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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Nach Amokfahrt in Münster: Polizei legt Abschlussbericht vor

Rund 16 Monate nach der Amokfahrt von Münster mit insgesamt fünf Toten hat die Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt. Bei der Staatsanwaltschaft sind inzwischen die letzten zwei von jetzt insgesamt 17 Verfahrensordnern eingegangen. Ein Behördensprecher sagte, die Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen.

Der Abschlussbericht bestätigte ein schon bekanntes  Ermittlungsergebnis: Die Schusswaffe, mit der sich Amokfahrer nach seiner Tat selbst gerichtet hatte, stammt aus Serbien. Es bleibt aber ungeklärt, wie er an sie herangekommen ist. Im April letzten Jahres war der  Mann mit einem Kleinbus auf einem Restaurant-Vorplatz gerast – vier Menschen starben, mehr als 20 wurden  teilweise lebensgefährlich verletzt.

Ein strafrechtlich relevantes Versagen auf Behördenseite sieht die Staatsanwaltschaft nicht: Der psychisch labile Täter habe sich zwar an einzelne städtische Dienste oder Behörden gewandt. Hinweise auf seine spätere Tat konnte man daraus aber nicht ableiten.  Es habe keine Anzeichen für ein fremdaggressives Verhalten oder eine Selbsttötungsabsicht gegeben, hieß es.