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Ina Atig
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„Hey Facebook, nimm‘ ein Video auf“

Die smarte Facebook-Brille „Ray-Ban Stories“

13. September 2021

  • Facebook bringt eine smarte Sonnenbrille auf den Markt, die neben zwei Kameras auch Lautsprecher und Mikrofone im Rahmen integriert hat.
  • Der amerikanische Social-Media-Konzern arbeitet dabei mit der Brillenmarke Ray-Ban zusammen.
  • Die smarte Brille ist zum Start in 10 Ländern weltweit verfügbar

Was sieht die smarte Facebook-Brille?

Die zwei Kameras sind unauffällig oben rechts und oben links über den Brillengläsern integriert. 5 Megapixel-Aufnahmen sind möglich mit „Ray-Ban Stories“, so hat Facebook die Brille genannt. Die auf-nehmbare Videolänge ist auf 30 Sekunden begrenzt. Mehr als 30 Kurzvideos kann die Brille speichern, alternativ können wir auch 500 Fotos aufnehmen. Zwei weiße LED-Anzeigen – eine an der Außenseite der Brille, eine in der Innenseite – signalisieren der Umwelt wie auch den Besitzer/innen, dass die Brille aufnimmt. Auf der tech@facebook-Website . heißt es zur der smarten Brille: 

„Von täglichen Aktivitäten wie dem Radfahren bis hin zu besonderen Meilensteinen wie Ihrem Lieblingsmusikfestival können Sie mit den beiden integrierten 5MP-Kameras von Ray-Ban Stories spontane Momente des Lebens aus einer einzigartigen First-Person-Perspektive festhalten.“

Was hört „Ray-Ban Stories“?

Die neue, smarte Brille von Facebook kann nicht nur sehen sondern auch hören. Drei Mikrofone sowie mehrere kleine Lautsprecher sind in den Brillenrahmen integriert. So soll „Ray-Ban Stories“ nicht nur den passenden Ton zur Videoaufnahme liefern, mit der Brille sollen wir auch telefonieren können oder unsere Musik hören. Gesteuert wird die Brille mit der neuen App „Facebook View“, Nutzer/innen brauchen dafür einen Facebook-Account. Sie können dann über die App die Filme und Fotos downloaden und auf Social Media verteilen. Und wenn wir gerade alle Hände voll zu tun haben, können wir über den Sprachbefehl „Hey Facebook, nimm‘ ein Video auf“ die Filmaufnahme auch per Sprachbefehl initiieren. Alternativ lässt sich die Kamera auch mit einem Schalter am Rahmen bedienen.

Was „treibt“ die Brille an?

Ein ebenfalls integrierter Akku soll die Brille mit ausreichend Strom versorgen. Aufgeladen wird dieser über das Brillenetui. Drei Tage lang soll es die Brille mit Strom versorgen können, bis wir das Etui selbst wieder aufladen müssen. Für die Entwicklung und die Produktion der ersten eigenen smarten Brille arbeitet Facebook mit Essilor-Luxottica, der italienischen Muttergesellschaft des Brillenherstellers Ray-Ban zusammen. Die „Ray-Ban Stories“ soll in rund 20 unterschiedlichen Design-Varianten angeboten werden, diese basieren auf den schon bekannten Ray-Ban-Stiles wie z.B. die Wayfarer-Modelle. Die ganze Technik ist so stark komprimiert, dass sie laut Facebook nur für 5 Gramm zusätzliches Gewicht sorgen soll. Zum Start ist „Ray Ban Stories“ in zehn Ländern wie u.a. Großbritannien, Kanada oder Italien erhältlich. Sie soll 329 Euro kosten. Wann „Ray-Ban Stories“ in Deutschland auf den Markt kommt, ist bislang nicht bekannt. 

Was sagt Facebook zum Datenschutz?

„Die Möglichkeit, Ihre Einstellungen und Inhalte zu kontrollieren, war das Hauptanliegen der Menschen in der Benutzerforschung, die wir zu tragbarer Technologie und Datenschutz durchgeführt haben.“

So schreibt es Facebook in seinen Zeilen zum neuen Gadget. Natürlich weiß der Konzern gerade in Bezug auf die Video-Funktion der Brille um die Brisanz des höchst sensibel zu handhabenden Datenschutz-Faktor. So betont er, dass Fotos und Videos verschlüsselt gespeichert werden, dass die Brille nur mit einem einzigen Facebook-Account verbunden werden kann und dass alle Datenschutz-Einstellungen von uns personalisiert und individualisiert werden können. Gleichzeitig betont der Konzern, dass er für die Nutzung der Brille eigene Datenschutz-Richtlinien entwickelt hat. Sie werden nicht nur beim Onboarding in der App gezeigt, sondern sind auch auf einer speziellen Datenschutz-Website zusammengefasst. Ob diese Maßnahmen den Nutzer/innen und den Datenschützer/innen allerdings ausreichen, wird erst die Zukunft zeigen. Bislang sind alle Versuche gescheitert, die Nutzer/innen von smarten Brillen zu überzeugen – siehe Google Glass oder Snapchat Spectacles. 
 


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