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Shpock, eBay & Co: Flohmarkt-Apps im Check

Frau tippt etwas auf dem Smartphone in einer App ein

Das alte Fahrrad in der Garage, die Porzellankiste von Oma im Keller oder die Anzüge und Jacken ganz links im Kleiderschrank – jeder von uns kennt diese Ecken in Wohnung und Haus. In ihnen stapeln sich - bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger - Altes oder Unnützes, das wir „an sich“ schon immer mal entsorgen wollten.

Eine Studie im Auftrag der Flohmarkt-App Shpock ergab: In unseren Schränken, Kellern und Garagen bunkern wir bundesweit Gegenstände im Wert von sagenhaften 28 Milliarden Euro. Im Schnitt entspricht das pro Haushalt über 1.000 Euro. Die „Einstaubliste“ führen dabei Bücher (44%) an vor Kleidung (40%), Spielen (29%), Filmen (28%) und Elektronik (26%). Nach den „teuren“ Winter-Monaten mit Black Friday, Weihnachten und Wintersale schlummern hier also die Reserven, die unsere Konten wieder auffüllen? Wenn das so einfach wäre – wer stellt sich schon am Wochenende für 6 Stunden auf den Flohmarkt, um am Schluss doch wieder zahllose Kisten mit Krams ins Auto zu packen.

Die bequemere Lösung sind digitale Flohmärkte in Form von Apps. Sie bringen Käufer und Verkäufer in der erweiterten (die Größe des Umkreises ist wählbar) Nachbarschaft zusammen. Das Motto: Verabredung und Verhandlung digital, Verkauf persönlich. Vier Apps im Überblick:

Shpock: Die Flohmarkt-App

Die App „Shpock“ gibt es seit 2012, der Name ist eine Abkürzung für „Shop in your pocket“. Sie hat ein beeindruckendes Wachstum hinter sich. Seit Gründung wurde die App schon 30 Millionen mal runtergeladen und ist in vier Ländern (Deutschland, Italien, Schweden und Norwegen) aktiv. Mit unserem Facebook- oder G-Mail-Konto melden wir uns an und sehen die ersten Gegenstände. Beim Klicken auf „Verkaufen“ können wir direkt unser Angebot eingeben: Ein Foto, ein kurzer Beschreibungstext, die Verkaufskategorie auswählen und den Preis bestimmen – fertig. Schon kann das Angebot veröffentlicht werden. Für rund vier Euro können wir unser Angebot in den „Hotbereich“ der App schieben, somit ist es für drei Tage ganz oben auf dem Startbildschirm zu sehen. 2017 wurde die „Shpock“ von Apple mit dem „Best of 2017“-Award für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Auffällig – bei den Bewertungen wird auf Kritik und Anregungen umgehend geantwortet.

eBay Kleinanzeigen: Der Platzhirsch

eBay-Kleinanzeigen trumpft mit einer unglaublichen Nutzungsfrequenz auf - aber auch mit einer großen Konkurrenz. 26 Millionen Besucher tummeln sich monatlich auf der Plattform und können rund 20 Millionen Anzeigen anklicken. Das Angebot ist breiter als bei Shpock: Neben Anzeigen von Gebrauchtwaren gibt es z. B. auch Stellenangebote und andere Dienstleistungen. Auch hier – nach einer Anmeldung nur mit unserer E-Mail-Adresse - ist die Eingabe schnell geschehen. Bis zu 20 Bilder können wir hochladen. Bei der Beschreibung haben wir 4.000 Zeichen Platz, um unsere Angebote bestmöglich zu beschreiben. Das Highlighten eines Angebots ist teuer – 14 Euro für eine Woche werden dafür fällig. Beeindruckend: 445.000 Bewertungen hat die App schon bekommen und dabei 4,7 von fünf Punkten erzielt – der Beleg für eine hohe Zufriedenheit der Kunden.

Quoka: Diese App war mal eine Zeitung

Die Anfänge der App Quoka sind verschiedene Anzeigenblätter, die sich 2005 zu einem gemeinsamen Online-Portal zusammenschlossen. Quoka ist das mobile Angebot des gleichnamigen Anzeigenportals. Mit sechs Millionen Kleinanzeigen gilt die App als zweitgrößter Anbieter nach eBay. Allerdings ist das Angebot sehr breit gemischt – neben klassischen Gebrauchtwaren gibt es u. a. auch Autos, Immobilien, Kontaktanzeigen, Jobangebote und Dienstleistungen. Das Eingeben unsere Anzeige ist - nach der Anmeldung mit unserer E-Mail-Adresse - im Vergleich zu den anderen Anbietern ähnlich leicht und unkompliziert. Quoka räumt uns dabei sogar 5.000 Zeichen für die Beschreibung ein. Um die Anzeige über eine Woche zweimal täglich ganz oben zu positionieren, müssen wir knapp sechs Euro bezahlen.

Marketplace: Auch Facebook mischt mit

Seit Sommer letzten Jahres können wir auch bei Facebook unsere gebrauchten Sachen im lokal-regionalen Umfeld anbieten. „Marketplace“ heißt die Funktion und sie ist in die normale Facebook-App integriert. Insofern geht das Einstellen eines Angebots noch schneller. Einfach auf das Symbol klicken und schon können wir die Anzeigen aus unserer Region sehen bzw. selbst unser Angebot eingeben. Begrenzung gibt es keine. Allerdings auch noch keine Nutzerzahlen. Ein schneller Überblick über die im Umfeld von 50 Kilometern angebotenen Artikel zeigt jedoch, dass die meisten Angebote schon mehr als tausend Aufrufe verzeichneten – das könnte auf reges Interesse hinweisen.

Alle Apps sind kostenlos und die Anzeigen auch. Ausnahme eBay-Kleinanzeigen: Hier muss ab der 51. Anzeige innerhalb von 30 Tagen rund ein Euro als Gebühr bezahlt werden – Immobilien und Autos kosten ab der dritten Anzeige. Alle Apps sind für iOS und Android verfügbar.

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