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Die Router-Revolution oder "Mesh" macht müde Netze munter

WLAN-Router mit verschiedenen Anschlüssen

Der Spielfilm ist gerade an einer seiner spannendsten Stellen – da stockt das Bild. Urplötzlich hakt das heimische WLAN-Netz und wir sind blitzschnell raus aus Spannung und Film. In Zeiten, in denen wir immer mehr Musik, Sportevents, Filme und Serien streamen, dazu noch ständig im Netz surfen, ist ein stabiles Netz in den eigenen vier Wänden das A und O. Doch wenn es nicht klappt, ist nicht immer unser Anbieter Schuld. Das Problem kann auch der Router sein. Denn oft wird an diesem Gerät gespart und das preiswerte Modell steht zudem in einer der entlegensten Ecken unserer Wohnung oder unseres Hauses. Die Folge – der WLAN-Empfang in manchen Zimmern ist nur schwach und das Streaming wird zum Alptraum. Hilfe verspricht eine neue Technologie namens Mesh.

Wir haben die Hintergründe und ein paar einfache Tipps für ein besseres Netz zusammengestellt:

Alle für eines
"Mesh" kommt aus dem Englischen und bedeutet Netz. Und das genau ist das Erfolgsrezept der neuen Technologie. Mindestens zwei der neuen Mesh-Router braucht es, um damit ein flächendeckendes Netzwerk für alle unserer Räume aufzubauen. Dieses Netzwerk funkt dann auf verschiedenen WLAN-Bändern. Dabei sind die neuen Mesh-Geräte drahtlos vernetzt und kommunizieren ständig über einen Extrakanal miteinander. Sie erkennen automatisch, wo wir uns mit unserem Laptop oder Smartphone befinden und verbinden uns dann immer mit dem WLAN-Band, das dort die beste Signalstärke besitzt. So sollen wir überall in unseren Wänden immer die optimale Übertragungsrate nutzen können.

Komplizierte Technik – (meist) einfache Einrichtung
Der Weg zum ungestörten WLAN-Genuss läuft dabei in der Regel über eine App (eine Ausnahme ist z. B. Netgears Orbi, das über den Browser konfiguriert wird). Über diese werden die Mesh-Router eingerichtet. Häufig hilft dabei ein Einrichtungs-Assistent. Allerdings kann dieses Prozedere auch durchaus komplizierter sein. Das Webportal Golem.de hat drei unterschiedliche Mesh-Systeme getestet und nicht nur große Unterschiede in der Funktionalität, sondern auch bei der Einrichtung festgestellt. Manchmal klappte die Konfiguration innerhalb einer Viertelstunde und der Weg war intuitiv erkennbar, manchmal benötigten die Tester aber auch bis zu einer Stunde. Den Mesh-Router-Test gibt es hier.

Die Qual der Wahl
Der Boom von Smart-Geräten und Streamingdiensten hat unseren Bedarf nach sicheren und vor allen stabilen heimischen WLAN-Netzen schlagartig erhöht. Viele Router-Hersteller haben darauf in den letzten Monaten reagiert und ein eigenes Mesh-Gerät im Angebot bzw. arbeiten aktuell an einer Mesh-Version ihrer Geräte. Seit wenigen Wochen ist beispielsweise auch Google in Deutschland mit Google Wifi erhältlich. Eine Übersicht über die vorhandenen und geplanten Geräte gibt es hier. Allerdings ist die Technik häufig nicht preiswert. Für ein Mesh-Router – meist im Paket mit mindestens einem weiteren Modul abhängig von der Wohnungs- bzw. Hausgröße - müssen mindestens 200 Euro investiert werden, es kann aber auch bis zu 600 Euro teuer werden. Dabei brauchen die meisten Geräte aber auch noch ein zusätzliches Modem. Eine Ausnahme bietet hierbei AVM. Die beliebte „Fritz!Box“ des Berliner Herstellers vereint Modem und Router in einem Gerät. Hier braucht es kein weiteres Modul bzw. keine weitere Box.

Gib` den Alten eine Chance
Wer jetzt nicht direkt den Neukauf starten möchte, der kann mit einigen kleinen Tricks versuchen, dem eigenen Netz noch etwas Geschwindigkeit und Beständigkeit zu geben. Häufig kann schon ein anderer Standort helfen: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Platz auf dem Schrank als versteckt dahinter. Die richtige Position der Antennen kann auch eine verbesserte WLAN-Verbindung erzielen – einfach mal eine vertikale oder eine horizontale Ausrichtung testen. Zudem sollten die Antennen nicht durch Möbel verdeckt sein. Mit ein bisschen Alufolie oder einer aufgeschnittenen Getränkedose können sie zudem eine Art Mini-Parabolspiegel bauen und das WLAN-Signal versuchen umzulenken.


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