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Markus & Ina
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Was ist los im Kreis Warendorf?
Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Veranstaltungstipps für den Kreis Warendorf

Was ist los bei uns im Kreis Warendorf? Wir halten euch immer auf dem Laufenden:

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Sonntag 6.9.

Foto: Theatergruppe "Boulevard Oelde"

06.09.2020 - 17:00 Uhr


"Krimikomödie" in Ennigerloh


Ennigerloh
Alte Brennerei Schwake
Liebfrauenstraße 6

- Neuer Termin ! -

Die Theatergruppe „Boulevard Oelde“ ist um 17.00 Uhr  mit ihrem neuen Stück „Mörder sind auch nur Menschen“ zu Gast in der Alten Brennerei. Die mörderisch-schwarze Krimikomödie von Phyllis Kaluza, deren Aufführungsrechte beim "mein-theaterverlag" liegen, erzählt die Geschichte von Hilda und ihrem alten Vater Emil, die unter einem Dach leben. Emil scheint viele Gebrechen zu haben und ordentlich was zu vererben, will aber einfach nicht den Löffel abgeben. Hilda ist die Tyrannei von Emil satt und beschließt ein wenig nachzuhelfen, indem sie einen Auftragskiller engagiert. Als Altenpfleger getarnt will dieser sich gleich ans Werk machen, aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Emil plant mit seiner Enkelin Sophia zwischenzeitlich, einen Mann für Hilda zu finden. Der Heiratsinteressent Holger kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Als Hildas Bruder mitsamt Ehefrau auch noch auf der Matte steht, ist das Chaos perfekt…

Tickets, die bisher noch nicht zurückgegeben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Sollte ein Besuch der Veranstaltung am neuen Datum nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte zu gegebener Zeit an Reservix, wenn Sie die Karte online oder an einer Reservix-Vorverkaufsstelle gekauft haben. Haben Sie die Karten in der Buchhandlung Güth oder direkt bei der Alten Brennerei gekauft, wenden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail an die Alte Brennerei.

25.09.2019 - 17:00 Uhr   bis   27.09.2020 - 18:00 Uhr


SONDERAUSSTELLUNG "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens mit der Natur" in Münster


Münster
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Straße 85

Corona-Infos

In der Natur sind Gemeinschaft und Feindschaft, Miteinander und Gegeneinander allgegenwärtig. Wer genau hinschaut, kann die Vielfalt der faszinierenden Lebensgemeinschaften zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen oder winzigen Mikroorganismen entdecken

Das Zusammenleben in Gemeinschaft bietet viele Vorteile für den Einzelnen, wie Schutz vor Fressfeinden. Doch nicht immer ist das Zusammenleben von Nutzen für alle Partner. Parasiten sind ein Erfolgsmodell der Evolution. Sie leben auf Kosten anderer und haben ausgeklügelte Strategien entwickelt, mit denen sie nicht nur auf oder in ihre Wirte gelangen, sondern diese auch für ihre Zwecke manipulieren.

Auch wir Menschen leben in unterschiedlichsten Gemeinschaften. Wir pflegen Beziehungen zu einander, aber auch zu Tieren. Wir sind attraktive Wirte für Parasiten und gleichzeitig gefürchteter Fressfeind, der die Lebensgemeinschaft auf der Erde massiv beeinflusst.

Gehen Sie in der inklusiven Ausstellung auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich von den vielfältigen Beziehungskisten begeistern, die im Laufe der Evolution entstandeen sind.

Dass das Zusammenleben mit anderen Organismen nicht immer ausschließlich zum gegenseitigen Vorteil ist, vermittelt die neue Sonderausstellung "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens in der Natur", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die vielfältigen Formen und Facetten des Zusammenlebens und schärfen so auch ihren Blick für die "Beziehungskisten" in ihrer direkten Umwelt.

09.05.2020   bis   12.09.2020


AUSSTELLUNG "Museum der Menschheit" in Ahlen


  • Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben – Portraitausstellung vom 9. Mai – 12. September
  • Schön wäre es gewesen, wenn am Samstag, den 9. Mai, die große Portraitausstellung „Museum der Menschheit“ hätte beginnen können.

Wie auf dem zentralen Ausstellungsplakat steht. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.

Denn etwa 200 Ahlener sind von Ruben Timman fotografiert worden, von denen etwa 50 Fotos ausgewählt wurden, die in der ganzen Stadt aufgehängt werden sollten. Zusammen mit Portraits von Menschen aus aller Welt, die Timman in schwierigen Lebenslagen - etwa im Krieg, in Flüchtlingslagern und armen Regionen - fotografiert hat. „Würde, das ist ja das zentrale Thema, hat jeder Mensch und die will ich auf den Portraits zeigen“, bekräftigt Timman. Auch in Ahlen wird das gelingen und Gleichwertigkeit aller Menschen demonstrieren, ob arm oder wohlhabend, geflüchtet, zugewandert oder hier geboren, behindert oder nicht.

Viele Kooperationspartner haben sich schon Gedanken über Begleitveranstaltungen gemacht und Sponsoren haben viel Geld zur Verfügung gestellt.

„Das ist für uns natürlich eine große Verpflichtung, es nachzuholen“, sagt Innosozial Geschäftsführer Dietmar Zöller. Wie beindruckend wäre es, wenn auf dem Gebrüder-Kerkmann-Platz die Ruine mit 4 x 2 Meter großen Portraits eingehüllt wäre, wenn an der Zeche unter dem Maschinengang mit 3 x 5 Meter großen Portraits eine besondere Hommage an die Bergarbeitergeschichte erfolgen könnte. Und wenn überhaupt vom Marktplatz an durch die ganze Fußgängerzone die 2 x 1 Meter großen Portraits für 4 Monate hängen würden.

„Das haben wir alles schon ausgemessen und die Standorte bestimmt und vieles mehr“, bedauert Zöller. Auch das Begleitprogramm mit Musik-Events und Führungen, mit Theater und Lesungen waren auf gutem Weg.

Wann es jetzt stattfinden kann, darüber müssen Innosozial und der Kooperationspartner KunstvereinAhlen neu nachdenken. „Wenn wir Ende Mai absehen können, das Stabilität in Corona-Zeiten eintritt, dann könnte es vielleicht Ende August beginnen und sonst nächstes Jahr“, da ist sich die Vorbereitungsgruppe einig. Auf keinen Fall fällt die Ausstellung ganz aus.

Foto: Christoph Steinweg

30.05.2020 - 17:20 Uhr   bis   06.09.2020 - 18:00 Uhr


AUSSTELLUNG "Simply The Best – Neuerwerbungen aus 20 Jahren" in Münster


Münster
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster wird im Herbst 20 Jahre alt und richtet den Blick aus diesem Anlass auf seine zwanzigjährige Sammlungsgeschichte. Die Ausstellung „Simply The Best – Neuerwerbungen aus 20 Jahren“ stellt die bedeutendsten und schönsten Werke des Picasso-Museums von Georges Braque, Marc Chagall, Henri Matisse und Pablo Picasso in einen spannungsreichen Dialog. Vom 30. Mai bis zum 6. September 2020 zeigt die Schau mit rund 150 Grafiken, Keramiken und Fotografien die kreativen Querverbindungen zwischen den vier großen Ausnahmekünstlern, die im Picasso-Museum eine gemeinsame museale Heimat gefunden haben.

 „Museen sind weltliche Tempel der Ewigkeit und gemessen an der Ewigkeit sind 20 Jahre ein Klacks“, so Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Für unseren Namensgeber und Patron Pablo Picasso galt die Devise „Der ganze Reiz der Kunst liegt im Beginnen“. In diesem Sinne sehen wir auch unsere Sammlung erst am Anfang einer vielseitigen Entwicklung.“

 „Simply The Best“ vereint die Sammlungshighlights des Picasso-Museums auf ungewöhnliche Art und Weise: Picasso ist mit Werken der Suite Vollard, großformatigen Lithografien und farbenprächtigen Linolschnitten vertreten. Die stille und feierliche Bildwelt der Grafiken seines künstlerischen Mitstreiters Georges Braque antwortet den Werken des Spaniers. Der Beginn des Ersten Weltkriegs markiert das Ende ihrer engen Zusammenarbeit. Als schöpferisches Duo hatten beide den Kubismus als größte Revolution in der Kunst des noch jungen 20. Jahrhunderts entwickelt. Als Braque schwer verwundet aus dem Krieg heimkehrt, muss er feststellen, dass sich Picasso schon längst anderen Stilformen zugewandt hat. So wird der Franzose ab den frühen zwanziger Jahren zum behutsamen Reformer und Verwandler vormals kubistischer Gestaltungsmuster. Er entwickelt nun eine ganz eigene Bildsprache, wobei er einmal gefundene Bildthemen mit großer Konsequenz immer wieder variiert und durchdekliniert.

Marc Chagalls Grafiken bestechen hingegen durch ihre Vermischung von Realem und Traumhaften. Wie der Künstler einmal ausführte, brachte er seine Themen und Motive aus dem heimatlichen Russland mit nach Paris. In diesem Schmelztiegel der Avantgarden entwickelt er seine ganz eigene Formsprache, in der sich Fantastik und Realistik auf ganz eigentümliche Weise begegnen. Der vierte im Bunde ist Henri Matisse, dessen Werke der Zwanziger- und Dreißiger-Jahre wiederum die traumwandlerische Sicherheit eines großen Zeichners verraten. Der Franzose läutert und entschlackt die Kompositionen, bis er zeichnerisch die Essenz der Dinge erfasst.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11 Uhr bis 17 Uhr

Audioguide:
Zur Ausstellung ist ein Audioguide an der Kasse erhältlich (3 Euro).

Führungen:
Private und öffentliche Führungen sind wieder möglich. Nähere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Webseite des Kunstmuseum Pablo Picasso.

Foto: St.-Franziskus-Hospital

05.06.2020   bis   27.09.2020


Ausstellung "Die Birke hat´s geflüstert" in Ahlen


Ahlen
St.-Franziskus-Hospital
Robert-Koch-Straße 55

  • Endlich wieder Kunst im Eingangsbereichs des St. Franziskus-Hospital - derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar.

Bereits die „Sandbilder“ von Karl Pichols Ausstellung im Jahr 2017 wurden im Ahlener Krankenhaus gut verkauft und sorgten bei Kunstfreunden für positive Resonanz. Ab jetzt gibt es im Foyer des St. Franziskus-Hospitals Ahlen seine neusten Werke zu sehen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen sind die Werke derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar. Sobald sich die Besucherreglung im Ahlener Krankenhaus ändert, sind alle Besucher wieder herzlich willkommen zum Betrachten der Fotowerke. Karl Pichols Bilder widmen sich diesmal der Baumkunst. „Die Birke hat`s geflüstert“ heißt seine neue Ausstellung und arbeitet mit interessanten Motiven von Baumstämmen und Bäumen.

„Die Natur zeigt uns ihre Schönheit auf so vielfältige und eindrucksvolle Weise. Sich für spezielle Motive zu entscheiden, diese dann zu fotografieren, künstlerisch zur transportieren und wieder in neuartige Kunst umzuwandeln ist eine Herzensangelegenheit von mir. Für mich beginnt das zauberhafte Wahrnehmen schon beim Blick durch die Kamera. Bei den Bäumen habe ich mich in diesem Fall vor allem auf Birken, aber auch andere Baumstämme konzentriert“, beschreibt Karl Pichol die Entstehung seiner 30 Werke.

Durch die jeweilige Farbgebung, Verstärkung und Schwächung von Schattierungen am Computer entstanden sowohl realistische anmutende wie auch rein gegenstandslose Bilder des 75-jährigen Künstlers. Diese sind auf Leinwand oder Karton gedruckt und können in unterschiedlichen Größen bestellt werden. Der Erlös kommt auch in dieser Ausstellung wieder der „Aktion Benjamin“ zugute, mit deren Hilfe Kinder aus Krisengebieten im Ahlener Krankenhaus behandelt werden.

Pro Motiv möchte Pichol nicht mehr als fünf Bilder verkaufen. Der Preis richtet sich nach der jeweiligen Größe und ist in einer Liste an der Krankenhausinformation zu sehen. Interessenten können sich für den Kauf eines Bildes an der Information des St. Franziskus-Hospitals vormerken lassen oder den Künstler direkt unter der Telefonnummer 02382-18 51 kontaktieren. Die Werke werden die nächsten Monate im Foyer ausgestellt sein.

25.06.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung: "Eine Provinz verschwindet"


Warendorf
Westpreußisches Landesmuseum
Klosterstraße 15

25. Juni 2020 – 18. Oktober 2020

Vor genau 100 Jahren trat der Versailler Vertrag in Kraft. Nachdem der Erste Weltkrieg Millionen von Menschenleben gefordert hatte, schufen die Friedensschlüsse zwischen der Entente und den Mittelmächten – die Pariser Vorortverträge – eine neue Friedensordnung für Europa. Die Regelungen führten aber auch zu radikalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen. Besonders die in den Verträgen beschlossenen territorialen Bestimmungen führten zu gewaltigen politischen und sozialen Umwälzungen.

14 neue Staaten entstanden, es gab 11.000 Kilometer neue Außengrenzen. Damit verbunden kam es zu Zwangswanderungen bisher nicht gekannten Ausmaßes: Mitte der 1920er Jahre lag die Zahl der Flüchtlinge, Vertriebenen und Umsiedler bei fast zehn Millionen Menschen. Allein die Mittelmächte hatten mindestens zwei Millionen Menschen aus ihren verloren gegangenen Territorien aufzunehmen.

Die Wucht der Vertragsbestimmungen traf das Deutsche Reich hart. Neben anderen Abtretungen waren es vor allem die Gebietsverluste im Osten, die weitreichende Folgen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft hatten.

Für die Provinz Westpreußen wirkte sich die Forderung des in Versailles neu gegründeten Staates Polen nach einem freien Zugang zur Ostsee besonders negativ aus. Der größte Teil der Provinz wurde aufgrund der Friedensbestimmungen abgetreten und bildete als Woiwodschaft Pommerellen einen Teil des neuen Staates Polen. Die staatliche Existenz der Provinz Westpreußen war mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 beendet, hunderttausende Menschen verließen ihre Heimat. Nur in einem kleinen Teil der Provinz konnten die Menschen im Rahmen einer Volksabstimmung 1920 über die staatliche Zugehörigkeit dieses Gebietes entscheiden – wie zeitgleich in Ostpreußen stimmten hier über 90 Prozent der Menschen für den Verbleib bei Deutschland.

Die Ausstellung ruft die weitreichenden Vorgänge dieser Jahre in Erinnerung und geht auch der Frage nach, wie sich die territorialen Veränderungen auf die Gesellschaften in Deutschland und Polen auswirkten. Dabei spielt auch die Frage eine bedeutende Rolle, wer von den Deutschen nach 1920 die Provinz Westpreußen verließ und wer blieb. Auch die Frage nach der Herkunft der neu in die vormals deutschen Gebiete zugewanderten Polen ist hierbei von Bedeutung.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
10 – 18 Uhr

Eintritt:
Eintrittspreis 4,00 €
Ermäßigt 2,50 €
Familienkarte 7,00 €

05.07.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung "GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN"


Oelde-Stromberg
Museum für Westfälische Literatur
Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1

  • 05. Juli - 18. Oktober 2020
  • GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN
  • Westfälische AutorInnen unterwegs in Europa

Neue Welten, neue Horizonte. Was erzählen Sie uns? Und wer erzählt da überhaupt? Das Literaturmuseum Haus Nottbeck lud für sein neues Projekt „Go East!“ vier Autoren und eine Autorin ein, über ihre Reiseerfahrungen zu berichten und ihre Reisetexte vorzustellen. Das Gemeinsame daran: Sabrina Janesch, Martin Becker, Marc Degens, Marius Hulpe und Ralf Thenior lebten eine Zeitlang in Osteuropa und rückten diese Phase – zumindest temporär – in den Mittelpunkt ihres Schreibens. Auf unterschiedliche Weise: Im Roman, Erzählung, Lyrik, Reportage, Tagebuch, Blog, alles ist dabei. Darüber hinaus sind andere künstlerische Formate präsent: Film, Musik, Fotografie, Zeichnungen und Textbilder.

Alle Beteiligten empfanden die Begegnungen mit fremder Kultur als Herausforderung und – im Nachhinein – als wesentliche Erweiterung ihres Lebenshorizonts. Und: Sie wurden Zeugen einer ursprünglichen Erzählfreude und Erzähllust, die hierzulande kaum noch anzutreffen ist. Woraus sich die Frage ableitet: „Was hat der Osten, was der Westen nicht hat?“ Und weiter gefragt: Wie kann man Ressentiments abbauen und die Kultur des anderen besser verstehen und einordnen? Ein Blickwinkel, der natürlich auch die politischen Gegebenheiten einschließt. Inwieweit prägen gesellschaftliche Rahmenbedingungen das Denken und letztlich auch das Schreiben und die Wahrnehmung von Literatur? Viele Fragen, auf die die Ausstellung und das gleichnamige Festival „Go East!“ eine Antwort suchen.

Ralf Thenior war 1996 sechs Wochen lang Stadtschreiber im bulgarischen Plowdiw. „Ich hatte keine Erwartungen, keine Hoffnungen, keine Illusionen, auch keine Bilder, was mich erwartet, ich war einfach neugierig.“

Der Autor und Journalist Martin Becker ist seit seiner Kindheit vom tschechischen Virus infiziert. Initialerlebnisse waren die Kinderserie „Pan Tau“ und der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Der 1982 in Soest geborene Lyriker und Romanautor Marius Hulpe unterrichtete mehrere Jahre an der Jagiellonen Universität in Krakau. In jener Zeit vollzog sich ein radikaler Wandel in der polnischen Politik hin zum rechtsnationalen Kurs unter Jarosław Kaczyńskis PiS-Partei.

Für Sabrina Janesch, Tochter einer polnischen Mutter, ist das in ihrer Familie verbreitete Erzählgut ein unerschöpfliches Stoffreservoir. Aus ihm schöpfte sie vor allem in ihrem in Polen spielenden Erfolgsroman „Katzenberge“.

Eine wiederum ganz andere Textform begegnet einem bei dem Romanautor und Herausgeber Marc Degens, der von 2007 bis 2010 in Armenien lebte. Sein Reportageroman „Eriwan“ (2017) ist kein Reisebericht im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine unterhaltsame Daily Soap, in der uns der Autor an seinem Privatleben teilhaben lässt.

Wer das Nottbecker Literaturmuseum besucht, kommt gleich mehrfach auf seine Kosten: Einblicke in fremde Lebenswelten, spannende Lektüre und persönliche Begegnungen in Form von Texten, Videointerviews, Wort- und Soundfunden wecken das Fernweh und die Lust auf literarische Exkursionen abseits ausgetretener Pfade. Neben den Schriftbildern von Ralf Thenior ist im Gartenhaus auch dessen Soundinstallation „Taxi Water“ zu erleben, die er mit seinem langjährigen Musikerkollegen und Reisepartner Ralf Werner konzipiert hat.

Die Ausstellung ist im Literaturmuseum, im Gartenhaus sowie im Museumspark des Kulturguts zu sehen. Eröffnet wird das Projekt mit der Online-Premiere der Video-Interviews mit den teilnehmenden Autorinnen und Autoren am 5. Juli (ab 11 Uhr) auf der Internetseite www.kulturgut-nottbeck.de 

Das im Begleitprogramm vorgesehene Literatur- und Musikfestival "Go East!" wird auf das Frühjahr 2021 verschoben. Eingeladene Künsterinnen und Künstler sind u.a.: Helge Timmerberg, Ralf Werner, Die Kulturtechniker & Poetic Electric, Michael Roes, Martin Becker, Ralf Thenior, Bela Chekurishvili, Tzveta Sofronieva, Olga Martinova, Marius Hulpe, das „Airis Quartet“, Nesrin Tanç und das Ensemble „Numaqam“.

Ein Projekt der Literaturkommission für Westfalen und des Kulturguts Haus Nottbeck. Idee, Konzept, Interviews: Walter Gödden. Ausstellungsgestaltung: Jeremias H. Vondrlik. Film: Philipp Wachowitz. Gefördert von: Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Kreis Warendorf.

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 97 900 und www.kulturgut-nottbeck.de

09.08.2020   bis   25.10.2020 - 22:48 Uhr


"Equi Animo - Die Seele der Pferde" - Wiebke Haas


Warendorf
Dezentrales Stadtmuseum
Historisches Rathaus am Markt

"Equi Animo - Die Seele der Pferde" - Wiebke Haas
09. August - 25. Oktober 2020

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 15:00-17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und feiertags 14:00-17:00 Uhr, montags immer geschlossen.

Mit der Ausstellung "Equi Animo - Die Seele der Pferde" entführt die Tierfotografin Wiebke Haas im historischen Rathaus der Pferdestadt Warendorf in der Welt der Pferdefotografie. Nach dem die Kaufmannschaft im Jahre 2016 mit der Ausstellung „Pferde“ des französischen Fotografen, Journalisten und Naturschützers Yann Arthus-Bertrand für Furore sorgte können sich Pferdefreunde und Fotografen nun auf ein weiteres Highlight aus diesem Bereich freuen.

„Angefangen hat alles mit den Pferden aus der Nachbarschaft. Ich begann mit etwa 14 Jahren mit dem Reiten und war sehr schnell Feuer und Flamme für die Pferde.“ Nach dem Abitur absolvierte Sie eine klassische Fotografieausbildung und fand vor allem in der schulischen Ausbildung den Kontakt zur Fine-Art und Werbefotografie. Ein Bildband eines der renommiertesten Fine-Art-Tierfotografen der Welt, Tim Flach konkretisierte ihre Zukunftsvision: „Mich haben diese Aufnahmen komplett fasziniert. Das Spiel mit Formen, Linien und Licht ist sagenhaft. Genau in diese Richtung wollte ich auch gehen.“ Wiebke Haas fragte den Briten, ob sie ein Praktikum bei ihm absolvieren könne. Flach sagte zu und Ende 2013 machte sie sich auf den Weg nach London – ein weiterer Schritt auf ihrem Karriereweg. „Bei Flach habe ich gelernt, warum ein Bild funktioniert und wie man es rund macht, welche Regeln man beachten muss“, erzählt Haas. „Ich habe von ihm viel über das Licht gelernt und wie ich es so steuern kann, sodass ich den gewünschten Effekterzielen kann. Darauf aufbauend entwickle ich jetzt meine eigenen Bildideen.“ Seitdem arbeitet die 29-Jährige als selbstständige Fotografin, Buchautorin, setzt eigene Fotoprojekte um und ihre Arbeitsweise war Thema einiger TV-Produktionen. Zudem hat sie eine Reihe bedeutender Auszeichnungen gewonnen unter anderem den dritten Platz des renommierten Sony Word Photography Awards.

Teile dieser in der Kategorie „Natural World & Wildlife“ ausgezeichneten Arbeiten werden nun in der Ausstellung „Horsestyle“ im historischen Rathaus in Warendorf gezeigt. Rund 50 großformatige Fotografien zeigen die verschiedenen Serien der Fotografin. Neben den bekanntesten Schüttelbildern der Serie Horsestyle werden auch eher grafische Motiv aus den Serien Wild Things und Köpfe gezeigt.

Der Eintritt ist frei !

Bild: Manuel Schroeder

09.08.2020   bis   25.10.2020 - 22:48 Uhr


Manuel Schroeder - "Concrete Delusion - Ressourcen und Landmarken"


Beckum
Stadtmuseum
Am Markt 2

Manuel Schroeder

Concrete Delusion
Ressourcen und Landmarken

09. August - 25. Oktober 2020

Mit den künstlerischen Mitteln von Fotografie, Klanginstallation, Video- und Lichtkunst erforscht der Bildende Künstler Manuel Schroeder aus Berlin seit vielen Jahren das Material Beton an den Orten seiner Ursprünge in Deutschland und Osteuropa.

Sein Kunstprojekt widmet sich dem historischen und zukünftigen Umgang mit diesem speziellen Material und dessen vielfältigen Formen und Erscheinungen im öffentlichen Raum, zu denen auch der allmähliche Verfall gehört. Dies umschreibt der programmatische Projekttitel Concrete = Beton und Delusion = Täuschung.

Nach Feldforschungen speziell in Lettland und Weißrussland steht nun die Region Beckum und Erwitte als Hotspot und historisches Zentrum der deutschen Zement- und Betonindustrie mit ihren überregionalen und internationalen Vernetzungen im Focus der künstlerischen Recherche. Mit dem Projektabschnitt "Resources and Landmarks" begibt sich das Kunstprojekt an die Ursprünge des Materials. Charakteristisch für die Landschaften dieser Regionen sind insbesondere die ausgedienten Steinbrüche und stillgelegten Industriezonen. Das von der regionalen Industrie unterstützte Projekt versteht sich als kulturschaffende Initiative und Impulsgeber für eine nachhaltige Kreativwirtschaft in der Region und als Modell für weitere Regionen in NRW.

Das Projekt Concrete Delusion hat sich zum Ziel gesetzt, diese Spuren industrieller Produktion durch eine künstlerische Transformation wieder neu erfahrbar zu machen. Analog zu den „Ruinen“ antiker Hochkulturen sollen diese durch das Projekt im Sinne einer „Kulturarchäologie“ neu bewertet werden. Die Erforschung wird dabei nicht nur durch den Künstler selbst, sondern auch durch Anwohner, Schüler, Studenten und Auszubildende der Region geschehen. Die daraus entstehenden Archive und Ausstellungsprojekte sollen den Bewohnern und Besuchern die Orte ins Bewusstsein bringen und durch künstlerische Interventionen, wie zum Beispiel Illuminationen, eine neue Sichtweise herbeiführen.

Der Künstler stellt die audiovisuellen Betrachtungen der Produktionsprozesse den architektonischen Hinterlassenschaften gegenüber und wandelt die Ausstellungsräume des Stadtmuseums in einen Ort vielschichtiger medialer Wahrnehmung.

Zum Ausstellungsprojekt erscheint eine künstlerisch-dokumentarische Buchpublikation mit dem Titel „Concrete Delusion“ über die insgesamt zweijährige Projektarbeit. Eine APP verbindet die Formate „Beckumer Zementroute“ und „NRW Skulptur“.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Henning Rehbaum, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag NRW.

Di - Fr/So 9.30 – 12.30 und 15.00 – 17.00 Uhr, Sa 15.00 – 17.00 Uhr

Sonderregelungen und Führungen nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei. Info: www.beckum.de

Manuel Schroeder lebt und arbeitet in Berlin, Westdeutschland und Osteuropa als freischaffender bildender Künstler. Als Urheber und künstlerischer Leiter des Projektes „Concrete Delusion“ kooperiert er mit Museen, Zentren für zeitgenössische Künste, Hochschulen und Akademien der Künste seit 2013 in Osteuropa.

Foto: Mariusz Broskiewicz

25.08.2020   bis   30.09.2020


"Unbändig lebhaft, verträumt und verspielt"- Pferdebilder von Mariusz Broskiewicz


Warendorf
Modehaus EBBERS
Münsterstraße 3

25. August - 30. September 2020
Montag - Samstag 10.00 Uhr - 18.00 Uhr

Zum ersten Mal in Deutschland sind die Pferdebilder des polnischen Fotografen Mariusz Broskiewicz  in der Ebbers-Galerie in Warendorf zu sehen. Der Künstler ist Mitglied des „Photoclub der Republik Polen“ und in der Kunstszene seines Heimatlandes sehr bekannt.

Im richtigen Moment auf den Auslöseknopf drücken – das ist die besondere Spezialität, die man den Fotografien von Mariusz Broskiewicz ansieht. In seinen Pferdebildern erleben wir Kraft und Energie, Übermut und Gelassenheit der Pferde, in der weiten Natur, im Stall, auf der Koppel. Ob im Morgengrauen, in der Mittagsonne oder unter dem Abendhimmel: Mariusz B hat für die Ausstellung in Deutschland eine Fotokollektion zusammengestellt, die begeistert. Diese Bilder zeigen die ganze Individualität der Pferde, ihre Sinnlichkeit, ihr Temperament. Alle Pferdebegeisterten ziehen diese Bilder in ihren Bann.

„Wir möchten den Pferdefreundinnen und -freunden, die zum Besuch des Bundeschampionats nach Warendorf kommen, mit diesen Bildern einen besonderen „Leckerbissen der Pferdefotografie“ zeigen“, sagt Christoph Berger, der Inhaber des Modehauses Ebbers.

Mariusz Broskiewicz freut sich, wenn seine ausdrucksstarken Farbfotografien Liebhaberinnen und Liebhaber finden. Die Bilder, die in den Schaufenstern und in der Galerie des Modeerlebnishauses gezeigt werden, sind auch zu kaufen. Die Ausstellung ist  während der Öffnungszeiten des Modehauses in Warendorf Fußgängerzone zu besichtigen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 25. August mit einer Vernissage im Modeerlebnishaus Ebbers in Warendorfs Fußgängerzone. Der Künstler Mariusz Broskiewicz hat die Absicht, zur Eröffnung und zu den Bundeschampionaten nach Warendorf zu kommen. Hoffen wir, dass der Besuch stattfinden kann.

Jobst Tilmann, ZONE 2, 2019, Acryl auf Leinwand, 220 x 190 cm ©VG-Bild Kunst, Bonn, 2020

06.09.2020   bis   08.11.2020


AUSSTELLUNG "Jobst Tilmann. Anfang ohne Ende" in Ahlen


Ahlen
Kunstmuseum
Museumsplatz 1

06. September - 08. November 2020

am 7. März 2020 eröffneten wir die Ausstellung Jobst Tilmann- Anfang ohne Ende im Kunstmuseum Ahlen. Die retrospektive Ausstellung zu Jobst Tilmann (*1949) mit über 150 Werken gibt Einblick in ein spannendes Œuvre, das sich erstaunlich konsequent und vielseitig entwickelt hat. Der Künstler, der seit 10 Jahren in Wiedenbrück lebt, hat lange in Frankreich und bei Hannover gearbeitet. Er sieht mit einer Ausstellung, die in unterschiedlichen Räumen nach einem durchgehenden Konzept sehr dicht und sinnlich arrangiert ist, auf 35 Jahre seines Schaffens zurück. Nach drei Tagen mussten wir wie alle Kultureinrichtungen und Museen schließen.

Nach der coronabedingten Schließung der Präsentation sind wir in der glücklichen Lage, verkünden zu können: „Anfang mit glücklichem Ende.“ Das Kunstmuseum Ahlen öffnet erst Anfang September, dann wieder mit Jobst Tilmann!

Jobst Tilmanns Ausstellungstitel „Anfang ohne Ende“ war mit Blick auf die derzeitige Situation nahezu prophetisch! Vor über einem Jahr wählte der Künstler den Titel, der im März plötzlich eine aktuelle Bedeutung bekam, als Credo für seine Arbeit. Ganze drei Tage, vom 8. bis zum 10 März, war die retrospektive Schau im Kunstmuseum Ahlen geöffnet, dann schlossen sich die Türen. Der Anfang war gelungen, über 130 Gäste kamen zur Preview und zur Eröffnung, insofern hatte Jobst Tilmann Glück.! Dass es zunächst ein „Anfang ohne Ende“ bleiben würde, zeichnete sich bald ab. Die Ausstellung zwei oder drei Wochen bis zum offiziellen Ende am 24. Mai wieder zu öffnen, war keine Option für das Museumsteam. Durch mögliche Umplanungen kann das Kunstmuseum Ahlen die Ausstellungszeit im Herbst nachholen. Das gelingt natürlich nicht immer. Vieles ist im Moment in Bewegung, denn auch andernorts verschieben sich Ausstellungen, wir haben in diesem Fall Glück gehabt, heißt es aus dem Museum. Im Sommer war von Juni bis August schon lange eine Renovierungs- und Bauphase angesetzt, die wie geplant durchgeführt wird. So bekommt Jobst Tilmann. Anfang ohne Ende am 6. September eine Wieder-Eröffnung und am 8. November ein „glückliches„ Ende. Von ihrer Ausstrahlung und gedanklichen Konzeption sind die Werke äußerst spannend, da sie sich mit grundsätzlichen Strukturen des menschlichen Lebens beschäftigen. Die späte Wiedereröffnung gibt Hoffnung, dass Besucher die Ausstellung ohne große Einschränkungen wieder genießen können.

Anlässlich des 70. Geburtstages von Jobst Tilmann zeigt das Kunstmuseum Ahlen eine retrospektiv angelegte Ausstellung mit über 150 Werken des Künstlers. Die Präsentation gibt Einblick in ein gereiftes Œuvre, das von konzeptueller Stringenz und Vielseitigkeit geprägt ist. Jobst Tilmann, dessen prozesshaft angelegte Malerei und Zeichnung zu Anfang von der abgelegenen Welt unterirdischer Steinbrüche inspiriert wurde, entwickelte eine vom Naturvorbild völlig unabhängige Gestaltung. In den 1990er Jahren entstanden Bildsysteme, in denen der Künstler die Tektonik einer klaren orthogonalen Ordnung mit der Organik natürlicher Bewegungen verknüpft. Bereits hier entwickelte sich eine besondere Balance zwischen Stabilität und Vitalität, die er ab Mitte der 2000er Jahre unter entgegengesetzten Vorgaben fortführte. Jobst Tilmann generiert Prozesse, in denen Entwicklung und Variation nicht mehr durch Gesetz und Abweichung, sondern durch Zufall und Auslese entstehen. Er reagiert auf impulsive, informelle Abläufe mit ordnenden Eingriffen. Jobst Tilmann trennt uninteressante Gebiete von bedeutenden Zonen durch verschiedene Methoden der Übermalung und Abgrenzung. Seine aktuelle Arbeit ist geprägt von einem neuen, überraschenden Bildausdruck und interessanten Evolutionsprozessen, in denen Formen entstehen, die der Künstler seit 2011 auch durch dreidimensionale Formschnitte isoliert und als plastische Objekte einer realen Körperwelt annähert.

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