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15 Jahre Google-Maps – neue Funktionen zum Jubiläum

  • Über eine Milliarde Menschen nutzen Google Maps
  • Google Maps deckt 98% der bewohnten Gebiete auf unserem Globus ab (alle Zahlen GoogleWatchBlog)
  • Zum 15-jährigen Jubiläum gibt`s ein neues Logo und zahlreiche neue Funktionen für die App

 

Wie alles begann…

Am 8. Februar 2005 startete Google seine neue Funktion Google Maps - ein simpler Kartendienst, der uns bei der Planung von Routen helfen sollte. Zum Anfang war das recht schwierig, weil ganze Kontinente fehlten und auch Europa nur durch Großbritannien und Irland vertreten war. Auch Programmierfehler irritierten wie die Ruhr, die auf einmal statt des Rheins durch Düsseldorf floss. Oder die seltsame Abbildung auf der Karte Pakistans: Ein Nutzer hatte das Tool „Map Maker“ genutzt, um einen kleinen, grünen Android-Roboter einzubinden, der auf ein Apple-Logo pinkelte.

2020 ist Google Maps ein meist reibungslos funktionierender Dienst, den der Psychologe und Digitalunternehmer Stephan Noller als „digitalen Zwilling des öffentlichen Raumes“ bezeichnet. Ein digitales Abbild also unserer analogen Welt, das aufgrund der erhobenen Daten ein Eigenleben entwickelt. So führt uns Google Maps z.B. an Staus vorbei ohne dass wir das noch merken.

Die neuen Funktionen

Zum Jubiläum hat Google Maps der App ein neues Icon geschenkt – ein Pin weist uns jetzt den Weg. Für Google ein Zeichen für die Veränderung der App, in einem Blogbeitrag schreibt der Konzern dazu: „Anfangs haben wir euch einfach nur den Weg gezeigt – mittlerweile helfen wir euch, neue Orte zu entdecken und zu erleben.“

Dabei hilft uns die App ab sofort mit einer erweiterten Navigation. Drei bzw. fünf neue Reiter (nutzerabhängig) bietet uns Google Maps nun in der unteren Zeile. U.a. helfen sie, die App planvoller zu nutzen bzw. die zahllosen Infos zu sortieren.

Erkunden

„Erkunden“ zeigt uns dabei alle interessanten Orte in der Umgebung – Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungstipps inklusive deren Bewertungen durch die Nutzer.

Pendeln

„Pendeln“ konzentriert sich auf unsere häufig genutzten Routen. Sobald wir beispielsweise unseren Weg zur Arbeit einmal konfiguriert haben, bekommen wir automatisch Nachricht, wenn es auf unserer Strecke zu Verspätungen oder Behinderungen kommt.

Gespeichert

„Gespeichert“ ist der Platz unserer selbst schon hinterlegten Favoriten, die wir auch leicht mit unseren Freunden teilen können. Hier finden wir aber auch die Tipps von – nach eigenen Angaben Googles – 6,5 Milliarden gespeicherten Orten der Nutzer. Das soll uns z.B. die Planung des nächsten Städtetrips erleichtern.

 

Screenshots Google Maps
Screenshot: germany.googleblog.com

Beitragen

Über „Beitragen“ können wir dann selbst Informationen und Bewertungen zu Orten hinzufügen. So wächst das Wissen der App mit den Infos seiner Nutzer.

Aktuell

Spannend ist auch der Reiter „Aktuell“: Er informiert uns über neue und trendige Hotspots, die von den Nutzern eingegeben wurden.

Das kommt noch: Genaue Entfernungsangaben und Barrierefreiheit

Schon letztes Jahr hatte Google das Augmented Reality-Feature „Live View“ eingeführt. Dafür müssen wir bei der Routenplanung einfach nur auf den „Zu Fuß“-Reiter klicken. Unter der Kartenansicht findet sich dann neben „Start“ auch die Option „Live View“. Es zeigt uns mit Pfeilen und Infotafeln im Livebild unserer Umgebung, wohin wir gehen müssen. Für die nahe Zukunft kündigte Google jetzt an, dass uns dort auch die Entfernung zu unseren Zielorten eingeblendet werden soll.

Ebenfalls erweitert werden sollen auch die Informationen zur Nutzung von Bussen und Bahnen. Zu den Angaben, wie voll die Fahrzeuge auf unserer geplanten Strecke voraussichtlich sein werden, bekommen wir zukünftig auch noch Zusatzinformationen zur Barrierefreiheit, zur Temperatur vor Ort oder zur Sicherheit (Videoüberwachung, Personal). Die nötigen Informationen will Google von den Nutzern selbst erfragen. Ab März können wir dafür kurze Umfragen innerhalb von Google Maps beantworten.

Skurrile Kunstaktion: Ein Stau mit 99 Handys

Der Berliner Künstler Simon Weckert will mit 99 Handys und einem Bollerwagen Google Maps überlistet haben. Die Handys hatten alle GPS eigeschaltet und Google Maps geöffnet, als der Künstler damit durch Berlin zog. Nach seinen Angaben hat Google Maps jedes Handy als Auto bewertet und so einen Fake-Stau angezeigt. Ob das Experiment wirklich funktioniert hat, wird allerdings von vielen Experten bezweifelt. Das YouTube-Video „Google Maps Hacks by Simon Weckert“ aber hat funktioniert, es wurde schon über drei Millionen mal geklickt und die Aktion erregte weltweit Aufsehen.


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Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient

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