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Ina Atig
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Studioblog - Inhalte aus unserem Programm

Der Start in den Montag

Ina bringt Euch in den Tag. Es gibt alle wichtigen Infos aus dem Kreis Warendorf, Deutschland und der Welt: unter anderem sprechen wir über Eure Pläne für die letzten beiden Ferientage, es gibt Infos zur Premiere auf der Burgbühne Stromberg und das Teambronze der deutschen Dressurreiter bei den Weltmeisterschaften in Dänemark. Und natürlich gibt es die meisten Hits im besten Mix. Dazu gibt es außerdem die beste Comedy von Elvis Eifel um 8.15 Uhr und mit Baumann und Clausen um 9.15 Uhr.

Sorgen vor dem neuen Corona-Schuljahr

Die Pandemie verlangt allen am Schulleben Beteiligten nun schon seit Jahren Enormes ab. Auch 2022/23 stehen wieder große Herausforderungen an - altbekannte und neue. Es gibt Zweifel, Kritik, aber auch ein Versprechen.

Covid-19

Düsseldorf/Berlin (dpa) - Das vierte Schuljahr unter Pandemiebedingungen steht vor der Tür. Im ersten Bundesland, nämlich Nordrhein-Westfalen, beginnt nach den Sommerferien wieder der Unterricht - und damit kehren auch Sorgen vor einer neuen Ansteckungswelle und Zweifel an ausreichenden Schutzmaßnahmen in die Klassenzimmer zurück.

Wie sieht es an den Schulen aus - nach schon mehr als zweieinhalb Jahren kräftezehrendem Corona-Alltag in Deutschland?

In NRW ist die Stimmung zum Schulstart durchwachsen. Wenn am kommenden Mittwoch rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler wieder starten, fehle den Bundesländern «jegliche verbindliche und gesetzliche Regelung» zum Schutz vor Corona, moniert der Präsident des Lehrerverbands NRW, Andreas Bartsch. Er zeigt auf den Bund. Da das neue Bundesinfektionsschutzgesetz erst zum 1. Oktober greifen werde, bleibe den Ländern vorerst nichts anderes übrig, als mit «bloßen Empfehlungen» zu arbeiten. Auch bei der Impfung der Schülerschaft brauche es mehr Tempo, fordert Bartsch.

Ab 9. September vier neue Impfstoffe

Bislang sind bundesweit 69,3 Prozent der 12-bis 17-Jährigen grundimmunisiert - haben also meist zwei Impfdosen erhalten (Stand 6. August 2022). Bei den 5-bis 11-Jährigen, für die die Impfkommission Stiko die Corona-Impfung erst seit Mai generell empfiehlt, sind es gerade einmal 20,1 Prozent. Luft nach oben gibt es also noch reichlich.

Immerhin sollen ab 9. September vier neue Impfstoffe zugelassen werden, die anders als die bisherigen auch gut vor einer Ansteckung mit dem Virus, also nicht nur vor schweren Verläufen, schützen sollen. Reicht das für ein entspanntes Schuljahr? In NRW und anderswo herrscht auch in diesem Jahr teils große Verunsicherung. Das von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vor wenigen Tagen vorgestellte Schutzkonzept lässt den Ländern viel Ermessensspielraum.

Es schließt Schulschließungen aber kategorisch aus. Nur wenn der Präsenzunterricht auszufallen droht, ist eine Maskenpflicht im Unterricht vorgesehen - mit einfachen OP-Masken und auch erst ab Klasse fünf. Dass an Grundschulen «selbst im Falle drohender Personalausfälle und Schulteilschließungen keine Maskenpflicht angeordnet werden darf, ist uns völlig unverständlich», kritisiert der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das Risiko von Schulschließungen werde faktisch in Kauf genommen. Argument des Bundesbildungsministeriums dagegen: Das dauerhafte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes könne gerade für Kinder im Grundschulalter «belastend sein». Die richtige Balance bleibt also auch im dritten Pandemiejahr ein Kraftakt.

Beträchtliche Unterrichtsausfälle befürchtet

Im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW befürchtet die Schulleitungsvereinigung beträchtliche Unterrichtsausfälle, wenn sich Lehrerinnen und Lehrer auch in diesem Herbst und Winter reihenweise mit Corona anstecken. Maske würden nur 70 bis 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler freiwillig tragen, schätzt die Landesvorsitzende Antonietta Zeoli. Die Verunsicherung, in welchem Ausmaß die Pandemie weiter auf dem System Schule lasten werde, bleibe wohl noch lange bestehen.

Mehrere Organisationen, darunter der Verband für Bildung und Erziehung (VBE), warnen vor einem «Flickenteppich», sollten die Länder auch in diesem Jahr unterschiedliche Vorstellungen bei der Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen haben. Es müsse einheitliche und klare Kriterien geben, dafür sollten sich die Länder abstimmen, lautet der dringende Appell - dem sich auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände angeschlossen hat.

Die amtierende Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU), fordert einen nationalen Schulgipfel, um diese Abstimmung zu ermöglichen. Noch warteten die Länder allerdings auf eine Einladung von Gesundheitsminister Lauterbach, sagt sie.

Auch die Debatte um Luftfilter nimmt zum Schulstart wieder Fahrt auf. VBE-Bundeschef Udo Beckmann sieht große Versäumnisse in den Bundesländern, die flächendeckende Ausstattung mit Luftfiltern sei längst nicht erreicht. In NRW wird das ebenfalls beklagt. Es könne nicht beim Aufruf zum Lüften bleiben, kritisiert etwa Anke Staar von der Landeselternkonferenz. Den Schülern drohe sonst «Frieren wie im letzten Winter». Die Gaskrise könne das Problem sogar verschärfen, da die Kommunen finanziell noch stärker belastet seien, warnt Staar.

Die Hausaufgabenliste bleibt lang. Immerhin zeigt sich die Bundesbildungsministerin zuversichtlich, dass es 2022/23 einen «normalen» Schulalltag geben kann. Die Schülerinnen und Schüler hätten in der Pandemie die Hauptlast getragen. «Das nächste Schuljahr muss ein normales werden, zumindest so normal, wie es nur möglich ist. Dafür werde ich kämpfen», verspricht Bettina Stark-Watzinger. Nicht nur im Schulstart-Land NRW wird man sie beim Wort nehmen.

© dpa-infocom, dpa:220807-99-302449/2

Auf dem Weg ins Wochenende

Nach der großen Hitze ist heute auch bei Jenny Heimann im Studio erst einmal durchlüften angesagt.

Außerdem klären wir, was an diesem Wochenende bei uns im Kreis ansteht. Es gibt erste Eindrücke vom Festival "Krach am Bach" und eine kleine Vorschau auf "Artus und die Retter der Tafelrunde", das Stück für Erwachsene, das am Samstag auf der Burgbühne in Stromberg Premiere hat.

Auf der Burgbühne Stromberg feiert morgen das Stück "Artus und die Ritter der Tafelrunde" Premiere.

Der Freitag@work

Ina begleitet Euch bei der Arbeit von 10 bis 14 Uhr! Wir blicken nach Wacken wo ja jetzt das große Festival Wacken Open Air gefeiert wird, dazu schauen wir mal auf die große 90-Jahre Party am kommenden Wiochenende und den Bundesligastart.  Und natürlich gibt es die meisten Hits im besten Mix.

Metal-Fans schwitzen und suchen Freibad auf

Im schleswig-holsteinischen Wacken geht es dieser Tage heiß her - im wahrsten Sinne des Wortes. Viele der bereits angereisten Heavy-Metal-Fans wissen sich zu helfen.

Wacken Open Air

Wacken (dpa) - Bei Temperaturen um 30 Grad suchen viele Heavy-Metal-Fans des Wacken Open Air Abkühlung im örtlichen Freibad.

«Gestern hatten wir bereits 2500 Gäste», sagte der Vorsitzende des Fördervereins des örtlichen Schwimmbads, Carsten Storm, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das sei die fünffache Menge eines Tages bei tollem Wetter am Wochenende. Am Donnerstag standen die Metalheads zeitweise Schlange vor dem Freibad.

Am Donnerstagnachmittag sollte das Festival (W:O:A, 4. bis 6.8.) mit der Öffnung des Bereichs vor den beiden Hauptbühnen offiziell eröffnet werden. Für Donnerstagabend wurde unter anderem der Auftritt der Szene-Größen von Judas Priest (22.15 Uhr) erwartet. Schon am Mittwoch hatte es auf kleineren Bühnen Programm gegeben.

Das Wacken Open Air ist nach Veranstalterangaben mit 75.000 Besuchern ausverkauft. Geplant sind bis Samstag (6. August) unter anderem noch Konzerte von Slipknot, Powerwolf, Hämatom, In Extremo, Lordi, Slime, Venom und erstmals der Kölner Band Höhner.

© dpa-infocom, dpa:220804-99-273252/2

Bildungsministerin: «Nächstes Schuljahr muss normal werden»

Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger ist optimistisch, dass sich im anstehenden Schuljahr Präsenzunterricht und Infektionsschutz «angemessen miteinander vereinen» lassen. Klappt das wirklich?

Corona-Pandemie

Berlin (dpa) - Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht im Corona-Schutzkonzept für Herbst und Winter eine gute Grundlage für den Schulbetrieb im dritten Jahr der Pandemie.

«Es freut mich besonders, dass wir bei den Schulen eine Regelung gefunden haben, die flächendeckende Schulschließungen vermeidet. Kinder und Jugendliche haben die Hauptlast bislang getragen», sagte Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur. «Das nächste Schuljahr muss ein normales werden, zumindest so normal, wie es nur möglich ist. Dafür werde ich kämpfen», versicherte die FDP-Politikerin.

Die politisch Verantwortlichen seien es der jungen Generation schuldig, «ihr alle Chancen auf eine gute Entwicklung im Leben zu bieten». Sie sei sehr zuversichtlich, dass sich im nun anstehenden Schuljahr Präsenzunterricht und Infektionsschutz «angemessen miteinander vereinen» ließen, sagte Stark-Watzinger. Am kommenden Mittwoch startet Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ins neue Schuljahr.

Corona-Schutzkonzept für Herbst

Bundesjustiz-und Bundesgesundheitsministerium hatten in dieser Woche ihr Corona-Schutzkonzept für den Herbst und den Winter vorgestellt. Ein zentrales Instrument ist die Maskenpflicht, die ab Oktober in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wieder möglich sein soll. An Schulen darf demnach nur dann eine Maskenpflicht verhängt werden, wenn der Präsenzunterricht auszufallen droht - und nur ab Klasse fünf. «Maske ist das letzte Mittel, bevor Präsenzunterricht ausfällt», erklärte Stark-Watzinger dazu.

Dass Grundschulen künftig komplett von der Maskenpflicht ausgenommen werden, stößt beim Deutschen Lehrerverband und beim Verband für Bildung und Erziehung auf Unverständnis. Es sei «völlig unverständlich», dass selbst bei drohenden Personalausfällen und Teilschulschließungen an Grundschulen künftig keine Masken mehr angeordnet werden können, sagte Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger der dpa. Stark-Watzingers Ministerium weist wiederum auf Anfrage darauf hin, dass das dauerhafte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes «gerade in der Grundschule» für Kinder belastend sei und den Start in das Schulleben erschweren könne.

© dpa-infocom, dpa:220805-99-280460/3