakten in der Öffentlichkeit gelten.

Dazu heißt es vom Kreis Warendorf:

Das Corona-Infektionsgeschehen im Kreis Warendorf entwickelt sich weiterhin dynamisch. Nachdem der Kreis am Freitag den kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner noch knapp unterschritten hatte, wird dieser Wert am Samstag (17. Oktober) über 50 liegen.

Beim Gesundheitsamt des Kreises gingen bis Freitag um 17 Uhr über 20 weitere Meldungen ein, die am Samstag um 0 Uhr in die offizielle Statistik des Landes einfließen werden. Damit gilt der Kreis Warendorf ab dann als Corona-Risikogebiet.

Das bedeutet unter anderem, dass weitere Einschränkungen insbesondere für Feiern und Kontakten in der Öffentlichkeit gelten. „Bei uns im Kreis werden ab Samstag die vorab erwähnten Vorgaben aus der vom Land am Freitag angekündigten neuen Coronaschutzverordnung gelten“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke.

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis um Verständnis für diese Einschränkungen und darum, ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten – insbesondere durch den Verzicht auf unnötige Kontakte“, appellierte der Landrat.

Die neuen verschärften Regeln für den Kreis Warendorf: 

Erweiterungen der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Er gilt auch draußen überall dort, wo Menschen dichter zusammenkommen, sowie in öffentlichen Gebäuden.  Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino etc.) auf 100 Personen.  Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen u.ä.) auf maximal fünf Personen aus verschiedenen Haushalten  Einführung einer Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie ebenfalls ab 23 Uhr ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol auch in Geschäften und an anderen Verkaufsstellen. 

Weitergehende verbindliche Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feiern auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum (z.B. Gaststätten). Zudem wird empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken. 

„Weiterhin steht bei uns im Gesundheitsamt die Ermittlung von Kontaktpersonen der Infizierten im Mittelpunkt. Diese müssen schnell unter Quarantäne gestellt werden, damit wir weitere Ansteckungen verhindern. Dabei werden wir auch personelle Unterstützung der Bundeswehr erhalten“, sagt der Landrat.

Aus eigener Kraft hat der Kreis seinen Personalbestand für die Kontaktpersonennachverfolgung im Gesundheitsamt auf 80 Personen aufgestockt. Ein weiterer zentraler Punkt sei außerdem, die Vorschriften wie die Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit zu kontrollieren. „Dazu wird die Polizei das Ordnungsamt in Ahlen unterstützen“, berichtet Dr. Gericke.

Da sich das Ausbruchsgeschehen besonders auf die Stadt Ahlen konzentriert, wurden dort nach Absprache von Kreis und Stadt die Corona-Regeln wie berichtet bereits gestern deutlich verschärft. Diese strengeren Regeln, die vor allem in einem Punkt (verbindliche Obergrenze von zehn Personen aus nur zwei verschiedenen Haushalten für Treffen in privaten Räumen) über die Coronaschutzverordnung hinausgehen, gelten weiterhin bis einschließlich zum 29. Oktober.

„Die verschärften Vorschriften machen deutlich, dass wir uns derzeit in einer ernsten Situation befinden. Wir müssen deshalb jetzt die Weichen für die nächsten Wochen und Monate stellen.

Jeder Einzelne ist nun gefordert, sich verantwortungsvoll zu verhalten“, ermahnt Krisenstabsleiterin Petra Schreier weiter zur Vorsicht.

 

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