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Jörn Ehlert
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Bluetooth-Tracker

So helfen Euch Apple AirTags verlorene Dinge zu finden

Apple-Tablet

4. Mai 2021

  • Das neue und kleinste Apple-Gadget hat nur eine Aufgabe: Gegenstände, die wir gerne verlegen, sollen wieder auffindbar sein.
  • Apple stößt damit auf einen Markt, der schon zahlreiche Anbieter hat.
  • Die Tracker arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip, aber die Apple-Variante ergänzt den Funktionsumfang.

Wie die Tracker funktionieren

Es ist schon kurz vor knapp, wir müssen dringend los, aber plötzlich liegt der Schlüsselbund nicht am gewohnten Ort. Dann ist die große Stunde eines Bluetooth-Mini-Trackers gekommen: Mittels App fordern wir das kleine meist knopfgroße Gerät auf, ein Tonsignal zu spielen. So können wir z.B. unseren anhängenden Schlüssel orten und wiederfinden. Alternativ bietet uns die meisten Tracker-Apps auch eine Karte, über die wir sehen können, wo unser Schlüssel liegt. Bei den neuen AirTags von Apple (seit Ende April auf dem Markt) können wir zusätzlich auch die Suchenfunktion nutzen. Sie führt uns mittels u.a. Kamera und Augemented Reality fast zentimetergenau zum Ort des gesuchten Objektes. Das wirkt ein wenig wie Topf schlagen und Apple bewirbt es auch entsprechend mit „Kalt.Warm.Wärmer.Heiß.“ Allerdings ist die Reichweite dieser Funktion auf rund 10 Meter begrenzt. 

Apple-Bluetooth-Tracker heißen Air Tags

Sie sind etwas größer und dicker als eine Zwei-Euro-Münze. Die Vorderseite besteht aus glänzend-weißem Kunststoff, die Rückseite aus hochglänzendem Edelstahl mit dem klassischen Apple-Logo. Eine Knopfzellenbatterie versorgt die neuen Bluetooth-Tracker von Apple namens AirTag bis zu einem Jahr lang mit Strom. Ist sie leer, kann sie mit einem Handgriff ersetzt werden.
Die Einrichtung der AirTags ist für iPhone-Besitzer denkbar einfach: Auspacken, Batterie einlegen, iPhone in die Nähe bringen und schon beginnt der Einrichtungsdialog. Kleines Designproblem: Die neuen Apple-Tracker haben weder Öse noch ähnliches, um sie irgendwo zu befestigen. Aber zahlreiche Hersteller haben das Problem bereits erkannt und bieten entsprechende Anhänger an. Die sind teils aber teurer als die mit über 30 Euro für Apple-Verhältnisse recht „bescheiden bepreisten“ AirTags. Im Vergleich zum Konkurrenzumfeld ist das Apple-Gadget aber dann doch eher hochpreisig. 

Wie die Crowd beim Finden helfen kann

Sollten wir unseren mit einem AirTag „gesicherten“ Rucksack z.B. in der Bahn oder an einer Haltestelle liegen gelassen haben, hilft die „Wo ist“-App. Hier können wir mit einem Klick den entsprechenden AirTag als verloren markieren. Auf Wunsch hinterlegen wir auch gleich eine Nachricht und eventuell auch eine Telefonnummer. Sollte nun jemand mit seinem iPhone an unserem Rucksack vorbeigehen, nimmt dieses per Bluetooth Kontakt mit dem AirTag auf. Im Hintergrund erkennt es den „Verloren-Modus“ und übermittelt automatisch die Positionsdaten des „gefundenen“ AirTags an den Besitzer bzw. an unser Smartphone. Sollte der Finder den AirTag entdecken und sein iPhone dranhalten, kann er auch unsere Nachricht lesen.  

Sicherheit?

Apple verspricht eine verschlüsselte Übertragung der Standortdaten. Diese werden dabei nicht gespeichert – weder auf dem AirTag noch auf den Geräten, die die Daten weiterleiten. Die Ortsdaten werden mit rotierenden Identifikationsnummern versehen, die nur für eine bestimmte Zeit zugeordnet, aber nicht mit dem Besitzer verbunden werden können. Wenn ein fremdes AirTag in unsere Tasche gerutscht sein sollte, verspricht Apple, dass unser iPhone es erkennt und uns benachrichtigt. Wenn wir nicht reagieren, „spielt das AirTag einen Ton ab, damit Du weißt, dass es da ist.“ Forscher der amerikanischen Cornell University haben die Sicherheit der AirTags erfolgreich überprüft. 

Die Konkurrenz ist preiswerter, aber...

Das Portal techstage hat unlängst 35 Bluetooth-Tracker getestet. Sie sind in der Regel preiswerter als die AirTags, der Funktionsumfang ist recht ähnlich. Unterschiede gibt es u.a. aber bei der Reichweite der Gadgets – da schafft der beste Tracker von Tile über 100 Meter – bei der Option per Tracker ein Smartphonefoto zu machen und vor allem bei der Crowdsuche: Nur rund die Hälfte der getesteten Tracker bieten diese Funktion. Aber diese haben alle das Problem, dass das „Wo ist“-Netzwerk von Apple immer größer ist als die der einzelnen Tracker-Anbieter. Allerdings hat Apple angekündigt, sein „Wo ist“-Netzwerk auch für andere Nutzer zu öffnen. Von den Tracker-Anbietern ist Chipolo der erste, der unterstützt wird.


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