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Lars Niermann
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So klappts mit dem grünen Daumen

Mit den richtigen Apps zum Pflanzenkenner

Lila Blume

7. Juni 2021

  • Die Corona-Pandemie hat dem Pflanzenhandel einem Hype beschert.
  • Verschiedene Apps helfen uns bei der Gartenarbeit sowie bei der Erkennung von Pflanzen und Schädlingen.
  • Der Trend zum Grünen zeigt sich auch in zahllosen Playlisten bei Spotify.

Pflanzen sind im Trend

2020 war ein Boomjahr für die Gartenbaubranche. Neun Prozent plus und ein Gesamtumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro schlugen am Ende zu Buche. Doch nicht nur das Outdoor-Gärtnern auf Terrasse, Balkon und Garten boomt, auch indoor ist grün im Trend. Die Zimmerpflanze hat im Laufe der Corona-Pandemie zunehmend ihr spießiges Image verloren und wird wieder zum gerne gezeigten Indoor-Stilelement. Gerade junge Leute setzen das Grün daheim in Szene. Für den eigenen Social Media-Auftritt oder die nächste Zoom-Sitzung kann es dabei auch häufig etwas aufwendig Gezüchtetes sein – beispielsweise eine Palme, eine Kaktee oder auch ein Fensterblatt. Verschiedene Apps helfen den Hobby-Gärtnern und neuen Grünpflanzen-Fans bei der Erkennung der Pflanzen, bei der Planung von Beeten und bei der Behandlung von Pflanzenkrankheiten.

Pflanzen erkennen per Smartphone

Was blüht denn da? Diese Kernfrage kann die praktische App „PlantNet“ beantworten. Zur Bestimmung müssen wir einfach nur ein Foto der unbekannten Pflanze machen (manchmal braucht es auch ein Zusatzbild) und schon wird uns der Name inklusive weiterer Infos zur Pflanze angezeigt. Betreut wird die App von unterschiedlichen französischen Forschungseinrichtungen. In ihr sind mehr als 4.000 Pflanzen hinterlegt, allerdings fehlen nach eigenen Angaben Zierpflanzen. Die fast immer positiven Rezensionen zeigen aber, „PlantNet“ hilft zuverlässig, wo die Hilfe gefordert ist.
Eine Alternative ist die deutsche App „Flora Incognita“ – eine Projekt-Kooperation des Max-Planck-Instituts Biogeochemie in Jena und der TU Ilmenau. Auch hier reicht ein Foto, um den Namen und den dazugehörigen Steckbrief der gesuchten Pflanze aus einer Datei von 4.800 Pflanzen angezeigt zu bekommen. Beide Apps sind sowohl für iOS und Android verfügbar und kostenlos.

Beet-Planen leicht gemacht

Wenn wir das eigene Gemüsebeet (im Beet, Hochbeet oder auch in Balkontöpfen) planen wollen, helfen Apps wie der „Gartenplaner fürs Gemüsebeet“ oder „alphabeet“. Sie unterstützen uns z.B. bei der Beetplanung: Welche Gemüsesorten können wir nebeneinandersetzen, welche sollten wir nicht in direkter Nachbarschaft pflanzen. Dazu gibt es einen Kalender für die richtige Aussaatzeit und bei „alphabeet“ auch wöchentliche Arbeitsanweisungen für die Gartenarbeit, sowie Musterpläne für unsere Beete und eine Option zum Austausch in der Community. Beide Apps sind kostenlos, allerdings sind nicht alle Optionen kostenfrei nutzbar.
Wer sich gleich an die Planung eines ganzen Gartens machen möchte, der kann mit „Home Design 3D Outdoor and Garden“ erste Ideen entwickeln. Dabei können wir Pflanzen und auch Gartenmöbel innerhalb unserer Grundstücksgröße setzen und das Ergebnis direkt als 3D Bild anschauen. Die App ist in der Basisversion für Android kostenlos (bei iOS kostet sie rund zwei Euro). Wer aber z.B. seine Planungsergebnisse speichern oder auf den vollen Umfang an Objekten zugreifen möchte, muss dann auch zahlen.

Wenn die Läuse kommen

Plötzlich werden die Blätter braun, rollen sich ein oder zeigen auf einmal Löcher – wenn unsere Pflanzen daheim oder im Garten von einem auf den nächsten Tag nicht mehr gesund aussehen, ist guter Rat dringend nötig. Die App „Pflanzendoktor“ macht dabei ihrem Namen alle Ehre. Erst müssen wir in der App die Pflanzengruppe bestimmen und dann anhand der Schadbilder erkennen, woran die eigene Pflanze leidet. Haben wir so das Problem identifiziert, das unsere Pflanze leiden lässt, bekommen wir mit einem weiteren Klick die genaue Beschreibung der Krankheit und auch Tipps zur Bekämpfung bzw. mit Blick auf die Zukunft Hinweise zur Vorbeugung. Bei spezielleren Problemen können wir über die App auch ein Foto an die Experten mailen, die dann einen fachmännischen Rat für uns Hobbygärtner haben.

Musik für Pflanzen

Es klingt ein wenig skurril, aber wer online „Pflanzen und Musik“ eingibt, bekommt eine Unzahl von Artikeln zur interaktiven Wirkung des Wohlklangs auf Pflanzen. So heißt es z.B. bei Pflanzenfreunde.de: „Den sanften Tönen von Beethoven, Verdi und Mozart wird eine wundersame Wirkung nachgesagt, rauher Heavy Metal und Hardrock dagegen lassen die Gewächse eher verkümmern.“ Möchten wir unseren Pflanzen also etwas Gutes tun - gerade jetzt wenn wir wieder ins Büro gehen -, dann hilft die passenden Playliste. Tatsächlich verzeichnet Spotify eine Steigerung von sagenhaften 1.400% bei Playlisten unter dem Stichwort „Music for plants“. Nach dem Anlegen unseres Beetes sollten wir im zweiten Schritt über einen Lautsprecher fürs Beet nachdenken. 

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