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Was ist los im Kreis Warendorf?
Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Veranstaltungstipps für den Kreis Warendorf

Was ist los bei uns im Kreis Warendorf? Wir halten euch immer auf dem Laufenden:

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Dienstag, 22.9.

Foto: Charivari Theater

22.09.2020 - 15:00 Uhr


"Kindertheater" in Ennigerloh


Ennigerloh
Alte Brennerei Schwake
Liebfrauenstraße 6

*****FÄLLT AUS !*****

Das Kindertheater-Stück „Ikarus – Fliegen ist ein Kinderspiel“ des Charivari Theaters aus Münster am 22.09.2020 fällt aus. Diese Veranstaltung wurde bereits einmal verschoben. Ursprünglicher Termin war der 17.03.2020.

Tickets, die bisher noch nicht zurückgegeben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Sollte ein Besuch der Veranstaltung am neuen Datum nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte zu gegebener Zeit an Reservix, wenn Sie die Karte online oder an einer Reservix-Vorverkaufsstelle gekauft haben. Haben Sie die Karten in der Buchhandlung Güth oder direkt bei der Alten Brennerei gekauft, wenden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail an die Alte Brennerei.

22.09.2020 - 15:00 Uhr


"Ganzheitliches Gedächtnistraining" in Ennigerloh


Ennigerloh
Volkshochschule
Alte Brennerei Schwake
Liebfrauenstraße 6

Mit dem Merken und Erinnern wird es in zunehmendem Alter nicht besser: Spielend wird jetzt das Gedächtnis in der Volkshochschule Oelde-Ennigerloh trainiert. Für verschiedene Lerntypen und Altersgruppen werden die passenden Trainingsmethoden eingesetzt, sodass der Kurs für alle gleichermaßen sinnvoll ist. Mit den Übungen werden alle Bereiche des Gehirns angesprochen. Ohne Stress und Leistungsdruck werden Merkfähigkeit, Konzentration, logisches Denken, Wortfindung, Denkflexibilität, Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit geschult. Ganz nebenbei werden auch die Lachmuskeln nicht zu kurz kommen. Denn auch das Lachen ist ein wirkungsvolles Training fürs Gehirn.

Der Kurs findet 8-mal statt. Start ist heute um 15 Uhr in der Alten Brennerei Schwake. Anmeldungen unter 02524/28-3333 und www.vhs@ennigerloh.de

 

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22.09.2020 - 16:30 Uhr


Computer-Schnupperkurs in Ahlen


Ahlen
VHS Altes Rathaus
Markt 15

Die VHS Ahlen bietet  einen Computer-Schnupperkurs für diejenigen an, die entweder komplette Computer-Neulinge sind oder aber bereits über leichte Vorkenntnisse verfügen, diese aber noch ein wenig ausweiten möchten.

Ohne viel Stress können Programme ausprobiert werden und Kenntnisse gewonnen, aufgestockt oder wiederbelebt werden. Hier kann man all die Fragen stellen, die sich angesammelt haben,  kleine Probleme und Unsicherheiten in der Bedienung des Computers oder Laptops beseitigen und so sicherer im Umgang mit Windows, Internet und verschiedenen Programmen werden. Zu den Themen des Kurses gehören neben der allgemeinen Bedienung des Computers die wichtigsten Funktionen von Windows, wie Umgang mit Ordnern, Dateien, Programmen und auch ein kurzer Einblick in mögliche Anwendungen, die mit den Teilnehmern abgesprochen werden können. Möglich sind die Vorstellung von Textverarbeitung (Word), PowerPoint, digitaler Bildbearbeitung und eine Kurzeinführung ins Internet. Vorkenntnisse sind nicht nötig! Der Kurs findet 8 mal, jeweils von 16.30 bis 18.00 Uhr, im EDV-Raum im Alten Rathaus am Markt statt.

Anmeldung in der VHS Ahlen, per email an vhs(at)stadt.ahlen.de oder im Internet unter VHS Ahlen.

Bild: Kizz Verlag

22.09.2020 - 16:30 Uhr


"Vorlesezeit Stadtbücherei Ahlen"


In der heutigen Vorlesezeit geht es recht sportlich zu. Denn es liest Vorlesepate Ralf Steinhort das Buch „Zwei Freunde im Fußballfieber“ vor. Geschrieben haben diese wunderbare Geschichte die seit Kindertagen befreundeten Spitzensportler Felix Neureuther und Bastian Schweinsteiger.

Darin plant Husky Basti ein großes Fußballereignis, bei dem sich die besten Spieler aller europäischen Länder Europas messen sollen. Und weil Fuchs Ixi gerne Bastis Fußballfreunde kennenlernen möchte, machen die beiden sich auf den Weg durch Europa, um alle abzuholen. Am großen Tag des Turniers geben die Mannschaften alles, um zu gewinnen! Doch dann passiert etwas sehr überraschendes… In ihrem zweiten gemeinsamen Kinderbuch vermitteln Schweinsteiger und Neureuther eine wichtige Botschaft: Gewinnen ist nicht alles! Viel wichtiger sind Teamgeist und Toleranz!

Zu verfolgen ist die Online-Vorlesestunde in der Facebook-Gruppe „Vorlesestunde Stadtbücherei Ahlen“.

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22.09.2020 - 18:00 Uhr


VORTRAG zum 'Thema "Vorsorgevollmacht" in Drensteinfurt


Drensteinfurt
Bürgerhaus "Alte Post"

Unter dem Motto "Ich entscheide jetzt, wer später für mich entscheiden soll - Alles über die Vorsorgevollmach", findet um 18.00 Uhr, im Bürgerhaus "Alte Post", der gleichnamige Vortrag unter der Leitung von Cornelia Lindstedt statt. Wer denkt daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden in eine Situation bringen, in der selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Wer handelt, wer entscheidet in Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Verwandte, Freunde oder Fremde? Wie werden sie für mich entscheiden? Die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügungen bieten Möglichkeiten, um für diesen Fall der Fälle vorzusorgen. Nach einer Einführung in das Thema "Vorsorgevollmacht" besteht anschließend die Möglichkeit zur Diskussion. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V.

Um eine Anmeldung wird gebeten. Anmeldungen sind in der VHS-Geschäftsstelle (Tel. 02382-59436) oder über das Internet bei der VHS Ahlen.

Foto: Hubert Kemper

22.09.2020 - 19:30 Uhr


"Einführung in das Fotografieren" in Drensteinfurt


Drensteinfurt
Kulturbahnhof

s sind noch Plätze frei im VHS-Kurs: "Einführung in das Fotografieren", der am Dienstag, 22. September, um 19.30 Uhr, in Kulturbahnhof unter der Leitung von Hubert Kemper beginnt. Der Kurs soll Verständnis für die Abläufe in einer Kamera vermitteln, sowie die vielen Möglichkeiten aufzeigen, die sich jenseits der Automatikprogramme bieten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kamera und Bedienungsanleitung sind mitzubringen. Digitale Kameras sollten über eine manuelle Einstellung von Blende und Zeit verfügen. Anmeldungen sind in der VHS-Geschäftsstelle (Tel. 02382-59436) oder online bei der VHS Ahlen möglich.

22.09.2020 - 19:30 Uhr


Filmvorführung "Ballon" in Warendorf


Warendorf
Scala Filmtheater
Klosterstraße 5

  • Film aus Anlass des 30. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung

Heute wird im Scala Filmtheater in Warendorf der Film „Ballon“ gezeigt.

Die Familien Strelzyk und Wetzel leben in der DDR und wollen weg. Im Sommer 1979 ist es soweit: Nach zwei Jahren harter Arbeit starten Peter (Friedrich Mücke), seine Frau Doris (Karoline Schuch) und ihre beiden Kinder (Jonas Holdemieder und Tilman Döbler) sowie das Ehepaar Günter (David Kross) und Petra (Alicia von Rittberg) mit seinen zwei Söhnen (Ben Teichmann und Christian Näthe) endlich ihren Fluchtversuch in einem selbstgebauten Heißluftballon. Doch die Flucht aus ihrer Heimat in Thüringen endet kurz vor der innerdeutschen Grenze, als der Ballon abstürzt. Die beiden Familien arbeiten fieberhaft an einem neuen Ballon, denn mittlerweile ist ihnen die Stasi auf die Schliche gekommen und beginnt mit den Ermittlungen. Noch kennt die DDR-Geheimpolizei den Absturzort nicht, doch die Schlinge zieht sich immer enger zu. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.

Der Film „Ballon“ ist sowohl ein ausgefeiltes Psychogramm zweier Familien, die alles auf eine Karte setzen, um den Arbeiter- und Bauernstaat zu verlassen, als auch ein packender, sich eng an wahren Begebenheiten orientierender Fluchtfilm vor historischem und emotional enorm aufgeladenem Hintergrund.

Beginn der Filmvorführung ist um 19:30 Uhr.

Kartenreservierung bzw. Kartenverkauf (www.scala-filmtheater-de , 02581/1718) bzw. an der Abendkasse zum Preis von 5,00 € pro Karte.

22.09.2020 - 20:00 Uhr


"Mord am Hellweg" in Ahlen


  • „Mord am Hellweg X“ wird um ein Jahr verschoben
  • Europas größtes internationales Krimifestival feiert nun im Herbst 2021 Jubiläum

 Die anhaltenden Unwägbarkeiten der Corona-Krise haben die Festivalleitung von „Mord am Hellweg“ dazu veranlasst, das für diesen Herbst geplante Festivaljubiläum „Mord am Hellweg X“ um ein Jahr auf den Zeitraum 18. September bis 13. November 2021 zu verschieben. Damit reagieren die Veranstalter auf die aktuellen Prognosen von Wissenschaft und Politik, aber auch auf konkrete Schwierigkeiten, die sich schon jetzt massiv für die Programmgestaltung bemerkbar und die Durchführung des Festivals unberechenbar machen. Durch eine Verschiebung hoffen die Organisatoren größeren Schaden vom Festival abzuwenden, der durch eine kurzfristige Komplettabsage oder ein stark eingeschränktes Programm entstehen würde. Die derzeitigen Einschränkungen führen bereits jetzt zu zahlreichen Problemen in der aktuellen Planungsphase. Die Festivalleitung arbeitet nun bereits unter Hochdruck daran, die Termine, die sich schon im Vorverkauf befinden, um genau ein Jahr zu verschieben.

In Ahlen betrifft dies die Lesungen mit Klaus-Peter Wolf, die am Sonntag, 26. September in der Lohnhalle Zeche Westfalen stattgefunden hätte sowie die Lesung mit Nicola Förg und Michaela May am Dienstag, 22. September im CinemAhlen.

Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, wenn die jeweilige Veranstaltung auf nächstes Jahr verlegt werden kann. Mehr Informationen zur Verschiebung, zu alten und neuen Terminen, zur Ticketgültigkeit oder Ticketrückabwicklung werden über die Webseite www.mordamhellweg.de  bekanntgegeben.

Foto: Steinweg/LWL

25.09.2019   bis   10.01.2021


SONDERAUSSTELLUNG "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens mit der Natur" in Münster


Münster
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Straße 85

Corona-Infos

In der Natur sind Gemeinschaft und Feindschaft, Miteinander und Gegeneinander allgegenwärtig. Wer genau hinschaut, kann die Vielfalt der faszinierenden Lebensgemeinschaften zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen oder winzigen Mikroorganismen entdecken

Das Zusammenleben in Gemeinschaft bietet viele Vorteile für den Einzelnen, wie Schutz vor Fressfeinden. Doch nicht immer ist das Zusammenleben von Nutzen für alle Partner. Parasiten sind ein Erfolgsmodell der Evolution. Sie leben auf Kosten anderer und haben ausgeklügelte Strategien entwickelt, mit denen sie nicht nur auf oder in ihre Wirte gelangen, sondern diese auch für ihre Zwecke manipulieren.

Auch wir Menschen leben in unterschiedlichsten Gemeinschaften. Wir pflegen Beziehungen zu einander, aber auch zu Tieren. Wir sind attraktive Wirte für Parasiten und gleichzeitig gefürchteter Fressfeind, der die Lebensgemeinschaft auf der Erde massiv beeinflusst.

Gehen Sie in der inklusiven Ausstellung auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich von den vielfältigen Beziehungskisten begeistern, die im Laufe der Evolution entstandeen sind.

Dass das Zusammenleben mit anderen Organismen nicht immer ausschließlich zum gegenseitigen Vorteil ist, vermittelt die neue Sonderausstellung "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens in der Natur", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die vielfältigen Formen und Facetten des Zusammenlebens und schärfen so auch ihren Blick für die "Beziehungskisten" in ihrer direkten Umwelt.

Foto: St.-Franziskus-Hospital

05.06.2020   bis   27.09.2020


Ausstellung "Die Birke hat´s geflüstert" in Ahlen


Ahlen
St.-Franziskus-Hospital
Robert-Koch-Straße 55

  • Endlich wieder Kunst im Eingangsbereichs des St. Franziskus-Hospital - derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar.

Bereits die „Sandbilder“ von Karl Pichols Ausstellung im Jahr 2017 wurden im Ahlener Krankenhaus gut verkauft und sorgten bei Kunstfreunden für positive Resonanz. Ab jetzt gibt es im Foyer des St. Franziskus-Hospitals Ahlen seine neusten Werke zu sehen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen sind die Werke derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar. Sobald sich die Besucherreglung im Ahlener Krankenhaus ändert, sind alle Besucher wieder herzlich willkommen zum Betrachten der Fotowerke. Karl Pichols Bilder widmen sich diesmal der Baumkunst. „Die Birke hat`s geflüstert“ heißt seine neue Ausstellung und arbeitet mit interessanten Motiven von Baumstämmen und Bäumen.

„Die Natur zeigt uns ihre Schönheit auf so vielfältige und eindrucksvolle Weise. Sich für spezielle Motive zu entscheiden, diese dann zu fotografieren, künstlerisch zur transportieren und wieder in neuartige Kunst umzuwandeln ist eine Herzensangelegenheit von mir. Für mich beginnt das zauberhafte Wahrnehmen schon beim Blick durch die Kamera. Bei den Bäumen habe ich mich in diesem Fall vor allem auf Birken, aber auch andere Baumstämme konzentriert“, beschreibt Karl Pichol die Entstehung seiner 30 Werke.

Durch die jeweilige Farbgebung, Verstärkung und Schwächung von Schattierungen am Computer entstanden sowohl realistische anmutende wie auch rein gegenstandslose Bilder des 75-jährigen Künstlers. Diese sind auf Leinwand oder Karton gedruckt und können in unterschiedlichen Größen bestellt werden. Der Erlös kommt auch in dieser Ausstellung wieder der „Aktion Benjamin“ zugute, mit deren Hilfe Kinder aus Krisengebieten im Ahlener Krankenhaus behandelt werden.

Pro Motiv möchte Pichol nicht mehr als fünf Bilder verkaufen. Der Preis richtet sich nach der jeweiligen Größe und ist in einer Liste an der Krankenhausinformation zu sehen. Interessenten können sich für den Kauf eines Bildes an der Information des St. Franziskus-Hospitals vormerken lassen oder den Künstler direkt unter der Telefonnummer 02382-18 51 kontaktieren. Die Werke werden die nächsten Monate im Foyer ausgestellt sein.

25.06.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung: "Eine Provinz verschwindet"


Warendorf
Westpreußisches Landesmuseum
Klosterstraße 15

25. Juni 2020 – 18. Oktober 2020

Vor genau 100 Jahren trat der Versailler Vertrag in Kraft. Nachdem der Erste Weltkrieg Millionen von Menschenleben gefordert hatte, schufen die Friedensschlüsse zwischen der Entente und den Mittelmächten – die Pariser Vorortverträge – eine neue Friedensordnung für Europa. Die Regelungen führten aber auch zu radikalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen. Besonders die in den Verträgen beschlossenen territorialen Bestimmungen führten zu gewaltigen politischen und sozialen Umwälzungen.

14 neue Staaten entstanden, es gab 11.000 Kilometer neue Außengrenzen. Damit verbunden kam es zu Zwangswanderungen bisher nicht gekannten Ausmaßes: Mitte der 1920er Jahre lag die Zahl der Flüchtlinge, Vertriebenen und Umsiedler bei fast zehn Millionen Menschen. Allein die Mittelmächte hatten mindestens zwei Millionen Menschen aus ihren verloren gegangenen Territorien aufzunehmen.

Die Wucht der Vertragsbestimmungen traf das Deutsche Reich hart. Neben anderen Abtretungen waren es vor allem die Gebietsverluste im Osten, die weitreichende Folgen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft hatten.

Für die Provinz Westpreußen wirkte sich die Forderung des in Versailles neu gegründeten Staates Polen nach einem freien Zugang zur Ostsee besonders negativ aus. Der größte Teil der Provinz wurde aufgrund der Friedensbestimmungen abgetreten und bildete als Woiwodschaft Pommerellen einen Teil des neuen Staates Polen. Die staatliche Existenz der Provinz Westpreußen war mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 beendet, hunderttausende Menschen verließen ihre Heimat. Nur in einem kleinen Teil der Provinz konnten die Menschen im Rahmen einer Volksabstimmung 1920 über die staatliche Zugehörigkeit dieses Gebietes entscheiden – wie zeitgleich in Ostpreußen stimmten hier über 90 Prozent der Menschen für den Verbleib bei Deutschland.

Die Ausstellung ruft die weitreichenden Vorgänge dieser Jahre in Erinnerung und geht auch der Frage nach, wie sich die territorialen Veränderungen auf die Gesellschaften in Deutschland und Polen auswirkten. Dabei spielt auch die Frage eine bedeutende Rolle, wer von den Deutschen nach 1920 die Provinz Westpreußen verließ und wer blieb. Auch die Frage nach der Herkunft der neu in die vormals deutschen Gebiete zugewanderten Polen ist hierbei von Bedeutung.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
10 – 18 Uhr

Eintritt:
Eintrittspreis 4,00 €
Ermäßigt 2,50 €
Familienkarte 7,00 €

05.07.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung "GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN"


Oelde-Stromberg
Museum für Westfälische Literatur
Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1

  • 05. Juli - 18. Oktober 2020
  • GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN
  • Westfälische AutorInnen unterwegs in Europa

Neue Welten, neue Horizonte. Was erzählen Sie uns? Und wer erzählt da überhaupt? Das Literaturmuseum Haus Nottbeck lud für sein neues Projekt „Go East!“ vier Autoren und eine Autorin ein, über ihre Reiseerfahrungen zu berichten und ihre Reisetexte vorzustellen. Das Gemeinsame daran: Sabrina Janesch, Martin Becker, Marc Degens, Marius Hulpe und Ralf Thenior lebten eine Zeitlang in Osteuropa und rückten diese Phase – zumindest temporär – in den Mittelpunkt ihres Schreibens. Auf unterschiedliche Weise: Im Roman, Erzählung, Lyrik, Reportage, Tagebuch, Blog, alles ist dabei. Darüber hinaus sind andere künstlerische Formate präsent: Film, Musik, Fotografie, Zeichnungen und Textbilder.

Alle Beteiligten empfanden die Begegnungen mit fremder Kultur als Herausforderung und – im Nachhinein – als wesentliche Erweiterung ihres Lebenshorizonts. Und: Sie wurden Zeugen einer ursprünglichen Erzählfreude und Erzähllust, die hierzulande kaum noch anzutreffen ist. Woraus sich die Frage ableitet: „Was hat der Osten, was der Westen nicht hat?“ Und weiter gefragt: Wie kann man Ressentiments abbauen und die Kultur des anderen besser verstehen und einordnen? Ein Blickwinkel, der natürlich auch die politischen Gegebenheiten einschließt. Inwieweit prägen gesellschaftliche Rahmenbedingungen das Denken und letztlich auch das Schreiben und die Wahrnehmung von Literatur? Viele Fragen, auf die die Ausstellung und das gleichnamige Festival „Go East!“ eine Antwort suchen.

Ralf Thenior war 1996 sechs Wochen lang Stadtschreiber im bulgarischen Plowdiw. „Ich hatte keine Erwartungen, keine Hoffnungen, keine Illusionen, auch keine Bilder, was mich erwartet, ich war einfach neugierig.“

Der Autor und Journalist Martin Becker ist seit seiner Kindheit vom tschechischen Virus infiziert. Initialerlebnisse waren die Kinderserie „Pan Tau“ und der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Der 1982 in Soest geborene Lyriker und Romanautor Marius Hulpe unterrichtete mehrere Jahre an der Jagiellonen Universität in Krakau. In jener Zeit vollzog sich ein radikaler Wandel in der polnischen Politik hin zum rechtsnationalen Kurs unter Jarosław Kaczyńskis PiS-Partei.

Für Sabrina Janesch, Tochter einer polnischen Mutter, ist das in ihrer Familie verbreitete Erzählgut ein unerschöpfliches Stoffreservoir. Aus ihm schöpfte sie vor allem in ihrem in Polen spielenden Erfolgsroman „Katzenberge“.

Eine wiederum ganz andere Textform begegnet einem bei dem Romanautor und Herausgeber Marc Degens, der von 2007 bis 2010 in Armenien lebte. Sein Reportageroman „Eriwan“ (2017) ist kein Reisebericht im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine unterhaltsame Daily Soap, in der uns der Autor an seinem Privatleben teilhaben lässt.

Wer das Nottbecker Literaturmuseum besucht, kommt gleich mehrfach auf seine Kosten: Einblicke in fremde Lebenswelten, spannende Lektüre und persönliche Begegnungen in Form von Texten, Videointerviews, Wort- und Soundfunden wecken das Fernweh und die Lust auf literarische Exkursionen abseits ausgetretener Pfade. Neben den Schriftbildern von Ralf Thenior ist im Gartenhaus auch dessen Soundinstallation „Taxi Water“ zu erleben, die er mit seinem langjährigen Musikerkollegen und Reisepartner Ralf Werner konzipiert hat.

Die Ausstellung ist im Literaturmuseum, im Gartenhaus sowie im Museumspark des Kulturguts zu sehen. Eröffnet wird das Projekt mit der Online-Premiere der Video-Interviews mit den teilnehmenden Autorinnen und Autoren am 5. Juli (ab 11 Uhr) auf der Internetseite www.kulturgut-nottbeck.de 

Das im Begleitprogramm vorgesehene Literatur- und Musikfestival "Go East!" wird auf das Frühjahr 2021 verschoben. Eingeladene Künsterinnen und Künstler sind u.a.: Helge Timmerberg, Ralf Werner, Die Kulturtechniker & Poetic Electric, Michael Roes, Martin Becker, Ralf Thenior, Bela Chekurishvili, Tzveta Sofronieva, Olga Martinova, Marius Hulpe, das „Airis Quartet“, Nesrin Tanç und das Ensemble „Numaqam“.

Ein Projekt der Literaturkommission für Westfalen und des Kulturguts Haus Nottbeck. Idee, Konzept, Interviews: Walter Gödden. Ausstellungsgestaltung: Jeremias H. Vondrlik. Film: Philipp Wachowitz. Gefördert von: Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Kreis Warendorf.

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 97 900 und www.kulturgut-nottbeck.de

Foto: Wiebke Haas

09.08.2020   bis   25.10.2020 - 22:48 Uhr


"Equi Animo - Die Seele der Pferde" - Wiebke Haas


Warendorf
Dezentrales Stadtmuseum
Historisches Rathaus am Markt

"Equi Animo - Die Seele der Pferde" - Wiebke Haas
09. August - 25. Oktober 2020

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 15:00-17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und feiertags 14:00-17:00 Uhr, montags immer geschlossen.

Mit der Ausstellung "Equi Animo - Die Seele der Pferde" entführt die Tierfotografin Wiebke Haas im historischen Rathaus der Pferdestadt Warendorf in der Welt der Pferdefotografie. Nach dem die Kaufmannschaft im Jahre 2016 mit der Ausstellung „Pferde“ des französischen Fotografen, Journalisten und Naturschützers Yann Arthus-Bertrand für Furore sorgte können sich Pferdefreunde und Fotografen nun auf ein weiteres Highlight aus diesem Bereich freuen.

„Angefangen hat alles mit den Pferden aus der Nachbarschaft. Ich begann mit etwa 14 Jahren mit dem Reiten und war sehr schnell Feuer und Flamme für die Pferde.“ Nach dem Abitur absolvierte Sie eine klassische Fotografieausbildung und fand vor allem in der schulischen Ausbildung den Kontakt zur Fine-Art und Werbefotografie. Ein Bildband eines der renommiertesten Fine-Art-Tierfotografen der Welt, Tim Flach konkretisierte ihre Zukunftsvision: „Mich haben diese Aufnahmen komplett fasziniert. Das Spiel mit Formen, Linien und Licht ist sagenhaft. Genau in diese Richtung wollte ich auch gehen.“ Wiebke Haas fragte den Briten, ob sie ein Praktikum bei ihm absolvieren könne. Flach sagte zu und Ende 2013 machte sie sich auf den Weg nach London – ein weiterer Schritt auf ihrem Karriereweg. „Bei Flach habe ich gelernt, warum ein Bild funktioniert und wie man es rund macht, welche Regeln man beachten muss“, erzählt Haas. „Ich habe von ihm viel über das Licht gelernt und wie ich es so steuern kann, sodass ich den gewünschten Effekterzielen kann. Darauf aufbauend entwickle ich jetzt meine eigenen Bildideen.“ Seitdem arbeitet die 29-Jährige als selbstständige Fotografin, Buchautorin, setzt eigene Fotoprojekte um und ihre Arbeitsweise war Thema einiger TV-Produktionen. Zudem hat sie eine Reihe bedeutender Auszeichnungen gewonnen unter anderem den dritten Platz des renommierten Sony Word Photography Awards.

Teile dieser in der Kategorie „Natural World & Wildlife“ ausgezeichneten Arbeiten werden nun in der Ausstellung „Horsestyle“ im historischen Rathaus in Warendorf gezeigt. Rund 50 großformatige Fotografien zeigen die verschiedenen Serien der Fotografin. Neben den bekanntesten Schüttelbildern der Serie Horsestyle werden auch eher grafische Motiv aus den Serien Wild Things und Köpfe gezeigt.

Der Eintritt ist frei !

Bild: Manuel Schroeder

09.08.2020   bis   25.10.2020 - 22:48 Uhr


Manuel Schroeder - "Concrete Delusion - Ressourcen und Landmarken"


Beckum
Stadtmuseum
Markt 1

Manuel Schroeder

Concrete Delusion
Ressourcen und Landmarken

09. August - 25. Oktober 2020

Das Kunstprojekt „Concrete Delusion“ ist eine medial-kulturarchäologoische Recherche zu den Ursprüngen des Materials Beton, seinen architektonischen Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum und deren künstlerischen Transformationen. In der Projektphase „Translocations and Transformations“ geht das Projekt an die Ursprünge des Materials. Dabei gilt die Region Beckum/Münsterland als Hotspot und historisches Zentrum der deutschen Zement- und Betonproduktion. Orte und Landschaften lösen sich auf, entstehen neu, verändern sich. Eine außergewöhnliche Nachbarschaft von Mensch und Industrie bildet die audiovisuelle Textur der Stadt Beckum: Mit den Mitteln von Fotografie, Soundsampling und Video erforscht Manuel Schroeder die temporären Landschaften, die Zwischenwelten der Entnahme des Materials, über die Wege des Gesteins  bis hin zur Renaturierung der Landschaften. Die künstlerische Arbeit geschieht in einem Umfeld permanenter Veränderungen und unterliegt einem Prozess zwischen Surrealismus und Abstraktion. An diesen Orten entsteht für die Region Beckum ein „audio-visueller Nachtwanderweg“ mit dem Titel „The Green Line“. Die künstlerisch-medialen Werke aus den regionalen Recherchen sind im Rahmen der Ausstellung „Concrete Delusion - Ressourcen und Landmarken“ im Stadtmuseum Beckum in der Zeit von August bis Oktober 2020 zu erleben.

Manuel Schroeder lebt und arbeitet in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Osteuropa als freischaffender Bildender Künstler.

Zum Ausstellungsprojekt erscheint eine künstlerisch-dokumentarische Buchpublikation mit dem Titel „Concrete Delusion“ über die insgesamt zweijährige Projektarbeit. Eine APP verbindet die Formate „Beckumer Zementroute“ und „NRW Skulptur“.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Henning Rehbaum, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag NRW.

Di - Fr/So 9.30 – 12.30 und 15.00 – 17.00 Uhr, Sa 15.00 – 17.00 Uhr

Sonderregelungen und Führungen nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei. Info: www.beckum.de

Foto: Kreis Warendorf

17.08.2020   bis   23.09.2020


Ausstellung "Strukturen" im Kreishaus


Im Kreishaus wurde die Ausstellung „Strukturen“ der Wadersloher Künstlerin Ulrike Steiling eröffnet. Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßte die Gäste, die den Weg ins Kreishaus gefunden hatten, um die Werke zu bestaunen. Die Künstlerin verarbeitet für ihre Art-Quilts verschiedene flexible Materialien und hat eigene Techniken im Arbeitsprozess entwickelt. Meist entstehen die Quilts nur aus einer Idee heraus und nehmen erst im Laufe des künstlerischen Schaffens ihre Form an, daher ist jedes Werk ein Unikat.

„Kunst kennt keine Grenzen – diesen Grundsatz würdigen wir mit den Ausstellungen in unserer Kreishausgalerie. Heute eröffnen wir bereits die 38. Ausstellung“, so der Landrat. Auch der Vorsitzende des Kreiskunstvereins Beckum Warendorf, Dieter Müller, würdigte die Künstlerin. Laudatorin Marianne Jürgens, die eine Einführung in die Ausstellung gab, erläuterte den Weg der Quilt-Kunst: „Früher waren Quilts Gebrauchsobjekte, die durch die Quilt-Art zur Kunstform wurden. Was für andere Künstler die Leinwand, Farbe und Pinsel sind, sind für uns Quilt-Künstler Nadel, Faden und Nähmaschine.“

Ulrike Steiling wurde 1953 in Münster geboren. Nach dem Lehramtsstudium in Münster war die Künstlerin von 1976 bis 2016 im Schuldienst tätig. Von 1986 bis 1989 folgte eine Ausbildung im Bereich Kunst. Anschließend begann eine intensive Beschäftigung mit der Textilkunst. Das besondere Interesse von Ulrike Steiling gilt Arbeiten aus dem Bereich Art-Quilt.

Die Ausstellung im Kreishaus ist noch bis zum 23. September zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: montags bis donnerstags von 7 bis 18 Uhr, freitags von 7 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Foto: LWL/Steinweg

21.08.2020   bis   26.09.2020


Ausstellung "Überlebenskünstler Mensch" in Münster


Münster
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Straße 285

21. August - 26. September 2020

In seiner 300.000-jährigen Geschichte hat der moderne Mensch eines bewiesen: Er ist ein Überlebenskünstler. Das stellen Menschen immer wieder durch Erfindungsreichtum unter Beweis. Ab Freitag (21.8.) widmet sich die neue Sonderausstellung "Überlebenskünstler Mensch" im LWL-Museum für Naturkunde in Münster diesem Thema und sucht nach Antworten auf Fragen rund um die Spezies Mensch.

Im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lernen Besucher in der deutschlandweit umfassendsten Darstellung zu diesem Thema den Menschen in all seinen Facetten kennen. Dabei spannen die drei Ausstellungsmacherinnen Lisa Klepfer, Dr. Ramona Dölling und Dr. Hanna Rüschhoff einen Bogen von den Anfängen des Homo sapiens als Jäger und Sammlerin bis hin zur möglichen Besiedlung des Mars durch die Menschheit.

"Von den ersten Faustkeilen über die Erfindung des Computertomographen bis zu Pflanzen-Experimenten auf dem Mars scheint es ein weiter Weg zu sein - eine lange Kette von Erfindungen, die das Leben erleichtern oder sogar retten ", so LWL-Direktor Matthias Löb. "Doch es wäre naiv, die Entwicklung des Menschen nur als eine Perlenkette schillernder Verbesserungen zu skizzieren. Es ging immer auch um Anderes: um die Ausbreitung des Menschen auf der ganzen Welt, um effizientere Methoden des Tötens und um die industrielle Ausbeutung der Natur zum Beispiel - mit weitreichendenden Folgen für Artenvielfalt und Klima. Dieser Mehrdeutigkeit von Innovationen können unsere Gäste beim Gang durch die Menschheitsgeschichte nachspüren, wenn sie auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche an über 1.000 Exponaten vorbeigehen", erklärt Löb weiter. "Dabei wird klar: Der Klimawandel ist für den Überlebenskünstler Mensch die bisher größte Herausforderung."

Viele Originalobjekte in der Ausstellung dienen als Zeugen dieser Entwicklung, wie zum Beispiel ein Original-Kompass, den der berühmte Polarforscher Robert Falcon Scott auf seiner Antarktis-Expedition eingesetzt hat. Der Kompass ist das Symbol für Entdeckergeist und Aufbruch in unbekannte Welten.Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört eine geologische Probe, die der Forscher Alexander von Humboldt von seinen Expeditionen mitgebracht hat. Und die älteste Schrift der Menschheit wird gezeigt: eine Schrifttafel aus dem mesopotamischen Uruk.

Es geht auch um die Herkunft des Menschen und um seine Verwandtschaft im Stammbaum der Primaten. So thematisiert die Ausstellung die Forschung in vergleichender Anatomie, die bereits der Gründer des LWL-Museums, Prof. Hermann Landois, betrieben hat. Er stand seinerzeit mit dem berühmten Evolutionsbiologen Charles Darwin in regem Austausch. In einer der 13 Inszenierungen ist deshalb das Arbeitszimmer Landois' mit Skeletten von Mensch und Gorilla zu sehen, die schon der Professor zu Lehrzwecken eingesetzt hat.

Sechs große Inszenierungen verdeutlichen in einem Ausstellungssaal die Ausbreitung der Menschheit in jeden Winkel der Erde und darüber hinaus: in die Wüste, den Weltraum, die Südsee, die Arktis und Antarktis, die Tiefsee und in den Regenwald. Ausstellungsmacherin Dr. Hanna Rüschoff: "Es gibt kaum einen Lebensraum, in den der Mensch noch nicht vorgedrungen ist - oft mit auf den ersten Blick eher unscheinbaren Hilfsmitteln." Ein Beispiel dafür ist ein rund 1,60 Meter mal ein Meter großer Nachbau eines Auslegerkanus von den Marshallinseln. Das Kanu mit seinem daran befestigten Schwimmer steht für die beeindruckenden Segelkünste der Seefahrerkulturen der Südsee. "Es ist kein großes Schiff wie das von Columbus, sondern ein kleines Boot, den Gewalten des Meeres trotzend, von Menschen gesteuert, die unter Einsatz ihres Lebens aufbrachen, um neue Lebensräume zu finden. Es zeugt vom Entdeckerdrang der Menschen", erklärt die Biologin.

Erstmals werden im LWL-Museum Virtual-Reality-Brillen in eine Ausstellung integriert. "Die virtuelle Welt eröffnet uns Möglichkeiten, von denen wir noch vor 20 Jahren nicht zu träumen gewagt hätten", sagt Ausstellungsmacherin Dr. Ramona Dölling. "Mit der VR-Brille versetzen wir unsere Gäste auf den Mars, wo sie die Landschaft erkunden und eine Marskolonie entdecken können", führt Dölling aus. "So kommen die Zukunftsvision der Raumfahrt und die mögliche Ausbreitung der Menschheit auf einen anderen Planeten in greifbare Nähe. Es macht deutlich, wie ungemütlich es auf anderen Planeten ist." Der Einsatz von VR-Brillen soll durch gründliche Desinfektion der Geräte nach jedem Gebrauch auch zu Corona-Zeiten ermöglicht werden.

Seit 2003 arbeitet das LWL-Museum mit der Fachhochschule Münster zusammen. 17 Studierende vom Fachbereich Design zeigen in der Ausstellung erstmals ihre Werke der Öffentlichkeit. Unter der Leitung von Professorin Cordula Hesselbarth fertigten die jungen Kreativen zwölf Arbeiten zu den unterschiedlichen Themen der Ausstellung an. Schöpfungs- und Jenseitsmythen aus aller Welt, das Wettrennen zum Südpol zwischen Roald Amundsen und Robert Falcon Scott oder die Entwicklung der Schrift sind einige davon.

Die Ausstellung ist für alle Menschen geeignet. Sie beinhaltet: Brailleschrift, einen speziellen, mehrsprachigen Audioguide (D, EN, NL sowie Audiodeskription in D) sowie Tastmodelle für Menschen mit Sehbehinderung, Mitmachstationen und untertitelte Filme. Bedingt durch Hygienemaßnahmen gegen die Covid19-Pandemie wird es im laufenden Betrieb derzeit noch Einschränkungen an Tast-Objekten geben. Blinde und sehbehinderte Menschen sollten sich bei der Museumsinformation am Eingang melden, damit ihnen die volle Ausstellungserfahrung dennoch möglich gemacht werden kann. Alle Ausstellungsbereiche sind für gehbehinderte Menschen und Familien mit Kinderwagen zugänglich. Begleitend zur Ausstellung werden museumspädagogische Programme für Schüler und Schülerinnen, Kinder und Jugendliche sowie Führungen für Erwachsene, Werkstattnachmittage und Literarische Rundgänge angeboten.
Ein Begleitbuch vertieft die Inhalte der Ausstellung und ist im Shop erhältlich.

Das YouTube-Video zur Ausstellung finden Sie hier: https://youtu.be/ztRMXTuAQEU

Möglich ist die Ausstellung durch Kooperationen mit Museumspartnern, wie der LWL- Kulturstiftung und der Sparda-Stiftung Münster, die die Ausstellung finanziell unterstützen.

http://www.ueberlebenskuenstler-mensch.lwl.org

Foto: Mariusz Broskiewicz

25.08.2020   bis   30.09.2020


"Unbändig lebhaft, verträumt und verspielt"- Pferdebilder von Mariusz Broskiewicz


Warendorf
Modehaus EBBERS
Münsterstraße 3

25. August - 30. September 2020
Montag - Samstag 10.00 Uhr - 18.00 Uhr

Zum ersten Mal in Deutschland sind die Pferdebilder des polnischen Fotografen Mariusz Broskiewicz  in der Ebbers-Galerie in Warendorf zu sehen. Der Künstler ist Mitglied des „Photoclub der Republik Polen“ und in der Kunstszene seines Heimatlandes sehr bekannt.

Im richtigen Moment auf den Auslöseknopf drücken – das ist die besondere Spezialität, die man den Fotografien von Mariusz Broskiewicz ansieht. In seinen Pferdebildern erleben wir Kraft und Energie, Übermut und Gelassenheit der Pferde, in der weiten Natur, im Stall, auf der Koppel. Ob im Morgengrauen, in der Mittagsonne oder unter dem Abendhimmel: Mariusz B hat für die Ausstellung in Deutschland eine Fotokollektion zusammengestellt, die begeistert. Diese Bilder zeigen die ganze Individualität der Pferde, ihre Sinnlichkeit, ihr Temperament. Alle Pferdebegeisterten ziehen diese Bilder in ihren Bann.

„Wir möchten den Pferdefreundinnen und -freunden, die zum Besuch des Bundeschampionats nach Warendorf kommen, mit diesen Bildern einen besonderen „Leckerbissen der Pferdefotografie“ zeigen“, sagt Christoph Berger, der Inhaber des Modehauses Ebbers.

Mariusz Broskiewicz freut sich, wenn seine ausdrucksstarken Farbfotografien Liebhaberinnen und Liebhaber finden. Die Bilder, die in den Schaufenstern und in der Galerie des Modeerlebnishauses gezeigt werden, sind auch zu kaufen. Die Ausstellung ist  während der Öffnungszeiten des Modehauses in Warendorf Fußgängerzone zu besichtigen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 25. August mit einer Vernissage im Modeerlebnishaus Ebbers in Warendorfs Fußgängerzone. Der Künstler Mariusz Broskiewicz hat die Absicht, zur Eröffnung und zu den Bundeschampionaten nach Warendorf zu kommen. Hoffen wir, dass der Besuch stattfinden kann.

05.09.2020 - 10:00 Uhr   bis   28.11.2020 - 18:00 Uhr


AUSSTELLUNG "HandwerksKunst" in Warendorf


Westpreußisches Landesmuseum
Franziskanerkloster
Klosterstraße 21

05. September bis 28. November 2020

Kai Geath: Fantastische Pfeifen

und

Manfred Kronenberg: Fabelhafte Bilder

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr

Jobst Tilmann, ZONE 2, 2019, Acryl auf Leinwand, 220 x 190 cm ©VG-Bild Kunst, Bonn, 2020

06.09.2020   bis   08.11.2020


AUSSTELLUNG "Jobst Tilmann. Anfang ohne Ende" in Ahlen


Ahlen
Kunstmuseum
Museumsplatz 1

06. September - 08. November 2020

am 7. März 2020 eröffneten wir die Ausstellung Jobst Tilmann- Anfang ohne Ende im Kunstmuseum Ahlen. Die retrospektive Ausstellung zu Jobst Tilmann (*1949) mit über 150 Werken gibt Einblick in ein spannendes Œuvre, das sich erstaunlich konsequent und vielseitig entwickelt hat. Der Künstler, der seit 10 Jahren in Wiedenbrück lebt, hat lange in Frankreich und bei Hannover gearbeitet. Er sieht mit einer Ausstellung, die in unterschiedlichen Räumen nach einem durchgehenden Konzept sehr dicht und sinnlich arrangiert ist, auf 35 Jahre seines Schaffens zurück. Nach drei Tagen mussten wir wie alle Kultureinrichtungen und Museen schließen.

Nach der coronabedingten Schließung der Präsentation sind wir in der glücklichen Lage, verkünden zu können: „Anfang mit glücklichem Ende.“ Das Kunstmuseum Ahlen öffnet erst Anfang September, dann wieder mit Jobst Tilmann!

Jobst Tilmanns Ausstellungstitel „Anfang ohne Ende“ war mit Blick auf die derzeitige Situation nahezu prophetisch! Vor über einem Jahr wählte der Künstler den Titel, der im März plötzlich eine aktuelle Bedeutung bekam, als Credo für seine Arbeit. Ganze drei Tage, vom 8. bis zum 10 März, war die retrospektive Schau im Kunstmuseum Ahlen geöffnet, dann schlossen sich die Türen. Der Anfang war gelungen, über 130 Gäste kamen zur Preview und zur Eröffnung, insofern hatte Jobst Tilmann Glück.! Dass es zunächst ein „Anfang ohne Ende“ bleiben würde, zeichnete sich bald ab. Die Ausstellung zwei oder drei Wochen bis zum offiziellen Ende am 24. Mai wieder zu öffnen, war keine Option für das Museumsteam. Durch mögliche Umplanungen kann das Kunstmuseum Ahlen die Ausstellungszeit im Herbst nachholen. Das gelingt natürlich nicht immer. Vieles ist im Moment in Bewegung, denn auch andernorts verschieben sich Ausstellungen, wir haben in diesem Fall Glück gehabt, heißt es aus dem Museum. Im Sommer war von Juni bis August schon lange eine Renovierungs- und Bauphase angesetzt, die wie geplant durchgeführt wird. So bekommt Jobst Tilmann. Anfang ohne Ende am 6. September eine Wieder-Eröffnung und am 8. November ein „glückliches„ Ende. Von ihrer Ausstrahlung und gedanklichen Konzeption sind die Werke äußerst spannend, da sie sich mit grundsätzlichen Strukturen des menschlichen Lebens beschäftigen. Die späte Wiedereröffnung gibt Hoffnung, dass Besucher die Ausstellung ohne große Einschränkungen wieder genießen können.

Anlässlich des 70. Geburtstages von Jobst Tilmann zeigt das Kunstmuseum Ahlen eine retrospektiv angelegte Ausstellung mit über 150 Werken des Künstlers. Die Präsentation gibt Einblick in ein gereiftes Œuvre, das von konzeptueller Stringenz und Vielseitigkeit geprägt ist. Jobst Tilmann, dessen prozesshaft angelegte Malerei und Zeichnung zu Anfang von der abgelegenen Welt unterirdischer Steinbrüche inspiriert wurde, entwickelte eine vom Naturvorbild völlig unabhängige Gestaltung. In den 1990er Jahren entstanden Bildsysteme, in denen der Künstler die Tektonik einer klaren orthogonalen Ordnung mit der Organik natürlicher Bewegungen verknüpft. Bereits hier entwickelte sich eine besondere Balance zwischen Stabilität und Vitalität, die er ab Mitte der 2000er Jahre unter entgegengesetzten Vorgaben fortführte. Jobst Tilmann generiert Prozesse, in denen Entwicklung und Variation nicht mehr durch Gesetz und Abweichung, sondern durch Zufall und Auslese entstehen. Er reagiert auf impulsive, informelle Abläufe mit ordnenden Eingriffen. Jobst Tilmann trennt uninteressante Gebiete von bedeutenden Zonen durch verschiedene Methoden der Übermalung und Abgrenzung. Seine aktuelle Arbeit ist geprägt von einem neuen, überraschenden Bildausdruck und interessanten Evolutionsprozessen, in denen Formen entstehen, die der Künstler seit 2011 auch durch dreidimensionale Formschnitte isoliert und als plastische Objekte einer realen Körperwelt annähert.

Foto: Museum Abtei Liesborn

13.09.2020 - 14:00 Uhr   bis   31.12.2020 - 17:22 Uhr


AUSSTELLUNG "Das Liesborner Evangeliar und die Schreibkunst im Mittelalter"


Wadersloh-Liesborn
Museum Abtei Liesborn
Abteiring 8

Bevor das Liesborner Evangeliar in Zukunft dauerhaft im Museum Abtei Liesborn ausgestellt werden wird, präsentiert das Haus vorab eine kleine vierteilige Ausstellung zu der 1000 Jahre alten Handschrift sowie zur Schreibkunst des Mittelalters im Allgemeinen. Die Präsentation beginnt im Foyer, wo auf Stoffbahnen Auszüge aus den ersten Seiten der vier Evangelien des Liesborner Evangeliars zu sehen sind.

Wissenswertes zur Reise des Evangeliars bis zu seiner Rückkehr nach Liesborn, zu den Hintergründen und seiner Entstehung vermitteln die Teile 2-3 der Ausstellung.

 

Der abschließende Part der Schau zeigt die Buchherstellung in den Schreibstuben der Klöster vor der Erfindung des Buchdrucks. Der Besucher taucht ein in die Welt der mittelalterlichen Skriptorien und erfährt, mit welch außergewöhnlichen Materialien Bücher von Hand produziert wurden, wie aufwendig ihre Herstellung und welches Wissen dazu nötig war. Farben, Tinte und Bindemittel fertigte man aus Mineralien, Pflanzen und tierischen Stoffen, sogar Schildkrötengalle, Läuse und Grünspan wurden verwendet.

Der Beschreibstoff Pergament wurde in einem aufwendigen Verfahren vorbereitet, als Schreibwerkzeuge dienten Kiel- und Rohrfedern, Farben wurden in Muschelschalen angerührt. Spezialisten, die ihr Handwerk in jahrelanger Ausbildung mühevoll erlernen mussten, waren für Schrift, Illumination und Initialen zuständig. Viele Informationen zur Bedeutung des Buches im Mittelalter ergänzen die Ausstellung: wie kostbar ein Buch war, wie der Leihverkehr organisiert wurde, welche Bücher kopiert wurden und zu welchem Zweck.

Öffnungszeiten des Museums Abtei Liesborn:
Di-Fr: 9-12 und 14-17 Uhr
Sa. + So.: 14-17 Uhr
An den Feiertagen geschlossen

Foto: Museum Abtei Liesborn

17.09.2020   bis   19.09.2021


Ausstellung "... das Land, wo die Zitronen blühn ..."


Wadersloh-Liesborn
Museum Abtei Liesborn
Abteiring 8

17. September 2020 - 19. September 2021

" ... das Land, wo die Zitonen blühn ..."
Impressionen der Italienreise Theobald von Oers

Die Kabinettausstellung versammelt 16 Bleistiftzeichnungen, eine Öl-Skizze sowie zwei Ölgemälde, die Eindrücke von Theobald von Oers Italienreise wiedergeben.

Zusammen mit seinem Freund Hermann Matthäi, dem Sohn seines Dresdner Lehrers Friedrich Matthäi, reiste Theobald von Oer im Spätherbst 1836 von Nizza aus nach Italien. Ihr Reiseziel war Rom, wo sie sich zwei Jahre lang aufhalten sollten. Von Rom aus reiste von Oer immer wieder in die nahe gelegenen Regionen Latium sowie in die Campagna Romana. Ebenso bereiste er in den Sommermonaten des Jahres 1838 die Inseln Capri und Ischia sowie weitere pittoreske Orte am Golf von Neapel. Italien war in jener Zeit das Sehnsuchtsland par excellence. Künstler aus ganz Europa zog es dorthin. Die bevorzugten Reiseziele waren Rom und Neapel. Die sonnendurchflutete, arkadische Landschaft Italiens, in der es Tempel und Ruinen zu entdecken gab, war das erklärte Lieblingsmotiv vieler Künstler. Daneben hat Theobald von Oer wiederholt Vertreter*innen der heimischen Bevölkerung in ihren volkstümlichen Trachten dargestellt sowie Ansichten italienischer Städte geschaffen.

Die Italienreise war für von Oers weiteres Schaffen von prägender Bedeutung.

Kontakt + Öffnungszeiten

Pablo Picasso und Joan Miró, Vallauris 1948 Foto: (c) Successió Miró Archive

19.09.2020 - 11:00 Uhr   bis   31.01.2021 - 17:00 Uhr


AUSSTELLUNG „Picasso/Miró – Eine Künstlerfreundschaft“ in Münster


Münster
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1

Zum 20. Geburtstag hat das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster rund 70 Werke von Joan Miró als Dauerleihgabe überreicht bekommen. Die komplette neue Sammlung des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe ist ab 19. September 2020 in der großen Ausstellung „Picasso/Miró – Eine Künstlerfreundschaft“ zu sehen. Die Schau zeichnet die sich immer wieder kreuzenden Wege der beiden Spanier nach und zeigt mit rund 100 Lithografien, Radierungen, Aquatinten, Holzschnitten, Fotografien, Filmen und einem Brief von Joan Miró die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren künstlerischen Bildsprachen.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Hygienehinweise:
Es besteht Maskenpflicht!
Im Eingangsbereich stehen Handdesinfektionsmittel bereit.
Wir bitten um die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m.

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