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Philipp Finkelmeier
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Was ist los im Kreis Warendorf?
Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Veranstaltungstipps für den Kreis Warendorf

Was ist los bei uns im Kreis Warendorf? Wir halten euch immer auf dem Laufenden:

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Samstag 20.2.

Foto: Stadt Telgte

20.02.2021 - 09:00 Uhr


"Meeresfotos für Telgter Meerteiler gesucht"


  • Fotoaktion „meerteiler“ von Tourismus + Kultur / Ein großes Mosaik aus vielen Bildern 

Telgte hat viel zu bieten. Eine schöne, lebendige Altstadt umgeben von jeder Menge Wald, Wiesen und Auenlandschaft. Und: „Die Ems verbindet uns direkt mit der Nordsee“, sagt Simone Thieringer von Tourismus + Kultur. Telgte liegt demnach also eigentlich am Meer.

Um diese Verbundenheit sichtbar zu machen, hat das Telgter Tourismus-Team nun die Aktion „meerteiler“ ins Leben gerufen.  Telgterinnen, Telgter und Telgte-Freunde sind aufgerufen, ihre schönsten Fotos vom Meer miteinander zu teilen. Aus den Bildern soll ein großes Mosaikbild entstehen. Dieser Meerteiler wird dann in einem Schaufenster in der Innenstadt ausgestellt.   

„Gerade jetzt, in dieser Zeit der Reisebeschränkungen, der fehlenden Sozialkontakte und des Rückzugs in die eigenen vier Wände sehnen sich viele Menschen nach salziger Luft, Strandspaziergängen und dem weiten Blick auf den Horizont“, so Thieringer. Vielleicht sei es da tröstlich zu wissen, dass die Ems uns mit den Ozeanen dieser Welt verbindet.

Vom Telgter Wehr bis zur Mündung in den Dollart sind es auf dem direkten Weg übers Wasser nur 246 Kilometer. Tatsächlich könnte man in Telgte in ein Kanu steigen und bis in die Nordsee paddeln. Bei einem Tagesschnitt von 25 Kilometern schafft man es so in zehn Tagen bis zum Meer. Ein geübter Kajakfahrer ist sogar schon in einer Woche am Ziel. Musste man früher noch in Greven sein Boot umtragen, schafft es ein guter Paddler nun auch so über die neue Streckenführung mit kleinen Stromschnellchen. Unterwegs gibt es noch ein paar Schleusen, ab Rheine beginnt die Binnenschifffahrt, dann bekommt man Gesellschaft von kleinen Motorbooten.

Stephan Grimoni ist Geschäftsführer von Rucksack-Reisen. Zwischen dem 1. Mai und 31. Oktober, können sich Freizeitkanuten bei ihm Boote ausleihen oder Paddeltouren buchen. Er und sein Team kennen den Fluss, der bei Schloß Holte-Stukenbrock entspringt und der Nordsee bei Emden mündet, in- und auswendig, doch die Streckenlänge zwischen Telgte und Meer herauszufinden sei gar nicht so leicht, sagt er. Mal sind auf den Flusskarten noch die alten Kilometerangaben aus der Zeit vor der Renaturierung verzeichnet, dann wieder sind die neuen freigeschaufelten Wege der Ems mit eingerechnet. „Insgesamt ist die Ems länger geworden“, sagt Grimoni. Sie verläuft nun in mehr Schleifen und Kurven.

Die Ems ist übrigens ein Strom, da sie im Meer mündet. Und dieser Strom läuft über das Wattenmeer sogar noch bis Borkum herum. Dort teilt sich die mit Meerwasser verdünnte Ems dann in die Oster- und Westerems.

Für die Aktion „meerteiler“ sucht Tourismus + Kultur Telgte nun selbst fotografierte Meeresbilder von Hobbyfotografen. Egal ob Nord-, Ostsee, Mittelmeer, Atlantik oder Südsee. Bis zum 20. Februar können Meeresliebhaber ihre Fotos auf Facebook- oder bei Instagram unter dem Hashtag „#meerteilertelgte“ teilen oder per Mail an meerteiler@telgte.de senden. Aus diesen Bildern entsteht dann ein großes Gesamtbild, das im Frühjahr in einem Schaufenster gezeigt wird.

Wichtig: Mit dem Zusenden und öffentlichen Teilen des Bildes, ist der Absender damit einverstanden, dass es von der Stadt Telgte genutzt und veröffentlicht wird. Abgabeschluss ist der 20. Februar. 

Weitere Informationen zum „meerteiler“ in den sozialen Medien findet man auf der Facebook-Seite „Telgte – Großartige Kleinstadt“ und dem Profil „grossartige.kleinstadt.telgte“ auf Instagram.

Foto: Stadt Ahlen

20.02.2021 - 10:00 Uhr


"Internationales Frauenfrühstück digital"


  • Zum siebten Geburtstag: Internationales Frauenfrühstück digital !

Wegen der Coronapandemie konnte im vergangenem Jahr das internationale Frauenfrühstück leider nicht mehr stattfinden. Die Organisatorinnen haben beschlossen, das Frühstück in Zeiten der Pandemie digital via Zoom anzubieten. Los geht es heute um 10.00 Uhr. Zu Hause und mit Abstand wird das siebenjährige Bestehen mit Musik und Tanzeinlage gefeiert.

Als Zeichen der Verbundenheit sollte jede Frau ein Ei, in Erinnerung an das Eierschalen Kunstprojekt „New Ground“, zur Hand haben. Alles sollte an diesem Morgen für das Frühstück daheim parat stehen. Nach der Begrüßung gibt es wie immer aktuelle Infos über die weiteren Aktivitäten des Frauenfrühstücks. Dann heißt es zurücklehnen und der Musik lauschen. Gemeinsam wird auch das ein oder andere Lied gesungen. Alle Frauen, die im E-Mail Verteiler des Frauenfrühstücks sind, bekommen einen Tag vorher die Zugangsdaten per Mail zugeschickt. Weitere Frauen, die gerne dabei sein möchten, sollten sich über die Homepage der Familienbildungsstätte (www.fbs-Ahlen.de ) anmelden und erhalten dann ebenfalls die Zugangsdaten. Die Veranstalterinnen freuen sich auf eine zahlreiche Teilnahme.

Foto: Museum Abtei Liesborn

17.09.2020   bis   19.09.2021


Ausstellung "... das Land, wo die Zitronen blühn ..."


Wadersloh-Liesborn
Museum Abtei Liesborn
Abteiring 8

17. September 2020 - 19. September 2021

" ... das Land, wo die Zitonen blühn ..."
Impressionen der Italienreise Theobald von Oers

Die Kabinettausstellung versammelt 16 Bleistiftzeichnungen, eine Öl-Skizze sowie zwei Ölgemälde, die Eindrücke von Theobald von Oers Italienreise wiedergeben.

Zusammen mit seinem Freund Hermann Matthäi, dem Sohn seines Dresdner Lehrers Friedrich Matthäi, reiste Theobald von Oer im Spätherbst 1836 von Nizza aus nach Italien. Ihr Reiseziel war Rom, wo sie sich zwei Jahre lang aufhalten sollten. Von Rom aus reiste von Oer immer wieder in die nahe gelegenen Regionen Latium sowie in die Campagna Romana. Ebenso bereiste er in den Sommermonaten des Jahres 1838 die Inseln Capri und Ischia sowie weitere pittoreske Orte am Golf von Neapel. Italien war in jener Zeit das Sehnsuchtsland par excellence. Künstler aus ganz Europa zog es dorthin. Die bevorzugten Reiseziele waren Rom und Neapel. Die sonnendurchflutete, arkadische Landschaft Italiens, in der es Tempel und Ruinen zu entdecken gab, war das erklärte Lieblingsmotiv vieler Künstler. Daneben hat Theobald von Oer wiederholt Vertreter*innen der heimischen Bevölkerung in ihren volkstümlichen Trachten dargestellt sowie Ansichten italienischer Städte geschaffen.

Die Italienreise war für von Oers weiteres Schaffen von prägender Bedeutung.

Kontakt + Öffnungszeiten

Foto: Dirk Bogdanski

01.11.2020   bis   14.03.2021


„AUFGEROLLTE REISE“. Ferdinand Kriwet (1942-2018) Schriftsteller und Mixed Media Künstler


Oelde-Stromberg
Kulturgut Haus Nottbeck
Westfälisches Museum für Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1

01. November 2020 - 14. März 2021

„Auch wende ich mich entschieden gegen die Institutionalisierung des Buches als der einzig rechtmäßigen Heimstatt von Poesie“ (Kriwet, 1965). Das Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde folgt diesem Diktum und gibt in der ersten Einzelausstellung nach Ferdinand Kriwets Tod im Dezember 2018 einen Überblick über sein literarisches Werk, das die klassischen Gattungen von Literatur, Kunst, Theater, Film und Musik sprengt. Sie zeigt bis zum 14.3.2021 zum einen alle Publikationen des 1942 in Düsseldorf geborenen Autors, von seinem im Alter von 19 Jahren bei DuMont in Köln veröffentlichten „ROTOR“ bis zum letzten Buch „RUM WIE NUM“, posthum im Verlag Tino Graß erschienen. Zum anderen eröffnen großformatige Textarbeiten und „Hörtexte“ im Außenbereich des Kulturguts, audiovisuelle Arbeiten sowie eine Auswahl weiterer Werke einen Einblick in die Vielfalt von Kriwets Schaffen.
 
Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 1. November 2020, um 16 Uhr im Torhaussaal des Kulturguts mit einer Präsentation des Kriwet-Films „Campaign. Wahlkampf in den USA“ und einer Lesung des Schauspielers Andreas Ladwig aus dem Lesebuch „Ferdinand Kriwet“, das zur Ausstellung in der Reihe „Nylands Kleine Westfälische Bibliothek“ erscheint. Zur Einführung in Kriwets Werk spricht Bettina Brach, Inhaberin des Nachlasses und Kuratorin aus Bremen.  
 
Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzbestimmungen ist die Teilnehmerzahl für die Eröffnungsveranstaltung begrenzt.  Interessenten werden daher gebeten, sich telefonisch unter 02529/9497900 oder per E-Mail (museum@kulturgut-nottbeck.de)  im Museumsbüro anzumelden. Die Ausstellung ist für Besucher am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
 
Wie alle Kulturinstitutionen ist auch das Museum für Westfälische Literatur von den beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ab dem 2.11. und damit von einer „Corona-Pause“ betroffen. Zugänglich bleiben dann lediglich die Ausstellungbereiche im Außenraum, die Installationen mit großformatigen Arbeiten Kriwets sowie die Audio-Inseln mit „Hörtexten“ im Museumspark. Die Ausstellungsbereiche im Literaturmuseum und Gartenhaus werden erst nach dem Ende einer „Corona-Pause“ wieder zugänglich sein.
 
Die Ausstellung „Aufgerollte Reise“ zitiert den Titel von Kriwets „Rundscheibe IV“. Die Serie der zwischen 1961 und 1963 entstandenen, handgestempelten Rundscheiben ist eins seiner Hauptwerke, an der Schnittstelle von Literatur und bildender Kunst, schon kurz nach ihrem Entstehen und bis heute international in zahlreichen Ausstellungen und Anthologien zur Visuellen und Konkreten Poesie präsent. Diese „Sehtexte“ – ein von Kriwet im Gegensatz zu „Hörtexten“ geprägter Begriff – sind offene, kreisförmig angelegte Texte von circa 60cm Durchmesser. Jeder ist anders aufgebaut, wahrzunehmen im Spannungsfeld zwischen plakativem Lesen und Entziffern. Das Hauptmotiv der „aufgerollten Reise“ basiert auf Städtenamen der Strecken von Mannheim nach Ulm, nicht in bloßer Aufzählung, sondern ohne Leerstellen bruchlos ineinandergefügt und komponiert. In der Ausstellung ist die 1970 herausgegebene Edition von 10 Sehtexten zu sehen.
 
Ferdinand Kriwet war ein Pionier der Medienkunst. Seine Arbeiten für das Radio, viele davon vom WDR (mit-)produziert, sind zentrale, einflussreiche Werke der Originalton-Collage. Aus den Bild-, Film- und Tondokumenten der amerikanischen medialen Berichterstattung über die Mondlandung 1969, die Kriwet in New York zusammentrug, entstanden der Hörtext und das Buch „Apollo Amerika“ sowie der Film „Apollovision“. Ein weiteres mediales Großereignis, mit dem Kriwet sich ebenfalls in Amerika beschäftigte, war der US-Wahlkampf 1972: „Campaign“.
 
1967 erhielt Kriwet den Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen, 1972 den Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf und 1975 den KarlSczuka-Preis des Südwestfunks für den Hörtext „Radio-Ball“. Mitte der 1970er Jahre zog er sich für längere Zeit zurück, lebte 14 Jahre in der Eifel und sieben Jahre in Ostfriesland. Die Gestaltung des Landeswappens NRW für den Landtag in Düsseldorf 1988 war Kriwets letzte größere architekturbezogene Auftragsarbeit, bevor er ab 2004, dann in Dresden lebend, wieder in Ausstellungen vertreten war und neue Werkgruppen schuf. 2011 widmete ihm die Kunsthalle Düsseldorf unter dem Titel „YesterʼnʼToday“ eine umfangreiche Retrospektive.
 
Die Präsentation im Haus Nottbeck ist Teil eines zweiteiligen Ausstellungsprojekts in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. Die dortige Ausstellung – ab dem 28. März 2021 – untersucht Kriwets Wirken im Kontext der Düsseldorfer Szene in den 1960er und 1970er Jahren.
 
Ein Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen, des Museums für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck und des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW und der Nyland-Stiftung, Köln. Ausstellungsgestaltung: Jeremias H. Vondrlik in Kooperation mit Bettina Brach. Kriwets künstlerisches Werk wird von der Galerie BQ, Berlin, vertreten.
 
Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 97 900 und www.kulturgut-nottbeck.de

29.11.2020   bis   30.05.2021 - 00:00 Uhr


Ausstellung "Christian Rohlfs - Augenmensch!"


Ahlen
Kunstmuseum
Museumsplatz 1

29. November 2020 – 30. Mai 2021

Ein Schwerpunkt der seit 2006 kontinuierlich aufgebauten Sammlung des Kunstmuseums Ahlen bildet die Kunst der Klassischen Moderne in Westfalen und im Rheinland. Darunter befinden sich fünf Gemälde und eine kleine Zeichnung von Christian Rohlfs (1849–1938).  Sie repräsentieren unterschiedliche Werkphasen des Künstlers und veranschaulichen beispielhaft die herausragende Qualität seiner Kunst. Christian Rohlfs ging einen eigenwilligen Weg zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Typisch für ihn sind wechselnde Formen von Verdichtung und Auflösung, von Konzentration und Dynamisierung sowie eine Bevorzugung von Landschafts- und Naturmotiven.

Die Werke der Sammlung werden erstmals mit rund 90 Leihgaben aus nordrheinwestfälischen Sammlungen zu einer Ausstellung vereint, die  einen konzentrierten Überblick von Rohlfs Anfängen im19. Jahrhundert bis zu seinem  Spätwerk in den 1930er Jahren ermöglicht. Neben dem Hauptleihgeber, dem Christian Rohlfs-Archiv im Karl-Ernst-Osthaus-Museums in Hagen, verdeutlichen Arbeiten aus weiteren öffentlichen wie privaten Sammlungen die starke Verankerung des Künstlers in der Kunstgeschichte Nordrhein-Westfalens.

Der aus Schleswig-Holstein stammende Rohlfs, der 1901 auf Einladung von Karl Ernst Osthaus von Weimar nach Hagen kam, verbrachte hier die längste Zeit seines Lebens. Bis zu seinem Tod im Jahr 1938 blieben die Stadt Hagen und das Folkwang-Gebäude sein Lebensmittelpunkt. Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft im Jahr 1924, eine städtische Sammlung seiner Werke und ein 1930 gegründetes Christian Rohlfs Museum, das erste seiner Zeit, das einem lebenden Maler gewidmet wurde, belegen die große Anerkennung, die Christian Rohlfs in seiner „zweiten Heimat“ genoss.

Bildquelle: Christian Rohlfs, Herbstlandschaft. 1911, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Kunstmuseum Ahlen

Kontakt + Infos

10.12.2020   bis   21.04.2021


Ausstellung "Vergessen, aber nicht verloren" in Warendorf


Warendorf
Westpreußisches Landesmuseum
Klosterstraße 21

„VERGESSEN, ABER NICHT VERLOREN!
Deutsche Künstler*innen im Exil
1933 – 1945″

10. Dezember 2020 – 21. April 2021

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verließen rund eine halbe Million Menschen Deutschland. Unter ihnen befanden sich Künstler verschiedenster Sparten, die bereits vor 1933 eine kritische Haltung zum aufkommenden Nationalsozialismus eingenommen hatten oder deren Werke nicht dem Gedankengut und dem Kunst- und Kulturverständnis der Nationalsozialisten entsprachen. Etwa 90 Prozent der Emigranten nach 1933 waren jüdischer Herkunft. Um einer Entlassung aus ihren Ämtern, der Verfolgung und Inhaftierung zu entgehen, sahen sich viele gezwungen, Deutschland fluchtartig zu verlassen. Unter ihnen befanden sich viele, die bereits bekannt waren und für ihre Arbeit geschätzt wurden. Die Mehrzahl der aus Deutschland vertriebenen Künstler war jedoch unbekannt.
Die Ausstellung widmet sich den überwiegend unbekannten Malern und Grafikern aus den ehemals deutschen Gebieten im Osten Europas, aus West- und Ostpreußen, Pommern, Posen und Schlesien.
Die gezeigten Arbeiten stammen aus der über 800 Kunstwerke und 10.000 Bücher sowie Dokumente umfassenden Sammlung des Verlegers Thomas B. Schumann. Sie wird ergänzt mit Arbeiten aus der Gemäldesammlung des Westpreußischen Landesmuseums.

Derzeit ist unser Museum wie viele andere Kultureinrichtungen auch pandemiebedingt nach wie vor geschlossen. Unsere aktuelle Sonderausstellung „Vergessen, aber nicht verloren! Deutsche Künstler*innen im Exil 1933-1945“ kann daher ebenso wenig besucht werden wie unsere Dauerausstellung.

Unsere virtuellen Rundgänge gehen weiter. Nachdem wir Ihnen zuletzt die Ausstellungsbereiche Alltagskultur und Landleben vorgestellt hatten, können Sie ab sofort einen Gang durch die Zeit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert unternehmen.

Der neue Rundgang startet mit einer Betrachtung der Teilungen Polens, deren erste 1772 zur Entstehung der preußischen Provinz Westpreußen führte. Weiter geht es mit den Folgen des Ersten Weltkrieges. Der 1920 in Kraft getretene Versailler Vertrag legte unter anderem die Abtretung großer Teile Westpreußens an den neu gegründeten polnischen Staat fest – während die Existenz der Provinz Westpreußen damit endete, erhielt die Republik Polen den in Versailles geforderten freien Zugang zur Ostsee. Im Weiteren führt der Rundgang durch  die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges. Neben den Millionen Toten, die diese Katastrophe forderte, war das Kriegsende für die Menschen im östlichen Mitteleuropa mit tiefgreifenden Umwälzungen verbunden – für den Großteil der dort lebenden  Deutschen bedeutete es Flucht und Vertreibung und den Verlust der Heimat. Aber auch Millionen Osteuropäer waren nach 1945 von Zwangsumsiedlungen betroffen. Der Rundgang schließt mit einer Betrachtung der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Wir wünschen Ihnen einen informativen Besuch unseres neuen Angebotes und freuen uns auf die hoffentlich baldige Wiedereröffnung des Museums.

Infos

02.02.2021   bis   02.05.2021


Ausstellung "Vier_Positionen" in Liesborn


Wadersloh-Liesborn
Museum Abtei Liesborn
Abteiring 8

Vier_ Positionen

02.02.2021-02.05.2021

Seit 2018 gibt es eine neue Tradition im Kreiskunstverein Beckum-Warendorf – die Positionenausstellung im Museum Abtei Liesborn. Künstlermitglieder des Kreiskunstvereins treten bei dieser Ausstellung in einen Dialog.

Unter dem Titel „Vier_Positionen“ begegnen sich in diesem Jahr die Arbeiten von Ulrike Amsbeck, Heide Drever, Dirk Groß und Jürgen Schubbe. Sie geben Einblick in ihr künstlerisches Werk, sowie in die Vielfältigkeit der Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunst. Das Besondere dieser Ausstellung ist, dass sich die teilnehmenden Künstler zu einer Durchmischung ihrer Kunstwerke entschieden haben. In den vier Räumen des Südflügels des Museums Abtei Liesborn begegnen sich Objekte, Skulpturen, Malerei sowie Zeichnungen und treten in eine Interaktion miteinander.

Eine abwechslungsreiche und spannende Ausstellung ist entstanden, die leider vorerst nur virtuell zu besuchen sein wird. Ab dem 14.02.2021 präsentiert der Kreiskunstverein Beckum-Warendorf auf seinem YouTube-Kanal einen Rundgang, bei dem Herr Dr. Bennie Priddy dem Zuschauer einige Werke der Künstler näher vertraut macht.

Alle Beteiligten hoffen sehr, dass die Positionenausstellung auch noch für das Publikum geöffnet wird, zumal sie schon im letzten Jahr nicht stattfinden konnte.

Bis zum 02.05.2021 verweilen die Werke im Museum und warten auf ihre Besucher. Einen kleinen Vorgeschmack kann man auch bei einem Spaziergang durch den Gemeindegarten bekommen, wo eine Skulpturengruppe von Jürgen Schuppe platziert sein wird.  

Für Ulrike Amsbeck aus Neubeckum ist die Natur in ihrer Formenvielfalt und ihrem Farbenreichtum der Impulsgeber ihrer Kunst. Unter dem Titel „Urbaner Raum“ zeigt sie farbige Acrylbilder auf Leinwand, die dem Betrachter auf eine wundervolle Gedankenreise mitnehmen, bei der ein Blick hinter die Dinge möglich ist.

Mit ihren schwarz/weißen Zeichnungen zum Thema „Köpfe und Gesichter“ zeigt sie eine ganz andere Seite ihrer Arbeit. Sie fokussiert den Blick des Betrachters auf das Wesentliche dieser Bilder. Licht und Schatten geben Einblick in die „Seelenzustände“ des Menschen und spiegeln diese wieder.  

Ihre feinsinnigen Objekte aus Draht, Papier und anderen Materialien scheinen der Natur entsprungen zu sein. Die fragilen oder morbide anmutenden Gebilde sollen den Umgang des Menschen mit der Natur verdeutlichen. Für Ulrike Amsbeck verkörpern sie das Artensterben und den Klimawandel unserer Zeit und zeigen die feinsinnige und sensible Seite der Künstlerin.

Das Thema „Netze-Vernetzung“ ist ein wichtiger Aspekt der künstlerischen Arbeit von Heide Drever aus Hamm. Gerne arbeitet sie seriell und zeigt den spielerischen Umgang von Erde und Sand mit verschiedenen Netzen. Es entstanden Abdrücke von Obst- und Gemüsenetzen, welche auf Leinwand fixiert wurden. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit weitern Vernetzungen führen zu linearen Sandzeichnungen, die zum Teil mit Farbe kontrastiert sind. Die schmalen, hohen Leinwandarbeiten tragen Titel wie „Verbindung“, „Sandlinien“ und „Gegensätze“.

Ihrem Material treu bleibend, wechselt sie lediglich die Ausdrucksform zur Skulptur. Gebilde aus gebannter Erde, geweißt und auf Sockel gesetzt, sind mal abstrakt, mal konkret oder gegenständlich. Unter dem Titel „hands-on“ veranschaulicht sie dem Betrachter den nonverbalen Umgang zwischen uns Menschen. Zeichen wie „Piece“, „Zeigefinger“ oder „du kannst mich mal“ sind in ihren Arbeiten wiederzufinden.

Der in Warendorf lebende Künstler Dirk Groß ist ebenfalls mit seiner geheimnisvollen und farbenprächtigen Malerei in dieser Positionenausstellung vertreten.

Sein persönliches Erleben entfaltet sich nicht selten in Poesie und Lyrik. Dieses setzt er dann in der Malerei um, lässt es Transformieren. Der letzte Prozess dieser Auseinandersetzung ist dann die Begegnung seiner Kunst mit dem Betrachter.

Dirk Groß Malereien bestehen aus unzähligen, durchscheinenden Schichten, welche das Geheimnisvolle seiner Arbeiten noch mehr unterstreichen.

In dieser Ausstellung bedient er sich oftmals der Schlichtheit und Ausgewogenheit des Quadrats als Trägerobjekt. Diese verleihen den farbgewaltigen Werken wiederum eine gewisse Ruhe.

Der Betrachter wird vom Farbenreichtum seiner Werke angezogen. Bei genauerem Hinsehen jedoch, verleiten sie zum Träumen und geben Einblick in das Innere des Künstlers. Im Gegensatz zu diesen Arbeiten stehen drei sehr farbreduzierte Werke, welche eine andere Seite des Künstlers preisgeben. Hier erahnt man unter den hellen Farbschichten lediglich die Farbe.

Der Paderborner Künstler Jürgen Schubbe hat in den vielen Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit eine Handschrift entwickelt, die seine Kunst erkennbar macht. Sein Thema ist der Mensch, der Kopf des Menschen. Da er aber immer an die äußersten Ränder der jeweils gewählten Kunstpositionen geht, lösen sich die Gewissheiten schnell auf. Jürgen Schubbe startet seinen Kunstprozess an der einen Ecke und treibt die Bearbeitung durch Farbe und/oder Kettensäge soweit, dass er am Ende ein scheinbar vollständig verändertes Objekt erhält.

Seine malerischen Arbeiten sind so pastos und makroartig aufgebaut, dass es sich bei der Maloberfläche schon um Oberflächen von Skulpturen handeln kann. Er präsentiert eine Serie zum Thema „Köpfe“. Diese besteht aus 40 einzelnen Arbeiten die unterschiedlicher nicht sein könnten, jedoch im Kontext wiederum ein Ganzes ergeben.

Grob, herb, rudimentär und archaisch anmutend kommen seine Holzskulpturen daher. Von der Idee, immer ein menschlicher Kopf, vom Ergebnis Auflösung und Zerrissenheit. Ein Zeichen von Werden und Vergehen im Kreislauf unserer Zeit.

 Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Abtei Liesborn statt.

www.kunstverein-beckum-warendorf.de

Foto: Florian Wagner

18.02.2021   bis   28.02.2021


Ausstellung "Aktionsradius" in Ahlen


Ahlen
Bürgerzentrum Schuhfabrik
"Raum der Veränderungen" (von außen einsehbar)
Königstraße 7

„Aktionsradius“
Marita Bullmann.

18. – 28. Februar 2021

Die Kultur Branche ist seit 14 Wochen im Lockdown und findet, wenn überhaupt, zum großen Teil nur noch online statt. Das Bürgerzentrum Schuhfabrik in Ahlen hat einen Weg gefunden Kultur auch in diesen Zeiten erfahrbar zu machen und eine künstlerische Auseinandersetzung damit zu ermöglichen. Die Ausstellungsfläche des soziokulturellen Zentrums im Herzen der Stadt, ist von außen einsehbar und somit völlig sicher zu besuchen. Bereits drei Ausstellungen wurden unter der Überschrift „Was fehlt?“ präsentiert. Das Bürgerzentrum Schuhfabrik lädt zu dieser Fragestellung Künstlerinnen und Künstler ein, sich damit auseinanderzusetzen.

Die nächste Ausstellung ist vom 18. bis zum 28. Februar im „Raum der Veränderungen“ von außen zu sehen.

Eine unmittelbare Antwort auf die Frage „Was fehlt?“ gibt schon der Titel der vierten Ausstellung: „Aktionsradius“. Die Antwort kommt von der Künstlerin Marita Bullmann. "Meine Arbeiten sind Auseinandersetzungen mit alltäglichen Dingen: vertrauten Materialien, Handlungen, Räumen und Orten. Meine Arbeitsweise kann als zeitlich ephemerer, orts- und situationsspezifischer Prozess verstanden werden.". Marita Bullmann lebt und arbeitet als Künstlerin in Essen. Ihre Arbeiten wurden in ganz Europa, Nord- und Südamerika und Asien gezeigt. Sie ist Mitbegründerin des Performance- und Aktionslabors PAErsche. Seit 2013 ist sie Organisatorin der Performance Kunst Plattform INTERVAL. „Ich suche eine direkte Begegnung zwischen Körper und Raum.“ so Bullmann. In diese prozessorientierte Begegnung entführt Bullmann den Betrachter mit einer Rauminstallation und einer körperlichen Intervention.

Die Historie dieses kleinen ca. 10 qm Raumes erzählt vom Öffnen und Schließen von Räumen in dieser Zeit. Ursprünglich als Kickerraum genutzt, war der Raum mit dem Beginn von Corona ein unbelebter Raum. Jetzt eröffnet er sich als Ausstellungsraum, der das Potenzial in sich trägt, die künstlerischen Positionen, egal welche Maßnahmen gerade gelten, immer in die Öffentlichkeit wirken zu lassen. Er liegt direkt neben der Kneipe/Gastronomie und ist von dort aus zugänglich und er hat zwei große Fenster, die direkt nach Außen in den öffentlichen Raum wirken. Mit dieser niedrigen Schwelle zum Alltäglichen eröffnet die Schuhfabrik diesen „Raum der Veränderungen“ immer analog und digital.

„Was fehlt?“ ist ein Projektbaustein 2020 im Rahmen der Konzeptförderung der Schuhfabrik Ahlen „Willkommen im echten Leben – Digitalisierung und analoge Räume“ und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Foto: Carina Gundlach

20.02.2021 - 00:00 Uhr   bis   12.03.2021


Ausstellung "Immer noch da. Sternenkinder und ihre Familien"


Warendorf
Christuskirche
August-Wessing-Damm 4

20. Februar - 12. März 2021
11.00 - 17.00 Uhr

Jede zweite Schwangerschaft in Deutschland schlägt fehl. Trotzdem ist das Thema Fehl- bzw. Totgeburt immer noch ein Tabu, welches nie ganz aufgelöst werden konnte.

„Das Herz eines »kleinen Engels« hat in der 37. Schwangerschaftswoche aufgehört zu schlagen. Bevor ich an der Tür zum Kreißsaal klingele, versuche ich mich etwas zu beruhigen. Mich empfängt ein großes Team von netten Schwestern und Hebammen. Alle sind froh, dass ich da bin. Die Tür geht auf und mich schauen tief traurige Augen von Levis Eltern an. Mir stockt der Atem .Auf einmal sind alle Gedanken, die mir zuvor durch den Kopf gekreist sind, weg .In meinem Kopf ist plötzlich alles still.“

Seit Oktober 2017 ist Carina Gundlach ehrenamtliche Fotografin für die Organisation Dein Sternenkind. Die Organisation bietet Eltern von sogenannten Sternenkindern die kostenlose Möglichkeit professionelle Fotos ihres bereits verstorbenen oder bald sterbenden Kindes erstellen zu lassen. Durch diese Arbeit ist der Tod noch vor der Geburt seit langer Zeit im Leben von Carina Gundlach sehr präsent. Durch die Zusammenarbeit mit Eltern, die ihr Kind verloren haben, anderen Sternenkindfotografen und Organisationen, die diese Arbeit auf verschiedene Weise unterstützen, hat sich in den letzten zwei Jahren ihr Bachelorprojekt über die Familien von Sternenkindern entwickelt.

„Wir suchten 5 Minuten lang den Herzschlag auf meinem Bauch. Unten links, unten rechts, quer, einwenig versetzt, höher, tiefer... Nichts.Kein einziger Schlag. Dann ging sie Richtung Schambereich. Dort auch nichts. Ich hatte Angst. Ich bangte um meine kleine Maus. Ich hatte Tränen in den Augen und wollte weinen. Dann war er da. Zu hören. Zu sehen. Aber noch keine Bewegungen zu spüren. Ich hatte panische Angst.“

Für die Arbeit wurden Sternenfamilien portraitiert und Erinnerungsstücke der verstorbenen Kinder dokumentiert. Die Familien haben darüber hinaus das Erlebte in Textform verarbeitet und in Momenten, in denen sie an ihre Kinder erinnert wurden, Fotos mit Einwegkameras geschossen.

Die Einführung in die Ausstellung und eine Auswahl der gezeigten Bilder wird am Samstag, den 20. Februar 2021 ab 11.00 Uhr gestreamt. Der Stream kann über die Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Warendorf aufgerufen werden (www.ek-warendorf.de ). Die Ausstellung in der Christuskirche ist vom 20. Februar bis zum 12. März täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Wegen der Corona-Auflagen kann die Ausstellung immer nur von Einzelpersonen oder Hausständen besucht werden.

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