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Marvin Konrad
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Studioblog - Inhalte aus unserem Programm

Der Mittwoch-Nachmittag

Alica bringt Euch durch den Nachmittag von 14 bis 18 Uhr.

In der Sendung geht's um die Spielemesse, die morgen in Essen startet. Außerdem gibt's Tipps zum Energiesparen und wir erfüllen Eure Herzenswünsche. Alle Infos gibts HIER.

Dazu spielen wir natürlich die meisten Hits im besten Mix für Euch im Kreis Warendorf.

Dienstag @work

Markus Bußmann bringt euch durch den Arbeitstag mit aktuellen Infos und den meisten Hits im Kreis Warendorf.

Mehrmals täglich erfüllen wir eure Wünsche. Hier könnt Ihr Euch bewerben: Der Wunscherfüller.

 

 

EU-Abgeordnete stimmen über einheitliche Ladekabel ab: Apple müsste auf USB-C-Kabel umsteigen

USB-C für alle: Ab 2024 sollen in der Europäischen Union nur noch Smartphones, Tablets und weitere elektronische Produkte mit einem USB-C-Ladeanschluss verkauft werden. Vor allem ein Hersteller sträubt sich dagegen: Apple.

Viele von uns haben sie zuhause: eine Schublade, in der ein riesiges Knäul von alten Kabeln lebt. Das richtige Kabel zu finden, gestaltet sich dann auch noch als schwierig. Aber das könnte sich bald ändern. Die EU möchte, dass für kleine Elektrogeräte ab 2024 nur noch ein einziges Kabel verwendet werden kann. Der Binnenmarktausschuss des Euorpaparlaments hat sich darauf schonmal geeinigt, weitere Schritte sind aber noch nötig. Nun stimmt das EU-Parlament am Dienstag (4. Oktober) darüber ab. Mit dieser Regel sind damit unter anderem Smartphones betroffen.

In vergangenen Jahren hat die EU schon Druck auf Hersteller ausgeübt, sodass es inzwischen eigentlich nur noch drei Typen von Handyladekabeln gibt: das Lightning-Kabel für Apple-Geräte, das Mikro-USB-Kabel und schließlich das USB-C-Kabel. In Zukunft soll es nach dem Willen der EU nur noch das USB-C-Kabel geben. Bei Rasierern, Fitnessarmbändern und eigentlich vielen anderen Geräten gibt es sogar noch eine größere Vielfalt an verschiedensten Anschlusskabeln. 

Was bis 2024 noch an Schritten folgen müssen

Die EU-Parlamentarier einigten sich am 20. April 2022 auf ihre Position zu dem Vorhaben, damit können nun die finalen Verhandlungen zwischen Europaparlament und den EU-Staaten beginnen. Eine Einigung könnte erzielt werden - wenn dies gelingt, würde das einheitliche Ladekabel voraussichtlich Mitte 2024 in der EU Realität werden. In vielen Punkten sind sich die Positionen der EU-Staaten und des EU-Parlaments bereits recht nah. Beide Seiten wollen etwa, dass einheitlich USB-C verwendet wird.  

Ladekabel für alle: Apple spricht von "behinderten Innovationen"

Mit der Idee, ein Ladekabel für alle, auf den Weg zu bringen, würde man auch einiges an Elektroschrott sparen. Nach Schätzungen der EU fallen bei einer halben Milliarde Ladegeräte für tragbare Elektrogeräte, die jährlich in Europa ausgeliefert werden, 11.000 bis 13.000 Tonnen Müll an. Deutlich zu viel, wenn man sich damit näher befasst.

Der iPhone-Hersteller Apple sträubt sich weiterhin dagegen, muss am Ende aber wohl den Kürzeren ziehen. Ihre Argumentation gegen das einheitliche Kabel ist, dass dadurch "Innovationen behindert" werden könnten. "Es gab Widerstand vor allem von Herstellern mit proprietären Lösungen", antwortete der parlamentarische Berichterstatter Alex Agius Saliba auf den Apple-Vorwurf. Der maltesische Politiker betont aber, dass Innovationen nicht verhindert würden: "Wir haben die richtige Balance zwischen allen Interessen gefunden."

Autoren: Joachim Schultheis (mit dpa)

Der Start in den Mittwoch

NEU bei uns: Ina und Simon bringen Euch im Wechsel mit Alica und Markus in den Tag.

Heute gibt es eine neue Runde im Radio WAF Song- Battle. Motto heute: Oktoberfesthits. Ina möchte "Wir sagen danke schön" von den Flippers hören, Simon "Rock mi" von Voxxckub. Ihr entscheidet über facebook und Instagram, was wir um 8.08 Uhr spielen. Dazu geht es natrülich auch um das Bund-Länder -Treffen Und: der Wunscherfüller - Wir erfüllen Eure Wünsche.

Außerdem gibt es die beste Comedy von Elvis Eifel um 8.08 Uhr und Baumann und Clausen um 9.15 Uhr.

Nach Bund-Länder-Runde: «Doppelwumms» bleibt «Wundertüte»

Mit drei Entlastungspaketen und einem 200-Milliarden-Euro-Programm inklusive Gaspreisbremse will die Regierung die größten Härten der aktuellen Krise abfedern. Details bleiben aber weiter offen.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Energiekrise

Berlin (dpa) - Bund und Länder haben trotz mehrstündiger Beratungen keine Annäherung im Streit über die Finanzierung milliardenschwerer Entlastungsmaßnahmen in der Energiekrise gefunden. Wichtige Details etwa zur geplanten Gaspreisbremse blieben zudem weiter unbeantwortet. Von Länderseite gab es scharfe Kritik an der Bundesregierung.

Bei dem Treffen im Kanzleramt ging es um das Anfang September beschlossene dritte Entlastungspaket mit einem Umfang von etwa 65 Milliarden Euro, bei dem Finanzierungsfragen zwischen Bund und Ländern noch ungeklärt sind. Außerdem wurde über den in der vergangenen Woche zusätzlich angekündigten «Abwehrschirm» von bis zu 200 Milliarden Euro beraten, der Verbraucher und Unternehmen wegen der gestiegenen Energiepreise stützen soll. Kern dieses Vorhabens ist die Srom- und Gaspreisbremse, bei der bisher unklar ist, wie sie konkret aussehen soll.

Länder fordern Klarheit

Vor den Gesprächen hatten die Länder Druck gemacht und Klarheit über die Ausgestaltung des von Scholz als «Doppelwumms» bezeichneten 200-Milliarden-Euro-Pakets gefordert. «Was die Auswirkungen angeht, ist das noch ein bisschen eine Wundertüte. Keiner weiß genau, was drin ist, aber alle freuen sich schon mal», sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Nach den Beratungen zeigte er sich enttäuscht: Eine Wundertüte sei ja erst mal etwas Positives, man sei aber heute nicht schlauer geworden, was drinstecke.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte vor dem Treffen gefordert, die Gaspreisbremse müsse noch im Oktober kommen. Die Krise spitze sich jeden Tag weiter zu, die Preise explodierten weiter. Mit Blick auf die 200 Milliarden sagte der CSU-Chef: «Der Bundeskanzler nannte das einen Doppelwumms. Wichtig ist, dass daraus nicht im Nachhinein ein Wümmschen wird.»

Bewegung bei Gaspreisbremse in Sicht

Kurz vor den Beratungen der Länderchefs mit dem Bundeskanzler gab es am Dienstag hier aber zumindest die Ankündigung, dass es dazu bald Details geben soll: Eine von der Bundesregierung zum Thema eingesetzte Expertenkommission will am Wochenende einen Vorschlag vorlegen, wie die Vorsitzenden des Gremiums erklärten. Die Kommission arbeite mit Hochdruck daran, der Politik schnellstmöglich Empfehlungen für eine ebenso ausgewogene wie praktikable Gaspreisbremse vorzulegen. Mindestens für einen Teil des Verbrauchs sollen die Preise beim Gas so gedeckelt werden, dass private Haushalte und Firmen nicht überfordert sind. Scholz sagte am Dienstagabend, er gehe davon aus, dass es nächste Woche Ergebnisse gebe, zu denen sich die Bundesregierung dann «sofort» verhalten könne.

Offene Fragen bei Wohngeld, ÖPNV-Ticket und Sonderzahlungen

Nicht ausräumen konnten Bund und Länder ihre Differenzen bei der Finanzierung einzelner Maßnahmen aus dem dritten Entlastungspaket. Manches aus diesem Paket ist schon auf den Weg gebracht, wie die Kindergelderhöhung. Bei anderen Vorhaben sind noch Fragen offen. Das gilt etwa für die geplante 200 Euro Sonderzahlung für Studierende, bei der unklar ist, wann sie kommt und wer sie auszahlen soll. Es gilt ferner für die Wohngeldreform. Der staatliche Mietzuschuss soll ab Januar um durchschnittlich 190 Euro pro Monat steigen und 1,4 Millionen Bürger mehr erreichen. Bisher wird das Wohngeld hälftig von Bund und Ländern finanziert. Die Länder fordern, dass der Bund die Ausweitung alleine trägt.

Auch beim geplanten Nachfolger für das 9-Euro-Ticket wird weiter über die Finanzierung gestritten. Anfang September hatte die Ampel-Koalition bereits verkündet, dass die Verkehrsminister von Bund und Ländern «zeitnah» ein Konzept für das Ticket erarbeiten würden. Bisher ist davon nichts zu sehen. Die Länder pochen darauf, dass der Bund mehr Geld dafür locker macht.

Das gilt auch für die Finanzierung der Aufnahme von Flüchtlingen. Hunderttausende Menschen sind vor dem russischen Krieg aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Die Länder verlangen, dass der Bund Zusagen erfüllt, sie stärker bei den Kosten für die Unterbringung und Betreuung zu unterstützen.

Wüst übte nach dem Gespräch scharfe Kritik. Die Bundesregierung habe kaum Kompromissbereitschaft in ganz wesentlichen Fragen erkennen lassen. Scholz wiederum verwies darauf, dass der Bund von allen Entlastungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von 295 Milliarden Euro «knapp 240, 250 Milliarden Euro auf seine Kappe nehmen und finanzieren» werde.

Aufschub bei Steuern

Konkreter wurde die Runde im Kanzleramt bei einem Unterpunkt: Unternehmen und Selbstständige in Not können bei Steuerzahlungen auf eine vorübergehende Atempause hoffen. «Bund und Länder stimmen darin überein, dass Regelungen zur Stundung von Steuern und die Aussetzung von Steuervorauszahlungen vorzusehen sind», heißt es im gemeinsamen Beschlusspapier. Einzelheiten dazu sind aber noch unklar. Auch ein Aussetzen der Insolvenzantragspflicht und Hilfsmaßnahmen im Wohnungswesen werden von Bund und Ländern «für nötig» gehalten. Auch das sind aber zunächst Ankündigungen ohne nähere Details.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), kündigte die nächsten Beratungen mit seinen Länderkollegen in «etwas mehr als zwei Wochen» in Hannover an. Die Bundesregierung habe zugestimmt, dann einen Zwischenbericht vorzulegen. «Und wir hoffen, dass wir Ende des Monats, Anfang des nächsten Monats dann wirklich unter all das einen finalen Strich machen können.» Man sei sich bewusst, dass Bürgerinnen und Bürger schnell Klarheit wollten.

© dpa-infocom, dpa:221004-99-03883/14

Nord-Stream-Betreiber wartet für Inspektion auf Grünes Licht

Nach dem Bekanntwerden der Lecks in den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind weiterhin viele Fragen ungeklärt. Noch halten Schweden und Dänemark die Sperrzonen rund um die Schadstellen gesperrt.

© Danish Defence Command/dpa

Gaslecks

Bornholm/Zug (dpa) - Der Betreiber der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 1 will die schweren Schäden an den beiden Leitungen selbst in Augenschein nehmen. Bisher sei man jedoch wegen fehlender Genehmigungen nicht in der Lage, die beschädigten Abschnitte zu inspizieren, teilte die Nord Stream AG am Firmensitz im Schweizer Kanton Zug mit.

Die Behörden der beiden betroffenen Ostsee-Anrainer Schweden und Dänemark halten die Sperrzonen rund um die Schadstellen in ihren Küstengewässern während der laufenden staatlichen Untersuchung demnach gesperrt. Nord Stream zufolge rechnen die dänischen Behörden mit einer Bearbeitungszeit der Anfrage von mehr als 20 Werktagen. Man stehe jedoch weiter in engem Kontakt. Wann die Genehmigung beantragt wurde, teilte das Unternehmen nicht mit.

Der Mitteilung zufolge hat Nord Stream eine Firma aus Norwegen beauftragt, die leckgeschlagenen Röhren am Grund der Ostsee zu untersuchen. Hierzu warte das benötigte Schiff auf eine Genehmigung des norwegischen Außenministeriums, um auszulaufen.

Insgesamt drei Lecks waren nach ersten Druckabfällen Anfang vergangener Woche sowohl in einer der Röhren der Nord-Stream-2-Pipeline wie auch an beiden Röhren von Nord Stream 1 entdeckt worden. Die Lecks befinden sich in der Nähe der dänischen Insel Bornholm. In der Region wurden Explosionen registriert. Die EU und die Nato gehen von Sabotage aus.

© dpa-infocom, dpa:221004-99-06456/2